Werra-Versalzung
Auch nach der Antragstellung der Kali&Salz AG für die zusätzliche Pipeline aus Fulda an die Werra gehen die Aktionen gegen die Versalzungen weiter. Grüne Jugend, Landtagsabgeordnete aus Hessen und die Thüringer SPD führten Aktionstage durch. Der BUND-Bundesarbeitskreis Wasser bereiste am 29. und 30.9. von Meiningen aus die Werra und beschäftigte sich mit dem Thema.
Die anstehende Landtagswahl in Hessen und die sehr breite Front der Gegner lassen etwas Hoffnung auf einen abschlägigen Bescheid für die Salzpipeline durch die hessische Genehmigungsbehörde zu. In einem gemeinsamen Beschluss fordern alle Fraktionen des hessischen Landtages eine Absenkung der Grenzwerte ab 2012 und eine dauerhafte Vermeidungs- und Entsorgungsstrategie des Unternehmens für die Salzabwässer.
Aktuell brisant sind die Pläne von K&S, in der sogenannten Gerstunger Mulde die bisher probeweise Verpressung von Salzabwässern in den Untergrund zum Dauerzustand erklären zu lassen. Die Behörden spielen wie immer brav mit und wollen noch nicht einmal eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchführen. Die Gemeinde Gerstungen hat Widerspruch gegen das Vorhaben eingelegt, weil durch die Verpressung die Trinkwasserversorgung aus dem Grundwasser gefährdet würde. Dafür wird der Bürgermeister von der Landesregierung massiv unter Druck gesetzt. K&S droht derzeit, die einzige in Thüringen verbliebene Produktionsstätte in Unterbreizbach zu schließen.
Kontakt: Tom Wey, lebendige.werra@t-online.de, Tel: 03693-42012
zurück zu: Newsletter Nr. 3/07