AUS DEM LANDESVERBAND

TERMINE

Landesversammlung 2016

Seit mehr als einem Jahr ist die Rot-Rot-Grüne Landesregierung im Amt. Sie hat sich die ökologische Modernisierung Thüringens zum Ziel gesetzt.
Einiges hat Rot-Rot-Grün bereits auf den Weg gebracht, viele Vorhaben sind aber noch offen: 

  • Bei der Neuausrichtung der Tierhaltung in Thüringen, welche sich an Umwelt- und Naturschutzstandards orientiert, gibt es bisher kaum Fortschritte
  • Die Zertifizierung des Staatswaldes nach FSC-Kriterien und die Umsetzung des 5%-Ziels nutzungsfreier Wälder auf großen Urwaldflächen, sind ins Stocken geraten
  • Mit Spannung erwarten wir auch die Positionierung Thüringens bei der Aufstellung des neuen Bundesverkehrswegeplanes. Spätestens dann wird sich zeigen, wie ernst die ökologische Neuausrichtung der Verkehrspolitik in Thüringen gemeint ist 

Nach mehr als einem Jahr Rot-Rot-Grüne Regierung wollen wir die Gelegenheit unserer Landesversammlung nutzen und gemeinsam mit Ihnen eine umweltpolitische Bilanz der Arbeit dieser Landesregierung ziehen. Bei dieser Landesversammlung wird nicht nur die umweltpolitische Bilanz der Landesregierung, sondern auch die Bilanz des Landesvorstandes auf der Tagesordnung stehen. Nach vier Jahren ist die Amtsperiode des Landesvorstandes vorüber. In den vergangenen vier Jahren konnte viel für Umwelt und Naturschutz in Thüringen und auch für die Weiterentwicklung unseres Verbandes erreicht werden. Auch in die Gestaltung des ökologischen Neuanfangs in Thüringen haben sich die Mitglieder des Landesvorstandes intensiv eingebracht. Umso besser, dass alle Mitglieder des amtierenden Landesvorstandes sich bereit erklärt haben, auch für eine neue vierjährige Amtszeit im Vorstand mit zu wirken. Alle Mitglieder sind im Namen des gesamten Landesvorstandes und der Landesgeschäftsstelle ganz herzlich zur diesjährigen Landesversammlung des BUND Thüringen am Samtag dem 16.04.2016 in das Augustinerkloster in Erfurt eingeladen.

Programm und Wegbeschreibung

Wir freuen uns auf ihr Kommen!

Merkel und Obama kommen nach Hannover - TTIP und Ceta stoppen
Demonstration am Opernplatz am 23.04.2016 - Sei dabei!

Die Hannover Messe 2016 wird zusammen von Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama eröffnet: Ihr Ziel ist es, die TTIP-Verhandlungen gemeinsam voranzubringen. Doch das Handels-und Investitionsabkommen der EU mit den USA droht Demokratie und Rechtsstaatlichkeit zu untergraben.

Ebenfalls in diesem Jahr will die Europäische Kommission das CETA-Abkommen mit Kanada dem Rat und dem Europäischen Parlament zur Ratifizierung vorlegen. Es dient als Blaupause für TTIP. Schon mit ihm könnten Großunternehmen über kanadische Tochtergesellschaften EU-Mitgliedsstaaten auf Schadensersatz verklagen, wenn neue Gesetze ihre Profite schmälern.

Dagegen tragen wir unseren Protest auf die Straße! Getragen von einem breiten Bündnis demonstrieren wir mit zehntausenden Menschen am Samstag, den 23. April in Hannover - unmittelbar vor dem Besuch Obamas.

Auch der BUND Landesverband Thüringen ist mit einem Bus dabei, mit dem wir nach Hannover fahren. Wir haben einen Bus für 46 Personen gebucht, der uns von Erfurt nach Hannover und wieder zurück bringt.

  • Abfahrtszeit in Erfurt: 7:00 Uhr vom Busbahnhof
  • Zwischenstopp in Bad Langensalza: 7:50 Uhr am ZOB Bahnhof
  • Ankunftszeit in Hannover: 11:30 Uhr Möglichst nah am Opernplatz
  • Abfahrtszeit in Hannover: 16:00 Uhr vom Ausstiegsort
  • Ankunftszeit in Erfurt: 20:30 Uhr am Busbahnhof

Der Preis pro Person beträgt für Mitglieder des BUND 18€ und für Nichtmitglieder 20€
Um einen Überblick über alle Mitreisenden sowohl bei der Hin- als auch bei der Rückfahrt zu haben, bitte ich Sie, mir in einer kurzen Mail oder einem Anruf mit Namen der Teilnehmer, Handynummer für Erreichbarkeit und Mail-Adresse mitzuteilen, dass Sie sich für die Fahrt anmelden.
Die Anmeldung ist nach überweisen des Beitrags verbindlich.
Nummer: 0361 555 03 10
E-Mail: Philip.Schuchert@bund.net 

Ich bitte sie, die Fahrtkosten möglichst gleich nach Anmeldung mit dem Betreff "Hannover 2016 - Name" zu überweisen:
Sparkasse Mittelthüringen
BLZ: 820 510 00
Konto: 130 093 831
IBAN: DE37 8205 1000 0130 0938 31
BIC: HELADEF1WEM

Liebe Grüße,
Philip Schuchert FÖJ (Freiwilliges ökologisches Jahr)
BUND Thüringen e.V. Landesgeschäftsstelle

Zur Website der Demo

AKTUELLES UND INTERESSANTES

Einrichtung von elf Natura-2000-Stationen und Stellenausschreiben

Thüringen will ein Netz biologischer Stationen aufbauen. Diese sollen Fortschritte im Naturschutz bringen, indem sie helfen, die Lebensräume und Arten des europäischen Schutzgebietsnetzes in Thüringen zu sichern und entwickeln. 
Die ersten sechs sogenannten Natura-Stationen starteten bereits Anfang April im Altenburger Land, in Kaltensundheim in der Rhön, im Mittelthüringischen Vippachedelhausen, bei der Wildtierland gGmbH in Hörselberg/Hainich, in Nordhausen sowie in Grabfeld bei Römhild. 
Bis zum Jahr 2017 sollen insgesamt elf Natura-2000-Stationen die Arbeit aufnehmen. Weiterhin wird mit Unterstützung des Thüringer Umweltministeriums und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU) ein gemeinsames Kompetenzzentrum von BUND Thüringen, NABU Thüringen und dem DVL eingerichtet. Das Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz fördert dabie personelle Ausstattung der Stationen mit ca. 1 Mio. Euro pro Jahr.

Für das Projekt "Kompetenzzentrum Natura2000-Stationen-Errichtung eines landesweiten Netzwerkes in Thüringen" ist ab sofort die Stelle für die Projektleitung zu besetzen!

Zum Stellenausschreiben

"Fleischatlas Deutschland Regional 2016" präsentiert Daten und Fakten aus 16 Bundesländern

Zum Herunterladen das Bild anklicken.

In Deutschland konzentriert sich die Produktion von Fleisch auf immer weniger Betriebe, während sich zugleich das Höfesterben ungebremst fortsetzt. Das ist eine der Kernaussagen des "Fleischatlas Deutschland Regional 2016", den der BUND gemeinsam mit der Heinrich-Böll-Stiftung veröffentlicht hat. Der "Fleischatlas" enthält erstmals Daten, Fakten und Grafiken zu Fleisch­produktion und -konsum in den 16 Bundesländern im Vergleich.

Die erhobenen Zahlen sind dabei alarmierend: In den vergangenen 15 Jahren mussten bis zu 80 Prozent der Betriebe bzw. Bauernhöfe die Tierhaltung aufgeben, während gleichzeitig bundesweit bis zu 50 Prozent mehr Fleisch produziert wird. Höfesterben, Konzentrationsprozesse und die zunehmende Industrialisierung der Landwirtschaft lässt sich vor allem in Bayern, Baden-Württemberg und Niedersachsen in der Rinder- und Schweinezucht feststellen.

Doch auch in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg nimmt zwar die absolute Zahl der Schweine- und Hühnerhaltungen ab, die Betriebe werden jedoch immer größer.

Grafiken "Fleischatlas Deutschland Regional 2016" (große Ansicht mit Mausklick)

Beantragte Tierplätze
Rückgang von Tierhaltungen
Tierdichte bundesweit

Laut "Fleischatlas Deutschland Regional 2016" wächst die Fleischproduktion in jenen Bundesländern am stärksten, in denen bereits überdurchschnittlich viele Tiere gemästet werden. Das heißt, der Trend zu Megamastanlagen geht weiter. Neue Tierfabriken werden geplant, wo die Auswirkungen der Fleischindustrie bereits am deutlichsten zu spüren sind. Dort sind die Ammoniak-Emissionen aus den Ställen und die Nitratwerte im Grundwasser jetzt schon inakzeptabel hoch.

Neben Nordrhein-Westfalen gilt dies insbesondere für Niedersachsen, wo Mitte 2015 bereits rund vier Millionen Mastschweine gezählt worden sind. Nach Recherchen des BUND wurden zwischen 2012 und 2015 von den niedersächsischen Behörden über hundertfünfzigtausend Schweinemastplätze neu genehmigt.

Subventionen umlenken, Höfesterben verhindern

Dumpingpreise für Lebensmittel treiben viele Bauern in den Ruin. Die Bundesregierung und insbesondere Bundesagrarminister Christian Schmidt müssen endlich gegensteuern und den Irrsinn von Massenproduktion, Export und der Maximierung von Profiten beenden. Das mit dem Wachstum großer Masttieranlagen verbundene Höfesterben lässt sich nur stoppen, wenn Agrarsubventionen künftig stärker an Kriterien wie die Leistung der Betriebe für das öffentliche Wohl gebunden werden. Nur dann können bessere Tier- und Naturschutzstandards gewährleistet werden.

Doch es gibt auch Hoffnung: Denn die gesellschaftlichen Ansprüche und die Realität der Tierproduktion klaffen zunehmend auseinander. Inzwischen sind über 80 Prozent der Deutschen bereit, höhere Preise für Fleisch und Wurst zu zahlen, wenn sie dadurch zu besseren Haltungsbedingungen der Tiere beitragen können. Nur bei der deutschen Agrarpolitik ist dieser gesellschaftliche Wandel leider noch nicht angekommen. Sie setzt weiter vor allem auf Dumpingpreise und massive Exporte auf den Weltmarkt und schadet so den Bauern, der Umwelt und den Tieren hier und weltweit.

Mehr Informationen

Neu, Umwelt-App "Meine Umwelt"

Seit Anfang April steht in den App-Stores die App Meine Umwelt zur Verfügung. Mit dieser App können Sie sich standortgenau über diverse Umweltdaten aus den Themenbereichen Hochwasser, Verkehr und Energie, sowie über Messwerte zur Luftqualität und aktuelle Wasserstände informieren. Ebenso erhalten Sie eine Einsicht in die von anderen Nutzern gemeldeten Artenfunde und Umweltbeeinträchtigungen. Auch Informationen zu Schutzgebieten und Erlebnisorten lassen sich ganz leicht abrufen.
Im Meldeteil können Sie zudem selbst Artenfunde und Umweltbeeinträchtigungen melden und die Websuche liefert Suchergebnisse aus dem Umweltportal.

Meine Umwelt wird unter Federführung des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg im Rahmen der länderübergreifenden Entwicklungskooperation Landesumweltportale (LUPO) von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) entwickelt, betrieben und betreut.
Zurzeit ist die App allerdings nur in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Thüringen nutzbar. 

BERICHTE

TTIP Demo am 10. Oktober in Berlin

Am 10. Oktober 2015 sind in Berlin eine Viertelmillion Menschen gegen TTIP & CETA auf die Straßen gegangen. Aus ganz Deutschland hatten sich Organisationen, Vereine und Privatpersonen auf gemacht, um an der Demonstration in der Hauptstadt der BRD teilzunehmen und für die Demokratie und einen gerechten Welthandel zu demonstrieren. Die Forderungen waren dabei eindeutig: Die Verhandlungen mit den USA für TTIP stoppen und das mit Kanada verhandelte CETA nicht ratifizieren!
Mit so vielen Teilnehmern war es die größte Demonstration seit über 10 Jahren in Deutschland und nie zuvor hatten sich in Europa mehr Menschen zu diesem Thema auf den Straßen zusammen gefunden. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer übertraf die Erwartungen der Veranstalter deutlich.

Das Vorprogramm startete um 10 Uhr und die Kundgebung mit mehreren Reden und Talk-Runden um 11 Uhr am Washingtonplatz. Um 12 Uhr startete der Zug und lief über die Friedrichsstraße zur Siegessäule am Großen Stern. Das Abschlussprogramm beinhaltete ebenfalls mehrere Reden, unter anderem trat auch Hubert Weiger, der Vorsitzende des BUND Bundesverbandes, auf. Die komplette Veranstaltung ging bis etwa 18 Uhr und nicht wenige blieben bis zum Schluss.

Auch der BUND Thüringen hatte einen Bus mit 46 Sitzplätzen organisiert und nach Berlin geschickt. Der Bus war bis auf den letzten Platz ausgebucht gewesen und hatte die TeilnehmerInnen sicher nach Berlin und wieder zurück gebracht. Von den Teilnehmern kam eine gute Resonanz und das Interesse an weiteren Veranstaltungen ist weiterhin groß.

Die Bevölkerung der Bundesrepublik hat mit dieser Demonstration wieder ein starkes Zeichen gesetzt und wird es am 23. April in Hannover wieder tun!

Wir haben es satt 2016

Seit 2011 findet jährlich im Januar anlässlich der Grünen Woche in Berlin die "Wir haben es satt!"-Demonstration in Berlin statt.
Die Protestveranstaltungen werden gemeinsam von 46 Organisationen getragen.

Auch dieses Jahr fanden sich am 16. Januar wieder tausende Menschen zusammen. Ungefähr 18.000 Menschen und 130 Traktoren zogen unter dem Motto "Wir haben Agrarindustrie satt! Keine Zukunft ohne Bäuerinnen und Bauern" durch Berlin und forderten grundsätzliche Reformen in der Agrarpolitik.
Die Demonstration zog vom Potsdamer Platz vorbei an Bundesrat, Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und Bundestag zum Bundeskanzleramt. Der BUND forderte dabei unter anderem eine Kennzeichnung der Tierhaltungsformen und von Lebensmitteln, die unter Verwendung gentechnisch veränderter Futtermittel hergestellt wurden.

Auch für diese Demonstration entsendete der BUND Thüringen einen Bus.
"Wir haben es satt, dass in Thüringen immer mehr Tierfabriken genehmigt werden und der Einsatz von Glyphosat weiterhin Böden und Grundwasser verseucht, erklärte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. "Deshalb rufen wir die Menschen auf, für die Abschaffung von Tierfabriken, eine ökologischer Landwirtschaf und ein Ende des Bauernhöfesterbens zu demonstrieren."
Der Bus des Landesverbandes fuhr von Bad Langensalza über Erfurt, Weimar, Jena und Weißenfels nach Berlin. und ungeführ 50 Teilnehmer fanden sich zusammen, um gegen die Missstände in der Argrarpolitik und -industrie zu demonstrieren.

Wir danken allen Teilnehmern für ihre rege Anteilnahme und hoffen auf viele Interessierte im kommenden Jahr

STELLUNGNAHMEN

21. März 2016

Weltwassertag: BUND Thüringenfordert Uferrandstreifen zum Schutz der Thüringer Gewässer

Erfurt. Anlässlich des Weltwassertages fordert der BUND Thüringen die Verankerung des geschützten Uferrandstreifens im Thüringer Wassergesetz. Mangelhafte Gewässerstruktur und diffuse Einträge aus der Landwirtschaft sind nach Angaben des Verbandes für den überwiegend schlechten ökologischen Zustand der Thüringer Gewässer verantwortlich.
"Solange die landwirtschaftlich intensive Nutzung bis zum Gewässerrand geht, wird sich die Situation der Thüringer Gewässer nicht verbessern", sagte Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. "Der Schutz des Uferrandstreifens auf mindestens 10 Meter Breite muss wieder ins Thüringer Wassergesetz. Im Uferrandstreifen dürfen weder Dünge- noch Spritzmittel eingesetzt werden. Außerdem muss eine natürliche Gehölzentwicklung entlang der Gewässer zugelassen werden", forderte Hoffmann.
Nach Angaben des BUND Thüringen befinden sich immer noch über 90% der Thüringer Gewässer in keinem guten ökologischen Zustand, wie er von der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie definiert wird. Von 137 Oberflächengewässern verfehlen 124 die Ziele der Wasserrahmenrichtlinie. Neben den Querbauwerken seien vor allem fehlende, natürliche Uferstrukturen und diffuse Einträge aus der Landwirtschaft hierfür Ursache.
Häufigste Ursache für einen chemisch schlechten Zustand der Gewässer sei die Nitratbelastung. Das Nitrat gelange durch Überdüngung landwirtschaftlicher Flächen in die angrenzenden Gewässer. Darüber hinaus führe Nitrat auch zu signifikanten Belastungen des Grundwassers. Auch die hohe Phosphor-Belastung der Gewässer ist nach Angaben des BUND Thüringen auf landwirtschaftlich intensiv genutzte Flächen im unmittelbaren Gewässerbereich zurück zu führen. Während von unbewirtschafteten Böden kein nennenswerter Phosphor in die Gewässer gelange, verfügten Ackerflächen über ein deutlich erhöhtes Potenzial die Nährstoffeinträge.
"Der unbewirtschaftete Uferrandstreifens ist das beste Instrument, um die Qualität der Thüringer Gewässer rasch und wirksam zu verbessern", zeigte sich Hoffmann überzeugt.

12. Dezember 2015

3% fürs Klima - BUND Thüringen fordert Klimaschutzgesetz und protestiert gegen Weltklimavertrag

Erfurt. Der BUND Thüringen protestiert gegen die schwachen Ergebnisse des Weltklimagipfels in Paris und fordert einen verbindlichen Klimaschutzplan für Thüringen. Per Gesetz soll sich der Freistaat dazu verpflichten, den CO2-Ausstoß in Thüringen um 3% pro Jahr zu reduzieren."

Die Ergebnisse der Verhandlungen in Paris reichen zum Schutz des Weltklimas nicht aus", sagte Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. "Klimaschutz braucht Verbindlichkeit. Deshalb fordern wir ein Klimaschutzgesetz für Thüringen. Ohne gesetzliche Verbindlichkeit verpuffen alle Ankündigungen zur Reduktion der Treibhausgase wie heiße Luft".
Mit mehr als 9 Tonnen CO2-Aquivalenten pro Kopf liege der Ausstoß klimaschädlicher Gase in Thüringen immer noch viel zu hoch.

"Wir müssen weltweit den Pro-Kopf-Ausstoß auf weniger als 2 Tonnen pro Jahr beschränken, wenn wir erreichen wollen, dass die Erderwärmung nicht um mehr als 1,5°C ansteigt", erklärte Hoffmann weiter. Er kritisierte, dass der Rückgang der Treibhausgasemissionen in Thüringen viel zu langsam erfolge. Bis 2020 solle sich der Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase nur um 10% gegenüber dem Stand von 2011 verringern.

"Wenn wir beim Klimaschutz nicht endlich auf die Tube drücken, werden wir dramatische Veränderungen des Klimas nicht mehr aufhalten", sagte Hoffmann. "Schon heute sind viele Menschen, die bei uns Schutz suchen, aus ihrer Heimat geflohen, weil die Folgen des Klimawandels ihre Lebensgrundlagen zerstört haben.

"Deshalb fordere der BUND Thüringen einen gesetzlichen verbindlichen Klimaschutzplan, in dem jährlich Maßnahmen zur Reduktion der Treibhausgase um mindestens 3 % festgelegt seien. Durch Einführung von Klimaschutzbudgets für die einzelnen Ministerien sei jedes Ressort zu verpflichten, jährlich seinen Beitrag zum 3%-Ziel ein zu bringen. Die Förderung der energetischen Sanierung von Gebäuden müsse ebenso Bestandteil des Klimaschutzplanes werden, wie die Erleichterung der Installation von Solarthermie- und Fotovoltaikanlagen auf Gebäuden. Im Verkehrsbereich sei ein Tempolimit auf Autobahnen und die Förderung des ÖPNV unverzichtbar, um eine Trendumkehr beim CO2-Ausstoß ein zu leiten. In Land- und Forstwirtschaft sei der Ausstoß von Treibhausgasen durch die Förderung extensiver Landnutzungsformen und das Verbot von industrieller Massentierhaltung zu begrenzen.

"Wir dürfen nicht nur nach Paris blicken, sondern müssen selbst hier in Thüringen unsere Verantwortung für den Schutz des Weltklimas wahrnehmen", sagte Hoffmann. "Hier ist die Landespolitik ebenso aufgefordert zu handeln, wie jeder einzelne Bürger im Freistaat."

Für Rückfragen: Dr. Burkhard Vogel, Tel.: 0170 73 19 5 93

2. Dezember 2015

BUND Thüringen: K+S Betrieb in Unterbreizbach produziert salzabwasserfrei - Produktionsstopp nicht gerechtfertigt

Erfurt. Der BUND Thüringen wirft der Unternehmensleitung von K+S falsches Spiel auf Kosten der Belegschaft vor. Für den angekündigten Produktionsstopp am Standort Unterbreizbach gibt es nach Angaben des BUND Thüringen keinen nachvollziehbaren Grund, weil der Betrieb dort seit 2014 salzabwasserfrei produziert.

„Die Ankündigung des Produktionsstopps in Unterbreizbach durch die Unternehmensleitung von K+S ist ausschließlich taktisch motiviert. Damit soll die Thüringer Landesregierung unter Druck gesetzt werden. Dabei gibt es für den Betrieb in Unterbreizbach überhaupt keinen Konflikt zwischen Umweltschutz und Arbeitsplätzen“, sagte Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen.

Nach Angaben von Vogel hat K+S in seinem Antrag auf Laugenversenkung ausführlich dargestellt, dass der Betrieb in Unterbreizbach seit 2014 weder auf die Einleitung von Salzabwässern in die Werra noch auf die Versenkung im Untergrund angewiesen sei.

Teile der Produktionsabwässer in Unterbreizbach würden durch die sog. Kalte Vorzersetzung zu vermarktungsfähigen Produkten weiterverarbeitet. Der Rest werde eingedickt und Unter Tage verwertet. Von der fehlenden Versenkgenehmigung sei die Produktion in Unterbreizbach daher ebenso wenig betroffen wie von schwankenden Wasserständen in der Werra.

Eine klare Absage erteilte der BUND Thüringen an Forderungen von Wirtschaftsminister Tiefensee nach einer Verlängerung der Versenkgenehmigung. 

„Mit seiner Forderung zwei Tage vor dem Auslaufen der Versenkgenehmigung ist Wirtschaftsminister Tiefensee der Taktik von K+S auf den Leim gegangen“, sagte Vogel. „Die Fortsetzung der Verpressung würde die Situation für das Grundwasser nur weiter verschärfen.“

zu den anderen Stellungnahmen

AUS DEN KREISVERBÄNDEN

Kreisverband Ilm-Kreis mit neuem Vorstand

Ende März trafen sich die Mitglieder vom Kreisverband Ilm-Kreis und wählten ihren Vorstand neu.Die neuen Vorstandsmitglieder sind Sybille Streubel, Edith Spanknebel und Matthias Braun.Der Kreisverband Ilm-Kreis ist schon seit längerem aktiv am Umweltschutz beteiligt und will auch in diesem Jahr wieder mit einigen Veranstaltungen für den Naturschutz und die Umwelt kämpfen.
Was genau geplant ist, soll auf dem nächsten Treffen des Kreisverbandes besprochen werden. Dieses ist am 11.4. um 19 Uhr im Mehrgenerationenhaus Ilmenau, Wetzlarer Platz.
Außerdem ist für den 19.6. mit Beginn auf dem Marktplatz in Arnstadt eine Radtour mit dem ADFC zum Naturerlebnishof Hausen geplant. Die Aktion steht unter dem Motto "Mobil ohne Auto"

Vorstand des Ilmkreis: Edith Spanknebel, Matthias Braun, Sybille Streubel (v.l.n.r)

Kreisverband Weimar wieder aktiviert

Für eine längere Periode war der Kreisverband Weimar inaktiv. Doch am 01.12.2015 folgten mehrere Mitglieder aus Weimer und Umgebung bem Ruf unserer in Weimar wohnenden Mitarbeiterin Ruth Bouska und reaktivierten den Kreisverband. Noch frisch im Aufbau lädt der Kreisverband ein, gerne Kontakt mit den Vorstandsmitgliedern aufzunehmen und Ideen und Vorschläge anzubringen. Die Sitzungen des Vorstands finden öffentlich statt und alle Aktiven sind herzlich willkommen und dürfen und sollen ihre Stimme mit einbringen. Die Sitzungsergebnisse werden über eine Verteilerliste an Interessenten bekannt gegeben. 

Der Vorstand

  • Vereinsvorsitzende: 
    Ruth Bouska
  • Stellvertreterin:
    Marion Roza
  • Schatzmeister:
    Thomas Oertel
  • Beisitzerinnen: 
    Ulrike Richstein 
    Gudrun Püschel
    Cornelia Schiedel

Das nächste Treffen des Vorstandes ist für den 02.05. in Weimar um 19:30 in der Wilma, in der Ernst-Thälmann-Straße 67, angesetzt.



BUND-Jahrbuch Bauen und Renovieren 2017

Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Jahresbericht 2015

Unser neuer Jahresbericht steht ab sofort zum Download zur Verfügung!

Der BUND Thüringen ist Teil des Bündnis für ein Thüringen der Demokratie, 
Vielfalt und Mitmenschlichkeit
.

Lesen Sie dazu den Brief unseres Landesvorsitzenden, Ron Hoffmann.

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