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Waldnaturschutz im Einklang mit Regionalentwicklung

Am 23. und 24.Oktober 2003 fand in der "Hohen Schrecke" eine Konferenz zur naturgemäßen Bewirtschaftung von Buchenwäldern statt. Naturschützer, Gemeindevertreter, Wissenschaftler und Regionalentwicklern diskutierten zwei Tage lang, welche Standards für eine naturgemäße Buchenwaldbewirtschaftung gelten sollten.

Dass das Thema nicht im leeren Raum stand, dafür sorgte schon der Anlass der Konferenz: Das europaweit einzigartige Buchenwaldgebiet "Hohe Schrecke". Hier soll nach Vorstellungen von BUND und Anliegergemeinden naturgemäße Waldwirtschaft in die Realität umgesetzt werden.

Zum Abschluss der Konferenz verabschiedeten die Teilnehmer eine Resolution zum Erhalt der "Hohen Schrecke".

Wir möchten uns bei der Stiftung Naturschutz Thüringen und der Deutschen Naturschutz Akademie für die Förderung der Konferenz bedanken.

Eine Exkursion am 23.10. stimmte die Teilnehmer auf die Vorträge ein.


 

Von Hagen Kluttig, vom Bundesamt für Naturschutz wurden die Ergebnisse der Studie zur Naturschutzstandards in Buchenwäldern vorgestellt.
Daraus resultierende Forderungen waren:

1. Keine Kahlschläge oder
Großschirmschläge.

2. Mehr als 30m³/ha Totholz im Wald belassen.

3. Ewigkeitsbäume erhalten, die nicht
geschlagen werden.

4. Ein Mosaik aus unterschiedlich alten
Waldflächen zu etablieren.

5. Keine standortfremden Baumarten
pflanzen.


Auszüge vom Vortrag:

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Dr. Ralf Straussberger von Bund Naturschutz Bayern hob den Artenreichtum der "Hohen Schrecke" hervor.
Zentrale Aussage war, dass der eigentliche Wert des Gebiets nicht der Holzvorrat, sondern die einzigartige ökologische Bedeutung der Hohen Schrecke ist. Ursache dafür ist die über 50jährige weitgehende Nutzungsfreiheit. So findet man typische Arten alter reicher Wälder wie Wildkatze, Mittelspecht und Fransenfledermaus, die andernorts schon nicht mehr existieren können, immernoch in der Hohen Schrecke. Wie lange noch?



Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com
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