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Die Wanstschrecke benötigt spät gemähte Wiesen, daher ist sie selten geworden

Willi Wanstschrecke will ins Grüne Band

Lange Zeit hielt man die Wanstschrecke in Thüringen für ausgestorben, bis man sie im Grünen Band im Grabfeld wiederentdeckte. Das Grüne Band ist ein Refugium für viele Arten wie die Wanstschrecke, deren Lebensräume durch Straßen zerschnitten oder durch intensive Nutzung zu stark verändert sind. Hier gibt es auch im Juli noch lange Grashalme, auf die "Willi" klettern kann, um "Wanda" anzulocken und in diesem Streifen aus Grasland, Brachen und Feuchtwiesen kann sich die Wanstschrecke ungestört fortbewegen.


Artenschutzprojekt "Willi Wanstschrecke"

Unter diesem Motto hat der BUND Thüringen 2004 ein Artenschutzprojekt am Grünen Band bei Römhild im Südthüringer Grabfeld ins Leben gerufen. Um das Aussterben dieser Art zu verhindern, sollen die verinselten Lebensräume gesichert und vernetzt werden. Zu diesem Zweck wurde mit Unterstützung des Freistaates Thüringen und vieler Spender eine knapp 10 ha große Ackerfläche zwischen Grünem Band und Pfersbach erworben und stillgelegt.
2005 und 2006 wurden Bestände und potentielle neue Lebensräume der Wanstschrecke kartiert, um in Zusammenarbeit mit Naturschutzbehörden, Landschaftspflegeverbänden und Landwirten für diese Art ein Verbundsystem aufzubauen, das auch von anderen Tierarten genutzt werden kann. Schüler der Regelschule Römhild beteiligen sich regelmäßig an Bestandserfassung und Biotoppflege.

Eine Infotafel am Grünen Band zwischen Mendhausen (Thür) und Rothausen (Bay) informiert über das Grüne Band und Willi Wanstschrecke.

Das Projekt wurde gefördert von der Naturstiftung David, der GlücksSpirale Bayern und der Aktion Mensch.

Kontakt: karin.kowol@bund.net

Willi und Wanda im Grünen Band


Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com
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Jahresbericht 2010

Hier können Sie den Jahresbericht 2010 des BUND Thüringen herunterladen!

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