BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Alternativen zum Gipsabbau

Die Landschaftszerstörung durch Gipsabbau ist nicht notwendig, denn es gibt eine Alternative zum Naturgips. Nach der Wiedervereinigung wurden die ostdeutschen Braunkohle- Kraftwerke mit Rauchgas-Entschwefelungsanlagen (REA) ausgerüstet. Durch den hohen Schwefelgehalt der Braunkohle fallen jährlich rund sieben Millionen Tonnen hochreiner Gips an. Dieser ist – mit nur wenigen Ausnahmen - dem Naturgips als Rohstoff für die Weiterverarbeitung zu Baustoffen und Spezialgipsen sogar überlegen. Die REA-Gipsmengen reichten aus, um den derzeitigen Gipsbedarf vollständig zu decken. Doch obwohl die Verarbeitung des anfallenden REA-Gipses bereits gängige Praxis ist, wird das Potenzial dieses „Abfallproduktes“ nicht ausreichend genutzt. Im Gegenteil: Die Kraftwerksbetreiber müssen etwa ein Drittel ihrer REA-Gipsproduktion auf Halde lagern. Für den Südharz hätte die Umstellung auf REA-Gips doppelte Vorteile: Der Naturharz bliebe bewahrt und die Arbeitsplätze in der gipsverarbeitenden Industrie könnten langfristig erhalten werden.

Quelle: http://www.bund-thueringen.de/projekte/rettet_die_gipskarst_landschaft_suedharz/alternativen_zum_gipsabbau/