Einschätzungen zu den Auswirkungen der Trasse laut Bundesverkehrswegeplan:
- Regionale Effekte und die Entlastung der Ortsdurchfahrten sind gering
- Impulse für die Arbeitsplatzentwicklung in der Rhön und eine Wertschöpfung vor Ort werden nicht erwartet.
- Das Umweltrisiko wird durchweg als sehr hoch bezeichnet, mit z.T. unvermeidlichen erheblichen Beeinträchtigungen.
Verfahrensablauf:
- Die Gesamttrasse ist in 3 große Planungsabschnitte unterteilt:
- Meiningen – Kaltensundheim: Planung durch Straßenbauamt Südthüringen
- Kaltensundheim – Tann („Hochrhönquerung“): Planung durch DEGES
- Tann – Fulda: Planung durch Amt für Straßenbau Fulda
- Der Thüringer Teil wird noch einmal in 5 ROV (für jede Ortsumgehung separat) beplant.
Aktueller Stand:
- Im März 2006 Eröffnung des ersten ROV für OU Walldorf.
- ROV Hessen, Hochrhön und 2 weitere OU in Thüringen sollen noch 2006 kommen.
Position des BUND Thüringen:
- Bedarf einer solchen hochleistungsfähigen Verbindung quer durch die Rhön ist nicht gegeben. Stimmige Verkehrsprognosen, die die demografische Entwicklung berücksichtigen, liegen nicht vor. Stattdessen kursieren Zahlen zwischen 10.000 KFZ/24h und 40.000 KFZ/24h.
- Forderung nach Planung für das Gesamtvorhaben, die allein über die Durchführbarkeit befinden und Alternativen aufzeigen könnte.
- Ausweisung als Bundesstraße wird überregionalen Verkehr und Schwerverkehr in die Rhön ziehen (Transitwirkung), der gleichermaßen für Natur und Mensch erhebliche negative Effekte haben wird.
- Nachhaltige Regionalentwicklung (naturnaher Tourismus) ist mit der aktuellen Trassenplanung nicht vereinbar.
- Kosten für den Bau der Trasse stehen in keinem Verhältnis zum erwarteten, volkswirtschaftlichen Nutzen. Dadurch wird das Nachhaltigkeitsprinzip verletzt. (Für das erste ROV ist eine Kostensteigerung gegenüber dem Bundesverkehrswegeplan von 50 bzw. 100 % dokumentiert.)