Werraversalzung: Kali + Salz auf Schlingerkurs


Nach Auswertung der Gesamtstrategie, welche K+S dem Runden Tisch in der vergangenen Woche präsentiert hat, ist das Fazit ernüchternd: Echte Lösungsansätze für die Werra sind nicht erkennbar. Zum einen ignoriert der Konzern die Mindestanforderungen des Runden Tisches, zum anderen wird er mit der Absicht, weiterhin Salzabwässer zu versenken, nicht mal der öffentlich-rechtlichen Vereinbarung mit den Bundesländern Hessen und Thüringen gerecht. Außerdem sieht die Strategie von K+S eine Fortsetzung der Versenkung von Salzlauge im Untergrund vor.

Überraschend kündigte K + S beim Runden Tisch an, bis 2020 eine Salzpipeline zur Nordsee bauen zu wollen, sofern die „politischen Rahmenbedingungen“ stimmten. Allerdings revidierte der Pressesprecher des Konzerns inzwischen diese Zusage. Sollte K + S die Ansage wirklich wieder zurücknehmen, wird deutlich, dass die Firma den Runden Tisch als Plattform zur Entwicklung einer Strategie für das Entsorgungsproblem nicht ernst nimmt.

Wie bereits im letzten Jahr nutzten Kanufahrer aus ganz Deutschland den Feiertag am 1 Mai, um auf der Werra gegen die Salzeinleitungen zu protestieren. Am Start in Gerstungen bei Eisenach waren ca. 500 Paddler aus 12 Bundesländern. Wir waren mit einem Infostand vertreten.

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