Im Norden Thüringens bei Heldrungen umschließt das malerische Unstruttal ein langgestreckter Höhenzug: die "Hohe Schrecke". Auf einer Gesamtfläche von 5723 ha wurde dieses für Mitteleuropa einzigartige Buchenwaldareal auf Buntsandstein als euröpäisches Naturerbe (FFH-Gebiet) ausgewiesen. Jahrzehntelang war es das Übungsgebiet der osteuropäische Armee. Erholungssuchende hatten hier keinen Zugang. Obschon dadurch nahezu in Vergessenheit geraten, ist die "Hohe Schrecke" seit Beginn der 90iger Jahre nun wieder betretbar.
Der Erholungssuchende kann in den weitläufigen Wälder noch alte Buchenriesen von über 200 Jahren mit Baumhöhlen und daneben bemooste, mit Pilzen überwachsene Stämme finden. In solch alten Wäldern fühlen sich nicht nur Wildkatze, Schwarzstorch und Hirschkäfer wohl, sondern auch ein gutes Dutzend Fledermaus- und mehr als 600 Pilzarten. Im Frühling locken die lichten Laubwälder mit einer wahren Blütenpracht, die sich in den angrenzenden Streuobstwiesen und Obstalleen mit Kirsch- und Apfelbäumen fortsetzt. Die enge Verzahnung von Wald, extensiv genutzten Wiesen und alten Obstbaumbeständen stellt einen besonderen Reiz der "Hohen Schrecke" dar.
Nach langem Ringen um den Erhalt dieses Kleinods im Norden Thüringens konnte die Naturstiftung David des BUND 2009 das Naturschutzgroßprojekt "Hohe Schrecke - Alter Wald mit Zukunft" beginnen. Ziel ist es, etwa 8000 Hektar Waldfläche dauerhaft zu schützen und durch einen Mix aus naturnaher Waldwirtschaft und Nullnutzung ein artenreiches Refugium weiter zu entwickeln.
Infos zum Projekt Hohe Schrecke finden Sie auf der Webseite der Naturstiftung David.