Geplanter Gipsabbau gefährdet Naturparadies „Alter Stolberg“

Am Standort „Stempeda/Alter Stolberg“ bei Nordhausen gibt es wieder Ärger mit der Gipsindustrie. Getarnt als „eine Optimierung durch Flächentausch“ versuchen die Gipswerke Knauf auf eine Fläche von naturschutzfachlich hohem Wert zuzugreifen und stellen dafür eine ausgesteinte wertlose Fläche ihres Bergwerksfeldes zur Verfügung.
Die Thüringer Naturschutzverbände, namentlich der BUND-Thüringen als Planungsbeirat der Regionalen Planungsgemeinschaft Nordthüringen, lehnen dieses Vorhaben ab und fordern dringend eine fachliche Auseinandersetzung zwischen Bergwerksbetreibern und Naturschützern.
Die Gipswerke Knauf verfügen über ein Bergwerksfeld von 360 ha Größe und haben innerhalb dieser mittels Rahmenbetriebsplanverfahren festgestellten Abbaufläche genügend Möglichkeiten, den Abbau betriebswirtschaftlich zumutbar zu gestalten. „Ein Flächentausch dieser Art ist weder aus ökonomischer noch aus ökologischer Sicht angemessen und kann nicht durch den Raumordnungsplan im Vorfeld festgeschrieben werden“ stellt BUND-Vertreter Norbert Sondermann fest.
Auch die bereits „alte“ Diskussion zu Alternativen flammt in diesem Zusammenhang wieder auf, die von den Gipswerken Knauf vorrangig produzierten Gipsputze und Gipsbauplatten könnten zu 100 % durch Rea-Gipse ersetzt werden. Rea-Gipse sind bekanntlich ein Nebenprodukt der Rauchgasentschwefelung in Kraftwerken. „Knauf könnte somit einen wichtigen Beitrag zur Schonung der natürlichen Ressourcen leisten, anstatt Raubbau am Naturgips zu betreiben“.
Kontakt: nor-sondermann@liese16.de


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