4. November 2017

Kleiderkauf mit gutem Gewissen?

Arnstadt. Seit vielen Jahren gibt es die in den Niederlanden gegründete Kampagne für saubere Kleidung (CCC). Inzwischen setzen sich auch viele Organisationen in Deutschland dafür ein, dass soziale Mindeststandards in der Textilindustrie (zum größten Teil in Asien) eingehalten werden. Die großen Modefirmen wie H&M, Primark u.a. profitieren von den geringen Löhnen in den Produktionsländern. Fast Fashion, also eine Unzahl von Kollektionen, die zu niedrigsten Preisen angeboten wird, wächst stetig. Seit dem Jahr 2000 hat sich die Bekleidungsindustrie mehr als verdoppelt! Schnäppchen um jeden Preis, aber der wird woanders teuer bezahlt, im schlimmsten Fall mit dem Tod wie beim Fabrikeinsturz in Rana Plaza/Bangladesh.

Wollen wir weiterhin die Augen verschließen vor den massiven Arbeitsrechtsverletzungen oder wollen wir faire Preise zahlen und Druck auf die großen Modebilliganbietern ausüben, dass auch die Näherinnen gerecht entlohnt werden.

Am 7.12. wird es ab 17.30 Uhr im und um den Laden „Naturliebe“ in Arnstadt, Unterm Markt, eine Informationsveranstaltung zum Thema faire Kleider geben. Als Referentin haben wir Anna Zeitler, Modedesignerin aus Halle und Mitglied bei femnet e.V. eingeladen, die einen Kurzvortrag halten wird und anschließend auch zur Diskussion zur Verfügung steht. Zugleich wird auf Möglichkeiten des fairen und ökologischen Einkaufs in Arnstadt aufmerksam gemacht.

Die Veranstaltung ist eine Kooperation zwischen dem Nachhaltigkeitszentrum Thüringen, dem BUND Ilm-Kreis e.V. und dem Geschäft „Naturliebe“.

4. November 2017

140 Liter Wasser für eine Tasse Kaffee – ist das schlimm?

Arnstadt. Eine Antwort darauf und auf weitere Fragen rund um die Ressource Wasser gibt die Wanderausstellung "Durstige Güter", die am 12. Dezember 2017 um 18 Uhr in der Bibliothek der TU Ilmenau eröffnet wird.

Wir importieren unsere Lebensmittel und andere Konsumgüter aus der ganzen Welt. Dort, wo diese hergestellt werden, benötigen sie Wasser. Zusammen mit ihrem Wasserfußabdruck kommen sie dann zu uns und wir können ihre Entstehungsgeschichte nur noch erahnen.

Die Ausstellung widmet sich eben diesen Geschichten und erzählt sie auf zwölf Stationen. Dabei werden dem Besucher sowohl die grünen, grauen und blauen Wassertropfen vorgestellt als auch unterschiedliche Länder, aus denen die importierten Produkte stammen. Diese Geschichten geben den Tropfen ökologisches und soziales Gewicht und veranlassen uns, über unser Konsumverhalten nachzudenken.

Am Ende erfährt der Besucher wie er sich im Supermarkt orientieren kann, um seinen Einkaufskorb mit möglichst wenig sogenanntem virtuellem Wasser zu belasten. Doch welche der vielen Produktsiegel helfen weiter?

Das Thema Wasser ist in den Kriterien der Nachhaltigkeitssiegel in unterschiedlichem Maße berücksichtigt. Um die Weiterentwicklung gerade voranzutreiben, haben die Besucher die Möglichkeit, eigene Vorstellungen zu entwickeln und dem Umweltbundesamt weiterzuleiten.
Im Eröffnungsvortrag wird Maik Rudloff von der Universität Koblenz-Landau über das Projekt Wasser 3.0 berichten. In Landau wurde das scheinbar Unmögliche möglich gemacht: einem Team aus Forschern ist es erstmals gelungen, Wasser von Rückständen aus Mikroplastik und von Arzneimitteln zu reinigen.

Weitere Infos finden Sie unter www.durstige-gueter.de
Die Ausstellung wurde vom BUND Ilm-Kreis organisiert und findet in Kooperation mit der Bibliothek der TU Ilmenau statt.

19. Juni 2016

KV Ilm-Kreis: BUND und ADFC waren mobil ohne Auto!

Am Sonntag mal das Auto stehen lassen und sich mit dem Fahrrad auf Spurensuche begeben, das war das Anliegen der Aktion "Mobil ohne Auto" (MoA), die BUND und ADFC im Ilm-Kreis gemeinsam organisierten.

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3. Mai 2016

Pressemitteilung: Englischer Rasen kontra Blumenwiese – Aufruf zur Artenvielfalt

Wussten Sie, dass auf einem Quadratmeter Blumenwiese bis zu 3.000 Einzelpflanzen und 60 Pflanzenarten stehen? Und wussten Sie, dass etwa 1.500 Insekten- und Spinnentiere darauf wertvollen Lebensraum finden? Der Artenvielfalt auf dieser Wiese steht die Artenarmut unserer Rasenflächen gegenüber, die höchstens ein Dutzend Gräser beheimaten. Schmetterlinge merken das sofort. Während blütenreiche Naturgärten von zehn bis dreißig Arten besucht werden, sind es in Gärten mit wenigen fremdländischen Pflanzen gerade mal drei.

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Jahresbericht 2016

Unser neuer Jahresbericht steht ab sofort zum Download zur Verfügung!

BUND-Jahrbuch Bauen und Renovieren 2017

Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Der BUND Thüringen ist Teil des Bündnis für ein Thüringen der Demokratie, 
Vielfalt und Mitmenschlichkeit
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Lesen Sie dazu den Brief unseres Landesvorsitzenden, Ron Hoffmann.

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