MVA Zella-Mehlis: auf Basis neuer Studie soll Baustopp erreicht werden

Während der Zweckverband für Abfallwirtschaft Südwestthüringen (ZASt) mit einem Gutachten die Zulässigkeit der geplanten Müllverbrennungsanlage (MVA) hervorhebt, ist es den MVA- Gegnern jetzt gelungen, weitere Gegenargumente zu liefern. In einer eigenen Studie wird die Gefährdung der bewaldeten Höhenzüge des Spitzen Bergs und Beerbergs betont, die mit einer Mehrbelastung durch Schwermetalle vom Zwei- bis Dreifachen des Beurteilungswertes verbunden ist, im Fall von Quecksilberstäuben sogar mit dem 27-Fachen.
Birgit Henkel, BUND-Kreisverband Schmalkalden-Meiningen, und die Sprecher der Initiative „Das bessere Müllkonzept“ hegen den Verdacht, dass das Gutachten des ZASt „auf lückenhafter Datenbasis“ entstanden sei, dass eine „offensichtliche Manipulation“ bei der Berechnung vorherrschender Winde vorliege und dass man bei den verwendeten Rechenmodellen umliegende Höhenzüge gewissermaßen außer Acht gelassen habe.
Da erhöhte Schadstoffbelastungen vor allem in Sichtweite des bekannten Rennsteiggartens zu erwarten sind, werden Tourismus, Forst und Sport die Hauptbetroffenen sein. Die Initiative fordert nun auf Grund der hinzugewonnenen Erkenntnisse eine Neuaufnahme des Verfahrens gegen die geplante MVA und rief zusammen mit dem Kreisverband des BUND zu einer Demonstration am 18. Juni 2007 in Zella-Mehlis auf mit dem Ziel, einen Baustopp für die Anlage zu erwirken.
Kontakt: Birgit Henkel, bund.meiningen@t-online.de, 03693-42012


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