22. März 2017

BUND Thüringen fordert Landesregierung auf, ihre Ziele aus dem Koalitionsvertrag zügig umzusetzen – Nutzungsfreistellung von 2.500 ha im Possenwald muss jetzt erfolgen


Erfurt/ Sondershausen. Anlässlich des gestrigen Diskussionsforums der Thüringer Allgemeine zur Zukunft des Possenwaldes bei Sondershausen richtet sich der BUND Thüringen mit eine klaren Forderung an die Landesregierung: Diese muss zu ihren selbstgesteckten Zielen aus dem Koalitionsvertrag stehen und diese zügig umsetzen. Aus Sicht des Umweltverbandes ist die Nutzungsfreistellung von 2.500 ha im Possenwald dringlicher denn je, wenn Thüringen seiner internationalen Verantwortung für den Schutz der europäischen Rotbuchenwälder und deren biologischer Vielfalt gerecht werden will.

„Wir fordern, dass die Landesregierung mit einem 2.500 ha großen Wildnisgebiet am Possen nicht nur ihre selbst gesteckten Ziele aus dem Koalitionsvertrag umsetzt. Sie muss durch ein entsprechend großes Urwaldgebiet auch ihrer internationalen Verpflichtungen zum Schutz der europäischen Rotbuchenwälder gerecht werden. Hier gibt es keinen Verhandlungsspielraum“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen zum Fazit der gestrigen Veranstaltung in Sondershausen.

Laut dem Umweltverband sind aktuell in Deutschland nur noch 0,5% der Wälder ohne forstliche Nutzung. Die rot-rot-grüne Landesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, mindestens 5 Prozent des Waldes in Thüringen  in Wildnisgebiete umzuwandeln und damit einen Beitrag zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt zu leisten. „Jetzt muss sich die Landesregierung frei von widerstrebenden Interessen machen und sich ihrer Verpflichtung gegenüber dem Gemeinwohl bewusst werden“, fordert Vogel.

Im Koalitionsvertrag ist neben der ausdrücklichen Erwähnung des Possenwaldes als Fläche zur Nutzungsfreistellung explizit von großflächigen Waldwildnisgebieten die Rede. Und das nicht ohne Grund, weiß Vogel: „Nur in großflächig zusammenhängenden, nutzungsfreien Waldflächen kann die Vielfalt der Waldarten dauerhaft gesichert werden. Viele Tier- und Pflanzenarten sind auf Naturwälder angewiesen, in denen alle Waldentwicklungsstadien repräsentiert sind und Bäume alt werden dürfen.“

Von einem „Urwald“ vor den Toren der Stadt Sondershausen profitiert aus Sicht von Vogel nicht nur die Natur: „Eine breite Unterstützung von Bürgerschaft, Kommunal- und Landespolitikern fordert im Possenwald schon seit Jahren ein Gebiet, in dem sich Wildnis ohne Eingriffe des Menschen entwickeln kann und ungestörte Waldkreisläufe erlebbar werden. Unsere gemeinsame Petition wurde mit 2.575 Unterstützern die erfolgreichste in der Geschichte der Petitionsplattform des Thüringer Landtages. Jetzt ist die Thüringer Landesregierung am Zug, die Forderung aus der Region zu erhören und ihre selbstgesteckten Ziele aus dem Koalitionsvertrag zügig umzusetzen.“

Pressekontakt: Stefanie Haupt,  BUND Thüringen, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0361 – 555 03 -14, Fax: -19, Mobil: 0170 73 19 59 3, stefanie.haupt@bund.net
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17. März 2017

Abenteuer Faltertage im Frühling – BUND ruft zur Rettung von Schmetterlingen auf

Foto: Frank Henkel

Erfurt. Der BUND Thüringen ruft Kommunen, Naturfreunde und Gartenbesitzer auf, sich im Rahmen der Aktion „Abenteuer Faltertage" für den Schutz von Schmetterlingen einzusetzen. Die bunten Falter sind wohl die beliebtesten Vertreter der Insekten und bringen nicht nur Farbe in die Landschaft. Ihr zahlreiches Vorkommen ist auch ein Zeichen für eine intakte Umwelt. Ein Beitrag zu ihrem Schutz kann von jedem Einzelnen geleistet werden.

„Das stille Sterben der Insekten macht auch vor Schmetterlingen nicht halt. Laut Roter Liste sind inzwischen zwei Drittel der Tag- und die Hälfte der Nachtfalterarten in Deutschland gefährdet“, sagte der BUND-Schmetterlingsexperte Magnus Wessel. „Die Hauptursachen für die Gefährdung der Schmetterlinge liegen in der industriellen Landwirtschaft. Der Anbau von Monokulturen zerstört ihren Lebensraum, Pestizide vernichten ihre Nahrungsgrundlage.“

In öffentlichen Parkanlagen und privaten Gärten gebe es viele Möglichkeiten, Tag- und Nachtfaltern das Überleben zu erleichtern, so der BUND-Experte. „Schmetterlingen fehlen oftmals ihre bevorzugten Futterpflanzen. Parks und Gärten werden zu Schmetterlings-Überlebensinseln, wenn man heimische falterfreundliche Blumen pflanzt und auf Pestizide verzichtet", sagte Wessel.

Der BUND-Experte gibt auch Tipps zur Pflege des eigenen Gartens: „Zu empfehlen ist das Stehenlassen von Brennnesseln, die gerne von Schmetterlingsraupen gefressen werden. Ein nicht perfekt aufgeräumter Garten ist der beste Artenschutz. Aber auch mit dem Einkauf von Biolebensmitteln kann jeder einen echten Beitrag zum Schmetterlingsschutz leisten“, so Wessel weiter. Aktuelle Studien des Leibnitz-Zentrums für Agrarlandschaftsforschung zeigten, dass im biologischen Landbau mehr Wildkräuter auf den Feldern wüchsen, die die Schmetterlingsvielfalt unterstützten.

Für engagierte Naturschützer stellt der BUND „Schmetterlingsretter-Pakete“ zur Verfügung. Neben Informationen zum Schmetterlingsschutz und einer Bestimmungshilfe für Schmetterlingsarten enthalten sie eine Mischung schmetterlingsfreundlicher Blumensamen.


Mehr Informationen zu Schmetterlingen und zum Schutz von Schmetterlingen finden Sie im Internet unter:

www.bund.net/schmetterlinge


Pressebilder unter: https://www.bund.net/service/presse/pressebilder/aktionen/

15. März 2017

Studie der Deutschen Energie-Agentur (DENA) bestärkt Zweifel an den aktuellen Plänen für den Stromnetzausbau – BUND Thüringen warnt vor einer energiepolitischer Sackgasse

Erfurt. Eine neue Studie der Deutschen Energie-Agentur (DENA) bestärkt die Zweifel des BUND Thüringen an den aktuellen Plänen für den Ausbau der Stromnetze. Würden vorhandene Speichertechnologien flexibel genutzt, könnte mindestens auf den Ausbau der regionalen Verteilnetze zum großen Teil verzichtet werden. Die Trassenplanung der Firma TenneT für die neuen Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ) in Thüringen sollte auch auf dieser Grundlage auf den Prüfstand gestellt werden. Der BUND Thüringen sieht im aktuell geplanten Netzausbau eine „energiepolitische Sackgasse“ und fordert die Politik auf, sich für eine dezentrale Energiewende einzusetzen.

„Wir benötigen keine neuen HGÜ-Leitungen mit einer Länge von 600 bis 800 Kilometern. Wir brauchen eine Modernisierung der vorhandenen Verteilernetze, lokal und regional. Die Übertragungsnetze sollten an erster Stelle dem Austausch von Erzeugung und Verbrauch auf regionaler und überregionaler Ebene dienen, ohne den Stromhandel weiter auszudehnen, wie es die Planungen der Bundesnetzagentur für die HGÜs vorsehen. Dazu bietet laut der aktuellen Studie der DENA auch der Ausbau der vorhandenen Speichertechnologien großes Potenzial. Von der aktuellen Planung der Firma TenneT profitiert weder die Energiewende in Thüringen, noch in anderen Bundesländern“, kritisiert Robert Bednarsky, Vorstandsmitglied des BUND Thüringen.

Die Planungsunterlagen der Firma TenneT, die der Öffentlichkeit aktuell vorgestellt werden, präsentieren eine Vielzahl untersuchter Trassenverläufe – mit einer Vorzugstrasse – und vielen offenen Optionen von Alternativtrassen. TenneT plant auf dieser Grundlage die Anträge auf Bundesfachplanung bei der Bundesnetzagentur zu stellen. Die Bundesfachplanung soll dann 2018 konkrete Trassen finden, die dann nach den Plänen der TenneT im Jahr 2020 konkretisiert werden sollen.

„Welchem Zweck sollen die neuen Stromtrassen quer durch Deutschland dienen? Einem großen Stromhandel quer durch Europa, mit Atom- und Kohlestrom? Aber definitiv nicht der Energiewende“, so Bednarsky. „Wir gehen davon aus, dass die Planungen so nicht umgesetzt werden. Die Kosten sind zu hoch. Dezentrale Konzepte bieten allein aus wirtschaftlicher Sicht bessere Optionen, ganz abgesehen von Vorteilen für Mensch und Natur. Die Energiewende in Deutschland erfordert regionale Strukturen und Speichertechnologien. Jetzt ist die Politik gefordert, die vielbeschworene Energiewende neu zu durchdenken“, so Bednarsky weiter.

Bedenken meldet Hoffmann auch hinsichtlich der geplanten Trassenverläufe selbst an: „Vor allem die Querung von Hainich, Rhön und dem künftigen Nationalen Naturmonument Grünes Band ist für uns nicht hinnehmbar. Die geplanten Erdkabel erwärmen nachweislich den Untergrund und nehmen so Einfluss auf die sensiblen Lebensräume und deren Flora und Fauna.“

Ansprechpartner:
Robert Bednarsky, BUND Landesgeschäftsstelle,
Trommsdorffstraße 5, 99084 Erfurt,
Fon: 0171/56 25 919
Mail: bednarsky@posteo.de


14. März 2017

BUND Thüringen stellt klare Forderungen an die Einrichtung neuer Waldwildnisgebiete – Nutzungsfreistellung von 2.500 ha im Possenwald muss jetzt zügig erfolgen

Erfurt. Anlässlich des forstpolitischen Kolloquiums zum Thema „Nutzungsfreie Wälder in Thüringen“ stellt der BUND Thüringen seine Forderung an die Thüringer Landesregierung klar. Die Nutzungsfreistellung der verbleibenden knapp 7.000 ha Wald muss laut Koalitionsvertrag zügig umgesetzt werden. Hier kommen für den Umweltverband nur große zusammenhängende Waldflächen in Betracht, wie auch der Possenwald bei Sondershausen. Dort muss laut BUND Thüringen zeitnah die Ausweisung als Waldwildnisgebiet erfolgen.

„Wir freuen uns, dass Ministerin Keller mit dem forstpolitischen Kolloquium endlich den Weg frei macht, für das ‚Wie‘ der Schaffung weiterer Waldwildnisgebiete in Thüringen“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Aber die Nutzungsfreistellung muss in großflächigen Waldgebieten erfolgen, da sich nur dort die Natur langfristig von menschlichen Eingriffen erholen kann. Ebenso muss der dauerhafte Schutz der ‚Urwälder‘ gewährleistet sein.“
Von den im Koalitionsvertrag festgelegten 25.000 ha zur Nutzungsfreistellung wurde durch den aktuellen Bestand an Nationalparks und Biosphärenreservaten bereits mehr als die Hälfte umgesetzt. Auch zur verbleibenden Fläche kamen bereits Vorschläge von ThüringenForst. Deshalb versteht Vogel die Aufregung nicht: „Wir reden nur noch über knapp 7.000 ha. Das ist aus forstwirtschaftlicher Sicht eine zu vernachlässigende Fläche, die weder national, noch international zu einer Versorgungslücke führen wird.“
Auch das Argument, man könnte Waldwildnisgebiete nicht betreten, kann Vogel entkräften: „Das Beispiel des Nationalparks Hainich zeigt eindrucksvoll, welchen touristischen Stellenwert ein ‚Urwald‘ für eine Region haben kann. Pro Jahr kommen hier mehr als 150.000 Besucher, die das Waldgebiet selbstständig erkunden. Waldwildnisgebiete regen also eher zum Erwandern an, als dies zu untersagen.“

Aus Sicht des BUND Thüringen bietet sich vor allem der Possenwald bei Sondershausen auf einer Fläche von 2.500 ha als Waldwildnisgebiet an. Aus ökologischer Sicht könne er als ‚Urwald von morgen‘ maßgeblich zum weltweiten Erhalt der Rotbuchenwälder und ihrer biologischen Vielfalt beitragen. Und aus gesellschaftlicher Sicht böte die breite Unterstützung der Bevölkerung die Grundlage für eine nachhaltige touristische Entwicklung der Region.

Vogel: “Die Reaktion auf unsere gemeinsame Petition stärkt den Menschen aus der Region den Rücken. Mit 2.575 Unterstützern war sie die erfolgreichste in der Geschichte der Petitionsplattform des Thüringer Landtages. Jetzt muss die Politik die Forderung aus der Bevölkerung endlich erhören und das Waldwildnisgebiet im Possenwald zügig in die Tat umsetzen.“

BUND Thüringen stellt klare Forderungen an die Einrichtung neuer Waldwildnisgebiete – Nutzungsfreistellung von 2.500 ha im Possenwald muss jetzt zügig erfolgen

Pressekontakt: Stefanie Haupt,  BUND Thüringen, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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14. März 2017

„Die Erde braucht Freunde“ – auch in Jena – Der BUND informiert und wirbt für sich und seine Projekte vom 13. bis 17. März 2017 in der Jenaer Innenstadt

Jena. Vom Montag, den 13. März, bis einschließlich Freitag, den 17. März, wird ein Team des Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) in der Jenaer Innenstadt mit den Bürgern das Gespräch über umweltpolitische Themen der Region suchen und über den gemeinnützigen Verein und seine Projekte informieren. 

Stefan Jakobs, Vorsitzender des Kreisverbandes Jena: „Wir wollen den Bürgerinnen und Bürgern die Chance geben, die Arbeit des BUND in der Region kennen zu lernen. Dazu gehört neben Aufklärungsarbeit zum Thema regionale Lebensmittelproduktion auch der Einsatz für den Erhalt des gesetzlich geschützten Biotops ‚Camsdorfer Brücke‘, regelmäßige Exkursionen in bedeutsame Naturräume und unsere alljährliche Familienradtour.“

Besonders freut sich der BUND Jena über Menschen – ganz gleich ob jung oder alt – die sich ehrenamtlich engagieren wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche unsere umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen. „Der BUND ist ein Mitgliederverband“, so Jakobs. „Je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für Umwelt und Natur. Das Team vor Ort ist direkt vom BUND und informiert Sie gerne über die bestehenden Möglichkeiten zur Mithilfe. Wir freuen uns auf Sie!“

Alle Bürger, die in dieser Woche nicht direkt mit dem Team des BUND ins Gespräch kommen können, haben jederzeit die Möglichkeit, schnell und unkompliziert Kontakt über die Landesgeschäftsstelle in Erfurt aufzunehmen.

Pressekontakt: Stefanie Haupt,  BUND Thüringen, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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13. März 2017

BUND Thüringen begrüßt Ausweisungsverfahren für Naturschutzgebiet Winkelberg in Rüdigsdorfer Schweiz – Biosphärenreservat Südharz muss zügig folgen

Erfurt/Nordhausen. Der BUND Thüringen begrüßt den Start der Öffentlichkeitsbeteiligung für ein eigenes Naturschutzgebiet „Winkelberg“ über 19,9 Hektar in der Rüdigsdorfer Schweiz. Damit werde ein wichtiger Schritt zum Schutz eines Kerngebietes des Südharzer Gipskarst realisiert. Gleichzeitig fordert der Verband eine Ausweisung der gesamten Südharzer Gipskarstlandschaft als Biosphärenreservat, um eine dauerhaft nachhaltige Entwicklung der Region zu gewährleisten.
„Mit der Ausweisung als Naturschutzgebiet wird den Plänen der Casea GmbH dauerhaft ein Riegel vorgeschoben“, sagte Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen. „Seit unserer Gründung in 1990 kämpfen wir gemeinsam mit den Bürgern in der Region um das Herz der Südharzer Gipskarstlandschaft. Deshalb freuen wir uns umso mehr, dass das Umweltministerium jetzt endlich das Verfahren zur Ausweisung des Winkelbergs als Naturschutzgebiet umsetzt und damit ein Naturparadies der Extraklasse vor dem Raubbau durch die Gipsindustrie rettet.“
Die Rüdigsdorfer Schweiz nimmt als letztes zusammenhängendes Gipskarstgebiet eine Sonderstellung ein. Im Gegensatz zu allen anderen Karstgebieten im Südharz, die durch großflächige Gipssteinbrüche zerstückelt sind, bildet die Rüdigsdorfer Schweiz eine noch intakte landschaftliche Einheit. Das Gebiet beherbergt einen immensen Reichtum an gefährdeten Tier- und Pflanzenarten. Der Winkelberg bildet mit Trockenrasen, Streuobstwiesen, Magerwiesen sowie Birken- und Eichenwälder das Herzstück innerhalb der Rüdigsdorfer Schweiz und der gesamten Gipskarstlandschaft. Der Gipsabbau würde diese Naturschätze unwiederbringlich zerstören.
„Die Ausweisung des Winkelbergs als Naturschutzgebiet ist für uns ein Schritt in die richtige Richtung, doch der Weg ist noch lange nicht zu Ende“, so Hoffmann. „Jetzt müssen weitere Schutzgebiete folgen, wie z.B. im „Hasenwinkel“ bei Ellrich und im „Bromberg“ bei Woffleben. Nachhaltig kann die Südharzer Gipskarstlandschaft zudem nur als großflächiges Biosphärenreservat geschützt werden. Dieser einzigartige Schatz der Natur darf nicht den Wirtschaftsinteressen einzelner Gips-Unternehmen zum Opfer fallen, sondern muss auch für nachfolgende Generationen gesichert werden.“

Pressekontakt: Stefanie Haupt,  BUND Thüringen, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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1. März 2017

Mehr als 2.500 Menschen fordern mehr Waldwildnisgebiete in Thüringen – Im Possenwald müssen jetzt 2.500 ha zügig „Urwald von morgen“ werden

Berlin/ Erfurt/ Frankfurt/ Jena/ Sondershausen. Mehr als 2.500 Menschen haben  in den vergangenen sechs Wochen eine Petition der Naturschutzorganisationen BUND, NABU, WWF und ZGF, sowie der Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ mitgezeichnet und ein deutliches Zeichen für mehr Waldwildnis gesetzt. Damit wurden mehr Stimmen erzielt als je zuvor auf der Petitionsplattform des Thüringer Landtages. Die Initiatoren fordern jetzt von der Landesregierung, insbesondere vom Thüringer Ministerpräsidenten, eine zügige Umsetzung, der im Koalitionsvertrag zugesagten Nutzungsfreistellung im Possenwald bei Sondershausen.
„Mehr als 2.500 Menschen aus ganz Deutschland haben mit Ihrer Unterschrift ein Zeichen für mehr Waldwildnis in Thüringen gesetzt und stärken der Region Sondershausen den Rücken“, so Ron Hoffmann, Vorsitzender des BUND Thüringen. „Jetzt ist der Thüringer Ministerpräsident gefordert, die Entscheidung zur Nutzungsfreistellung endlich formal zu besiegeln. Mit einer solch überzeugenden Forderung nach mehr Waldwildnis in Thüringen ist die Zeit des Abwägens längst vorüber.“
„Der Mehrheit der Bevölkerung gefällt Natur umso besser, je wilder sie ist“ fasst Manuel Schweiger, Wildnisreferent der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt das Ergebnis der Petition zusammen, das sich so mit der aktuellen Naturbewusstseinsstudie des Bundesumweltministeriums (BMUB) deckt.
Der vom WWF Deutschland geplante „Thüringer Urwaldpfad“ soll die Waldwildnisgebiete in Thüringen erlebbar machen. Er verbindet wichtige „Urwälder von morgen“ in bedeutenden Landschaften Thüringens miteinander. Das Waldwildnisgebiet im Possen soll ein wichtiger Bestandteil des Urwaldpfades werden“, erklärt Albert Wotke vom WWF.
„Doch auch die Natur selbst braucht mehr Waldwildnis“, so Martin Schmidt, stellvertretender Vorsitzender des NABU Thüringen. „Langfristig können sich hier wieder natürliche und vor allem auch alte Waldstadien entwickeln, die die Lebensgrundlage für Arten wie den Waldkauz bilden. Der Vogel des Jahres 2017 leidet bisher unter akuter Wohnungsnot, da seine Höhlen in Altbäumen immer wieder der Kettensäge zum Opfer fallen. Damit soll jetzt Schluss sein.“
Die Initiatoren der Petition, die vier Naturschutzorganisationen BUND, NABU, WWF und ZGF, sowie die Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ fordern die Landesregierung auf, in Anlehnung an den Koalitionsvertrag 5% des Thüringer Waldes noch in dieser Legislaturperiode aus der Nutzung zu nehmen. Die große Unterstützung in der Bevölkerung verleiht der Forderung nach mehr Waldwildnis eine Dringlichkeit, derer sich die Landesregierung nun zügig stellen muss.

Ansprechpartner:
BUND Thüringen, Trommsdorffstrasse 5 | 99084 Erfurt | Dr. Burkhard Vogel, Tel. 0361/5550312, burkhard.vogel@bund.net
NABU Thüringen, Leutra 15 | 07751 Jena | Martin Schmidt, Tel. 0162/6248670, netmars@gmx.de
WWF Deutschland, Reinhardtstraße 18 | 10117 Berlin | Albert Wotke, Tel. 0151/1885454868, albert.wotke@wwf.de
ZGF Frankfurt, Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt | Manuel Schweiger, 069/94344633, schweiger@zgf.de

27. Februar 2017

Presseinformation des BUND Erfurt: Der BUND Erfurt begrüßt sein 1000stes Mitglied

Erfurt. Sarah Schnabel und Kevin Schwabe wurden am Samstag als 1000stes und 1001stes Mitglied im BUND-Stadtverband Erfurt begrüßt. Mit einem Blumenstrauß sowie  Gutscheinen für den Besuch des BUND-Wildkatzendorfes in Hütschenroda und aller Kulturveranstaltungen auf der LAGUNE nahm der Vorsitzende Robert Bednarsky die neuen Mitstreiter in den Stadtverband Erfurt auf.

„Der Natur- und Umweltschutz liegt mir sehr am Herzen“, so Sarah Schnabel. „Deshalb bin ich im BUND Stadtverband Erfurt genau richtig.“ Robert Bednarsky ließ es sich nicht nehmen, dass 1000ste und 1001ste Mitglied persönlich zu begrüßen: „Der BUND Erfurt führt viele Projekte zum Mitmachen durch. Besonders freuen wir uns über Menschen – ganz gleich ob jung oder alt – die sich ehrenamtlich engagieren wollen und natürlich über neue Mitglieder, welche unsere umweltpolitische und gemeinnützige Arbeit mit ihrer Stimme und einem frei zu wählenden finanziellen Beitrag unterstützen.“

Der BUND Erfurt betreut nicht nur eine eigene Streuobstwiese sowie die LAGUNE (Lokale AktionsGruppe Urbanes Natur Erleben) in der Werner-Uhlworm-Straße, sondern setzt sich auch auf politischer Ebene für den Erhalt der Natur in Erfurt ein. Schwerpunkte seiner Arbeit bilden neben der Rettung von Baumbestandsflächen auch der Anlage neuer Stadtnatur, auch die Bürgerbeteiligung zu verschiedenen Bauvorhaben. Aktuell ist der Stadtverband beim Kampf gegen die Massentierhaltung, hier konkret die Verhinderung der Hühnermastanlage in Erfurt Schwerborn, aktiv.

Bei all seinem Engagement ist der BUND vor allem auf eines angewiesen: Unterstützung. Bednarsky: „Der BUND ist ein Mitgliederverband: Je stärker unsere Gemeinschaft ist, desto mehr erreichen wir natürlich für die Umwelt und Natur, auch hier in der Stadt Erfurt.“

Unsere Kontaktdaten:
Robert Bednarsky
BUND Landesgeschäftsstelle
Trommsdorffstraße 5
99084 Erfurt
Fon: 0361 - 555 03 45; Mobil: 0171/56 25 919; Fax: 0361 - 555 03 19
Mail: bund.erfurt@bund.net
Internet: www.bund-thueringen.de

14. Februar 2017

BUND reicht Klage gegen Hühnermastanlage Schwerborn ein und fordert sofortigen Baustopp

Erfurt. Der BUND Thüringen hat beim Verwaltungsgericht Weimar Klage gegen die Hühnermastanlage Schwerborn eingereicht. Jetzt fordert der BUND die Stadt Erfurt auf, die Bauarbeiten an der Hühnermastanlage sofort zu stoppen. Grundlage dafür ist die vom Verwaltungsgericht Weimar erlassene Verfügung, als Ergebnis des Eil-Rechtsantrags des BUND.

„Wir haben Klage erhoben, weil wir industrielle Massentierhaltung ablehnen“, so Robert Bednarsky, Landesvorstand des BUND. „Hier sollen in Zukunft bis zu 320.000 Hühner pro Jahr in Intensivmast gezüchtet werden, zusammengepfercht auf engstem Raum, ohne Zugang zu natürlichem Substrat und Tageslicht. Die Haltungsbedingungen für die Tiere sind für uns nicht vertretbar, ebenso die Auswirkungen der Anlage auf die Umwelt.“ Bedenken gibt es seitens der Kläger auch bei Bestimmungen zum Tierschutz: „Der Betreiber der Hühnermastanlage konnte bisher nicht nachweisen, dass er die Tiere bei einem Brand vor den Flammen retten kann.“

Zudem sind aus der Errichtung der Mastanlage erhebliche Auswirkungen auf das nahegelegene Wohngebiet zu erwarten. Klaus Hafermann, Sprecher der Bürgerinitiative „Schwerborn kämpft“: „Wir befürchten eine zusätzliche Belastung durch Keime, Gerüche und Bioaerosole sowie eine Verunreinigung unseres Grundwassers. Schwerborn verfügt über kein komplettes Abwassersystem. So kann das mit Keimen belastete Niederschlags- oder Oberflächenwasser der Mastanlage ungeklärt über das Grundwasser direkt in die Erfurter Seen gelangen. Eine wasserrechtliche Erlaubnis liegt bisher nicht vor.“

Der BUND Thüringen setzt sich seit Frühjahr 2015 gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Schwerborn kämpft“ gegen den geplanten Bau einer Hühnermastanlage in Erfurt Schwerborn ein. Im Juni 2016 hat die Stadt Erfurt den Widerspruch des BUND Thüringen gegen die Mastanlage abgelehnt und dem Investor eine Baugenehmigung mit Sofortvollzug erteilt. Daraufhin hat der Investor mit dem Bau der Bau der Mastfabrik begonnen. Dem will der BUND Thüringen nun mit der Baustoppklage einen rechtlichen Riegel vorschieben.

Ansprechpartner für die Presse:
Robert Bednarsky, Vorstandsmitglied BUND Thüringen und Vorsitzender des Stadtverbandes Erfurt, Mobil: 01715625919, Mail: bednarsky@posteo.de
Klaus Hafermann, Sprecher der Bürgerinitiative "Schwerborn Kämpft", info@schwerborn-kaempft.de

13. Februar 2017

Große Unterstützung für mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen – Bereits mehr als 1.500 Menschen unterstützen die Petition bisher

Berlin/ Erfurt/ Frankfurt/ Jena/ Sondershausen. Bereits mehr als 1.500 Menschen haben die Petition „Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen“ auf der Petitionsplattform des Thüringer Landtages zur Halbzeit unterzeichnet. Die Petition kann noch bis Ende Februar unterzeichnet werden. Alle Bürger*innen sind aufgefordert, der Wildnis im Wald auch weiterhin ihre Stimme zu geben.
„Die großartige Unterstützung bringt die Sehnsucht der Menschen nach mehr Waldwildnis zum Ausdruck. Wir freuen uns, dass Bürger*innen aus ganz Deutschland der Region Sondershausen mit ihrer Stimme den Rücken stärken, damit dort ein ‚Urwald‘ vor den Toren der Stadt entstehen kann“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen.
Die Initiatoren der Petition, die vier Naturschutzorganisationen BUND, NABU, WWF und ZGF sowie die Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ fordern die Landesregierung auf, in Anlehnung an den Koalitionsvertrag 5% des Thüringer Waldes noch in dieser Legislaturperiode aus der Nutzung zu nehmen. Laut der Verbände spiegelt sich in der großen Unterstützung das Bedürfnis der Menschen wieder, unberührte Wälder vor ihrer Haustür zu entdecken. Nach Angaben der Verbände sind Wälder wertvolle „Schatzkammern der Artenvielfalt“, die auch in Zukunft geschützt werden müssen.
„Für uns stehen Waldwildnis und Forstwirtschaft nicht im Widerspruch“, so Martin Schmidt, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU Thüringen. „Aber wir fordern angemessen Räume für beide Nutzungsvarianten.“
Die Verbände wollen mit ihrer Petition ein deutliches Zeichen für mehr Waldwildnis, nicht nur in Thüringen, setzen und fordern gerade deshalb alle Bürger*innen dazu auf, die Petition weiter zu zeichnen.

https://petitionen-landtag.thueringen.de/petitions/1170

Ansprechpartner:
BUND Thüringen, Trommsdorffstrasse 5 | 99084 Erfurt | Dr. Burkhard Vogel, Tel. 0361/5550312, burkhard.vogel@bund.net
NABU Thüringen, Leutra 15 | 07751 Jena | Martin Schmidt, Tel. 0162/6248670, netmars@gmx.de
WWF Deutschland, Reinhardtstraße 18 | 10117 Berlin | Albert Wotke, Tel. 0151/1885454868, albert.wotke@wwf.de
ZGF Frankfurt, Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt | Manuel Schweiger, 069/94344633, schweiger@zgf.de

6. Februar 2017

Dezentral-regionale Energiekonzepte statt zentralistischer Netzplanung – BUND und Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen SuedLink starten Offensive gegen überdimensionierten Stromnetzausbau

Erfurt/ Fulda. Die Landesverbände des BUND in Niedersachsen, Hessen, Thüringen und Bayern haben gemeinsam mit dem Bundesverband der Bürgerinitiativen gegen SuedLink (BBgS) eine gemeinsame Vereinbarung gegen die geplanten HGÜ-Leitungen unterzeichnet. Ihre Forderung: Dezentral-regionale Energiekonzepte müssen die zentralistische Netzplanung ersetzen. Vor allem die Querung der wertvollen Lebensräume wie die des Hainichs, der Rhön und des künftigen Nationalen Naturmonuments Grünes Band sind aus Sicht der BUND-Landesverbände nicht hinnehmbar.

„Ein weiterer Ausbau des zentralistisch geplanten Stromnetzes ist ein Schritt in die falsche Richtung. Wir fordern eine Energiewende auf Basis einer bürger- und umweltfreundlichen Energiepolitik. Mit regionalen Energiekonzepten und dezentraler Stromerzeugung sind bereits sinnvolle Alternativen vorhanden. Diese gilt es jetzt umzusetzen“, so Robert Bednarsky, Vorstandsmitglied des BUND Thüringen. Nach Einschätzung des Verbandes hat der bisherige Protest gegen Freileitungen bewirkt, dass bei einigen Leitungen die Erdverkabelung nun gesetzlichen Vorrang hat. Aber auch Erdkabel haben erhebliche Auswirkungen auf Natur, Boden, Wald und Grundwasser. Dies trifft aus Sicht des BUND vor allem auf die Querung von Hainich, Rhön und dem künftigen Nationalen Naturmonument Grünes Band zu. Dort sind besonders schützenswerte Lebensräume und ihre Artenvielfalt akut bedroht.

„Ob als Erdkabel oder Freileitung, SuedLink und die anderen geplanten HGÜ-Verbindungen sind Ergebnisse eines überdimensionierten Stromnetzausbaus, der dem Weiterbetrieb konventioneller Kraftwerke und dem transeuropäischen Stromhandel geschuldet ist“, erläuterte Dr. Werner Neumann, Bundessprecher des Arbeitskreises Energie beim BUND. „Energieeffizienz und Sektorenkopplung, Speichertechnologien wie Power-to-Gas, oder KWK-Anlagen, sind nur einige Stichworte für eine umweltschonende und verantwortungsvolle Energiepolitik.“Morgen wird der BUND Thüringen bei einer gemeinsamen Veranstaltung der Kreisverbände Bad Langensalza, Eisenach und Schmalkalenden-Meiningen den aktuellen Status quo der Stromautobahn SüdLink vorstellen sowie Möglichkeiten des Widerstandes gegen die neue Trasse erörtern.


Datum:                      Dienstag, 07.02.17
Uhrzeit:                     19.00 Uhr
Ort:                           Umwelt- und Naturschutzzentrum Bad Langensalza e.V.
                                  Burggasse 10/11a
                                  99947 Bad Langensalza

Ansprechpartner für die Presse:
Robert Bednarsky
Ingenieur für Energietechnik
Landesvorstandsmitglied und Sprecher des Landesarbeitskreis Energie
Mobil: 01715625919
bednarsky@posteo.de

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31. Januar 2017

BUND: Der Widerstand gegen Massentierhaltung beginnt vor Ort –Dreierbündnis will Bau der Hühnermastanlage in Schwerborn einen rechtlichen Riegel vorschieben

Erfurt. Der BUND Thüringen und sein Stadtverband Erfurt setzen sich seit Frühjahr 2015 gemeinsam mit der Bürgerinitiative „Schwerborn kämpft“ und dem bündnisgrünen Kreisverband sowie der bündnisgrünen Stadtratsfraktion, gegen den geplanten Bau einer Hühnermastanlage in Erfurt Schwerborn ein. Hier sollen in Zukunft  bis zu 320.000  Hühner in Intensivmast gezüchtet werden. Der BUND reichte im Juni 2016 ein Widerspruchsverfahren gegen die bereits erteilte Baugenehmigung mit Sofortvollzug für den Investor ein. Nachdem dieser den Förderbescheid zum  Ende 2016 erhielt, begann er dennoch mit dem Bau dieser Massentierhaltungsanlage. Daraufhin reichten der BUND     in enger Abstimmung mit  „Schwerborn kämpft“ jetzt eine  sog. „Baustoppklage“ im Eilrechtsantrag ein, um dem Bau der Mastanlage noch vor der Entscheidung im Hauptsacheverfahren zügig einen Riegel vorzuschieben.

„Wir sehen bereits in der Genehmigung der Mastanlage Verstöße gegen §35 BGB. Diese haben uns gemeinsam mit der Bürgerinitiative veranlasst, ein Widerspruchsverfahren ein-zuleiten. Da der Bauherr trotz des laufenden Verfahrens mit dem Bau der Hähnchenmastanlage begonnen hat, wollen wir nun eine ‚Baustoppklage‘ im Eilrechtsantrag gegen den Sofortvollzug im Genehmigungsbescheid einreichen. So soll der Mastanlage in Schwerborn vor der Entscheidung im Widerspruchsverfahren  ein rechtlicher Riegel vorgeschoben werden. Das Landesverwaltungsamt soll sein Urteil ohne vom Bauherrn geschaffene Bautatsachen fällen dürfen“, so Robert Bednarsky, Landesvorstand des BUND Thüringen.

Der Klageweg ist zeit-und kostenaufwendig. Mit einer großzügigen Geldspende unter-stützen sowohl der bündnisgrüne Landtagsabgeordnete, Roberto Kobelt (MdL), als auch der Kreisverband Erfurt die Bürgerinitiative bei ihrem rechtlichen Engagement: „Wir setzen uns auf Landesebene, ebenso wie der BUND, dafür ein, Förderkriterien für Tier-haltungsanlagen zu verändern und Investitionen für Massentierhaltungsanlagen zu streichen bzw. nur noch artgerechte Tierhaltungen zu fördern . Die Hähnchenmastanlage in Schwerborn könnte sich an dieser Stelle zu einem Präzedenzfall entwickeln.“

Für den Sprecher der Bürgerinitiative „Schwerborn kämpft“, Klaus Hafermann, sprechen jedoch auch weitere Argumente gegen die Errichtung der Mastanlage in kurzer Entfernung zum Wohngebiet: „Wir wollen keine zusätzlichen Belastungen durch Keime, Gerüche und Bioaerosole hinnehmen. Außerdem steht die Sauberkeit unseres Grundwassers auf dem Spiel.“ Schwerborn verfügt über kein komplettes Abwassersystem. So könnte das mit Keimen belastete  Niederschlags- oder Oberflächenwasser der Mastanlage ungeklärt über das Grundwasser direkt in die Erfurter Seen gelangen.

Ansprechpartner für die Presse:
Robert Bednarsky, Vorstandsmitglied BUND Thüringen und Vorsitzender des
Stadtverbandes Erfurt, Mobil: 01715625919, Mail: bednarsky@posteo.de
Christian Herrmann, Geschäftsführer Bündnis 90/Die Grünen Kreisverband Erfurt,
Tel.: 0361/2169 7171, info@gruenestadterfurt.de
Klaus Hafermann, Sprecher der Bürgerinitiative "Schwerborn Kämpft", info@schwerborn-kaempft.de

26. Januar 2017

Neue Tümpel für den Froschkönig – BUND Thüringen hilft Laubfrosch und Geburtshelferkröte auf die Sprünge

Lausnitz. Neue „Tümpel für den Froschkönig“: Mit der ersten Maßnahme ging das landesweite Projekt des BUND Thüringen zur Förderung der Lebensräume von Laubfrosch und Geburtshelferkröte heute in die nächste Runde. In Lausnitz wurde ein stark verwilderter Teich durch das Entfernen der Schlammschicht und die Abdichtung des Dammes  wieder “froschtauglich“ hergerichtet. Bis zum Ende des Projektes im Sommer 2019 werden in vier Projektregionen über 40 Tümpel und Teiche saniert und 18 Gewässer neu angelegt.

„Die Vorkommen von Laubfrosch und Geburtshelferkröte gehen in Thüringen schon seit Jahren dramatisch zurück. Deshalb ist schnelles Handeln erforderlich“,  so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. Zu den größten Gefahren für den Laubfrosch gehören die Gewässerzerstörung, Intensivierung der Gewässernutzung und der Verlust von Landlebensräumen. Durch die Sanierung und Neuanlage von Gewässern wollen wir dem Laubfrosch deshalb neue Trittsteine und Rückzugsmöglichkeiten schaffen, wo er im Moment keine mehr findet.“  

Bis Ende Februar werden auch in der Nähe der Ebelebener Teiche im Kyffhäuserkreis zwei weitere Lebensräume saniert. Zudem wird im Rahmen des Projektes in Trusetal im Westlichen Thüringer Wald auf einem ehemaligen Haldengelände ein neuer Teich für die Geburtshelferkröte angelegt. Vogel: „Die Geburtshelferkröte hat dort ihre Verbreitungsgrenze und ist dringend auf eine Verbesserung ihrer Lebensbedingungen angewiesen. Wir sind sehr froh, dass genügend Eigentümer bereit sind, ihre Flächen uneigennützig für den Schutz den praktischen Naturschutz zur Verfügung zu stellen.“ 

Bereits von Mai 2013 bis April 2015 hat der BUND Thüringen ein erstes Projekt für den Laubfrosch in Thüringen erfolgreich durchgeführt. Es konnten sechs Teiche entschlammt, fünf Gewässer neu angelegt und mit Unterstützung von Freiwilligen 20 Gewässer freigeschnitten werden.

Hintergrund:
Der Laubfrosch (Hylia arborea) steht als gefährdete Art auf der Roten Liste der bedrohten Arten Deutschlands und als sogenannte Anhang IV –Art unter dem Schutz der europäischen Naturschutzgesetze.  Das Projekt „Tümpel für den Laubfrosch“ wird von der Europäischen Union und dem Freistaat Thüringen über das Programm „Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL)“ gefördert. Die Fördermittel werden von der Thüringer Aufbaubank gewährt.

Pressekontakt: Stefanie Haupt,  BUND Thüringen, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0361 – 555 03 -14, Fax: -19, Mobil: 0170 73 19 59 3, stefanie.haupt@bund.net

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25. Januar 2017

Großplakat fordert Europapolitiker Jakob von Weizsäcker zum Widerstand gegen CETA auf – BUND: Freihandelsabkommen mit Kanada gefährdet unsere Umwelt- und Sozialstandards

Erfurt. In ganz Europa fordert ein breites Bündnis ziviler und politischer Organisationen zum Widerstand gegen das Handelsabkommen CETA zwischen EU und Kanada auf. In Erfurt hat sich der BUND Thüringen dem Bündnis „Erfurt TTIP-frei“ angeschlossen, um gemeinsam gegen die Freihandelsabkommen CETA und TTIP vorzugehen. Auf einem Großplakate in unmittelbarer Nähe seines Wahlkreisbüros, wird seit Anfang der Woche an den Europa-abgeordneten Jakob von Weizsäcker (SPD) appelliert, Mitte Februar im Europäischen Parlament gegen CETA zu stimmen. Aus Sicht des BUND ist das Freihandelsabkommen in dieser Form nicht tragbar.

“CETA wird die Macht der Konzerne stärken und gefährdet Umwelt- und Sozialstandards”, so Robert Bednarsky, Vorstandsmitglied des BUND Thüringen. „Der BUND lehnt das Freihandelsabkommen ab, da es u.a. ökologische Standards, z.B. bei der Gentechnikfreiheit gefährdet und die kommunalen Dienstleistungen der Daseinsvorsorge für Bürgerinnen und Bürger unter Privatisierungsdruck setzt.“ Vom 13. bis 16. Februar wird das Europaparlament über das Freihandelsabkommen mit Kanada abstimmen. Dann könnte CETA vorläufig in Kraft treten. “Allerdings mit scharfen Auflagen”, erklärt Maria Wahle, attac Erfurt, mit Bezug auf das von 120.000 Bürger*innen und Organisationen angestrengte Urteil durch das Bundesverfassungsgericht. „So dürfen die Regelungen zu privaten Schiedsgerichten, die im Falle von Klagen der Konzerne gegen die Staaten in Kraft treten sollen, derzeit nicht zur Anwendung kommen.”

Robert Bednarsky: „Aktuell wird das Bild erzeugt, das Handelsabkommen mit Kanada sei längst unterzeichnet, das entspricht allerdings nicht den Fakten.“ Jetzt bedarf der CETA-Vertrag noch der Zustimmung von Bundestag und Bundesrat und in allen anderen 28 Parlamenten der EU-Mitgliedstaaten. „Deshalb sind wir auf Unterstützung in Politik und Bevölkerung angewiesen.“  Seit Monaten gehen Menschen in allen Ländern der EU und auch bei uns in Deutschland auf die Straße. Vorläufiger Höhepunkt waren die Demonstrationen gegen die Handelsabkommen TTIP und CETA am 19. September 2016, bei der in sieben Städten über 300.000 Teilnehmer*innen  parallel ihre Stimme erhoben. „Für uns ist der Widerstand an dieser Stelle noch nicht beendet. Wir haben auch jetzt noch eine reale Chance, das Freihandelsabkommen CETA zu verhindern“, so Maria Wahle.

Hintergrundinformation:
Das offene Bündnis „Erfurt TTIP-frei“ setzt sich zusammen aus den zivilen Organisationen Attac-, BUND-, DGB-, TransitionTown-, Occupy-, VCD- und Mehr Demokratie-Ortsgruppen sowie den politischen Parteien Piraten, DIE LINKE und Bündnis 90/DIE GRÜNEN. Das Bündnis organisiert seit 2014 als Teil der Europäischen Bürgerinitiative gegen TTIP & CETA an Informations- sowie Demonstrationsveranstaltungen und sammelt Unterschriften. Die aktuelle Plakataktion findet zudem in Kooperation mit Campact statt. Campact ist eine Bürgerbewegung, mit der 1,8 Millionen Menschen für progressive Politik streitet.

https://petitionen-landtag.thueringen.de/petitions/1170

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19. Januar 2017

Petition: Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen und Deutschland - Naturschutzorganisationen fordern Waldwildnis auf 2.500 Hektar im Possen

Berlin/ Erfurt/ Frankfurt/ Jena/ Sondershausen. Die Naturschutzorganisationen BUND Thüringen, NABU Thüringen, WWF Deutschland und Zoologische Gesellschaft Frankfurt haben gemeinsam mit der Bürgerinitiative „ProKyffhäuserwald“ eine Online-Petition im Thüringer Landtag eingereicht. Darin wird die Landesregierung aufgefordert, entsprechend dem Koalitionsvertrag mindestens 5% des Waldes in Thüringen noch in der laufenden Legislaturperiode dauerhaft aus der forstwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen. Im Possen bei Sondershausen setzt sich eine ganze Region für einen Buchenurwald von morgen ein. In den nächsten sechs Wochen sind die Bürger aufgerufen, sich zahlreich an der Online-Petition zu beteiligen.

Im Possenwald fordern nicht nur die vier internationalen Naturschutzorganisationen gemeinsam ein Waldwildnisgebiet auf 2.500 Hektar. Sie werden von einer breiten und parteiübergreifenden Allianz aus Bürgerschaft, Kommunal- und Landespolitikern unterstützt. Auch wirtschaftliche Leistungsträger in der Region fordern das Waldschutzgebiet im Possen. Der Verzicht auf die forstliche Nutzung wird als Motor für die touristische Entwicklung der Region gesehen. Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen: „Mit dem Possen bietet sich ein Gebiet an, welches hervorragend als ‚Urwald von morgen‘ geeignet ist und eine beispiellose Unterstützung aus der Region erhält. Wir brauchen mehr großflächige Waldwildnis in Thüringen, um unserer internationalen Verantwortung für die Erhaltung der heimischen Rotbuchenwälder und ihrer biologischen Vielfalt gerecht zu werden.“

Die rot-rot-grüne Landesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, mindestens 5 Prozent des Waldes in Thüringen aus der forstwirtschaftlichen Nutzung zu nehmen und damit einen Beitrag zur Nationalen Strategie zur biologischen Vielfalt zu leisten. Die Verantwortung Deutschlands ist aus Sicht von Manuel Schweiger, Wildnisreferent der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt, ein wichtiges Argument für den zügigen Verzicht auf eine weitere forstliche Bewirtschaftung: „Deutschland gehört in Europa, aber auch weltweit zu den Schlusslichtern, was die Bewahrung von Waldwildnis angeht. Nur wenn wir eine Vorbildfunktion einnehmen, können wir diesen Schutzgedanken auch von wirtschaftlich deutlich schwächeren Ländern in Afrika, Südamerika oder auch in Osteuropa erwarten.“

Ohne Waldwildnis fehlt ein entscheidender Baustein zur Erhaltung der biologischen Vielfalt. „Viele Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen sind auf eine vom Menschen unbeeinflusste, natürliche Waldentwicklung angewiesen, in der alle Waldstadien repräsentiert sind. So entstehen wichtige Lebens- und Rückzugsräume“, erläutert Martin Schmidt, stellvertretender Landesvorsitzender des NABU Thüringen.

„Als ‚Urwald von morgen‘ wird sich der Possen zukünftig in eine Perlenkette von Urwäldern einreihen, welche vom Schwarzatal, über das Vessertal, den Nationalpark Hainich bis zur Hohen Schrecke reichen“, ergänzt Albert Wotke vom WWF. „Von einer ruhenden Motorsäge im Possenwald profitieren also nicht nur Tiere und Natur, sondern auch der Tourismus im Kyffhäuserkreis“.

Die breite Unterstützung von Bürgerschaft, Kommunal- und Landespolitikern gibt den Naturschutzorganisationen Recht. Schon seit vielen Jahren gibt es eine örtliche Bürgerinitiative "ProKyffhäuserwald", die sich für eine Wildnisfläche am Possen einsetzt und hierzu bereits mehrere tausend Unterschriften gesammelt hat. Sprecher Dirk Trute: „Wir fordern schon lange einen Urwald vor den Toren unserer Stadt Sondershausen, in dem sich Wildnis ohne Eingriffe des Menschen entwickeln kann und ungestörte Waldkreisläufe erlebbar werden.“

Die Naturschutzverbände rufen alle Bürger*innen dazu auf, der Natur ihre Stimme zu geben und die Petition für „Mehr Waldwildnis als Chance für Thüringen“ zu zeichnen!

https://petitionen-landtag.thueringen.de/petitions/1170

Ansprechpartner:
BUND Thüringen, Trommsdorffstrasse 5 | 99084 Erfurt | Dr. Burkhard Vogel, Tel. 0361/5550312, burkhard.vogel@bund.net
NABU Thüringen, Leutra 15 | 07751 Jena | Martin Schmidt, Tel. 0162/6248670, netmars@gmx.de
WWF Deutschland, Reinhardtstraße 18 | 10117 Berlin | Albert Wotke, Tel. 0151/1885454868, albert.wotke@wwf.de
ZGF Frankfurt, Bernhard-Grzimek-Allee 1 | 60316 Frankfurt | Manuel Schweiger, 069/94344633, schweiger@zgf.de

5. Januar 2017

BUND fordert: „Agrarkonzerne: Finger weg von unserem Essen!“ - Thüringen fährt mit eigenem Bus zur „Wir haben es satt!“-Demo in Berlin

Erfurt. Am 21. Januar geht der BUND auf der „Wir haben Agrarindustrie satt!“-Demonstration in Berlin erneut für die Agrarwende in Deutschland auf die Straße. Zu der bundesweiten Demonstration, die 2017 zum siebten Mal stattfindet, wird von mehr als 45 Organisationen aufgerufen. Die Forderungen sind klar: Bauernhöfe statt Agrarfabriken, gesundes Essen für alle und Demokratie statt Konzernmacht. Aus Erfurt bietet der BUND Thüringen in diesem Jahr eine gemeinsame Anreise mit einem Reisebus an.

Parallel zur „Grünen Woche“ soll auch 2017 erneut ein Zeichen für zukunftsverträgliche Landwirtschaft gesetzt werden. Im Fokus der Demonstration steht in diesem Jahr das Höfesterben, das unverändert dramatische Dimensionen hat. Ron Hoffmann, Landes-vorsitzender des BUND Thüringen: „Wir haben es satt! Die Produktion von Fleisch konzentriert sich auf immer weniger Betriebe, die dafür überproportional wachsen und mit Ihnen die Anzahl gehaltener Tiere. Dieser Trend hin zu ‚Megamastanlagen‘ muss endlich ein Ende haben! Deshalb gehen wir auch 2017 gemeinsam in Berlin auf die Straße! Wir rufen alle Menschen auf, die keine Lust mehr auf Agrarfabriken haben auf, sich uns anzuschließen!“

Das Besondere in diesem Jahr: „Wir haben 2017 die Chance, zum Auftakt des Wahljahres deutlich zu machen, dass die nächste Bundesregierung die Agrarwende konsequent umsetzen muss. Nur so können wir im Jahr der Bundestagswahl die Agrarwende zu einem zentralen politischen Thema machen“, so Hoffmann.

Um seinen Forderungen eine möglichst laute Stimme zu verleihen, organisiert der BUND Thüringen einen Bus von Bad Langensalza über Erfurt, Jena und Weißenfels nach Berlin. Der Bus fährt um 06:00 Uhr am ZOB am Bahnhof in Bad Langensalza ab und sammelt weitere Fahrgäste um 07:00 am Busbahnhof Bussteig 7 am Hauptbahnhof Erfurt ein. Um 07:50 Uhr startet der Bus in Jena am Bahnhof Jena-Göschwitz und trifft 08:45 Uhr an der Promenade 19 am ZOB Weißenfels ein. Die Kosten belaufen sich auf: 22 Euro (BUND-Mitglieder 20 Euro) pro Person für die Hin- und Rückfahrt.

Das Platzangebot ist begrenzt, zu einer schnellen Reservierung wird daher geraten.

Informationen und Reservierung beim BUND Thüringen, 0361-5550310 bund.thueringen@bund.net oder www.bund-thueringen.de.

Pressekontakt BUND Thüringen: Stefanie Haupt,  BUND Thüringen, Referentin Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 0361 – 555 03 -14, Fax: -19, Mobil: 0170 73 19 59 3, stefanie.haupt@bund.net

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BUND-Jahrbuch Bauen und Renovieren 2017

Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Jahresbericht 2015

Unser neuer Jahresbericht steht ab sofort zum Download zur Verfügung!

Der BUND Thüringen ist Teil des Bündnis für ein Thüringen der Demokratie, 
Vielfalt und Mitmenschlichkeit
.

Lesen Sie dazu den Brief unseres Landesvorsitzenden, Ron Hoffmann.

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