Ökotipp:

Autofahrt mit Köpfchen spart Sprit und schont die Umwelt


Über 45 Millionen Kraftfahrzeuge rollen über deutsche Straßen und verbrauchen ca. 48 Milliarden Liter Benzin oder Diesel. Diese enorme Spritmenge würde ausreichen um 60.000 Hallenbäder damit zu füllen.

Die Autos gehören zu den größten Umweltverschmutzern und Klimakillern. Der motorisierte Verkehr verursachte bereits im Jahr 1990 in Deutschland rund:

  • 67% des gesamten Stickstoffoxid - Ausstoßes (NOx), der für die Waldschäden verantwortlich ist und auch die Vorläufersubstanz für die Bildung von bodennahem Ozon ist.
  • 57% des gesamten Kohlenwassserstoff- Ausstoßes, die ähnliche Wirkungen aufweisen.
  • ca. 61% der Kohlenmonoxidemissionen (CO),der hinsichtlich seiner Wirkung auf den Menschen bedenklich ist.
  • der Kohlendioxidausstoß (CO2) ist zu 21% beteiligt.

All diese Daten sind natürlich veraltet, da die meisten Autos heutzutage schon über einen geregelten 3-Wege- Katalysator verfügen, der vor allem den Stickstoffemissionen kräftig zu Leibe rückt aber gleichzeitig die Kohlendioxidbelastung erhöht. Aber auch andere Stoffe wie Rußpartikel und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe stellen nach wie vor eine nicht unerhebliche Gefahr da, weil sie krebserzeugend sind.

 

Deshalb beachten Sie bitte beim Autofahren folgende Tipps:

Dieselfahrzeuge sollten beim Neukauf auf jeden Fall einen Rußpartikelfilter haben. Dadurch senken Sie das Krebsrisiko für sich und Ihre Mitmenschen gewaltig.

Wenn Sie sich ein älteres Auto zulegen wollen oder müssen dann achten Sie bitte auf einen geregelten 3-Wege-Katalysator oder rüsten Sie diesen nach. Dies spart vor allem bei der Kfz-Steuer bares Geld.

Achten Sie weiterhin auf einen möglichst geringen Benzinverbrauch: Ein Wagen, der 7 statt 10 Liter verschluckt verbraucht bei 15.000 Jahreskilometern rund 450 Liter Benzin weniger, was bei den heutigen Benzinpreisen hunderte von Euro spart.
Eine defekte Auspuffanlage verursacht eine unnötige Lärmbelästigung und erhöht den Benzinverbrauch.

Sie können den Verbrauch Ihres Autos aber auch durch eine umweltbewußte Fahrweise senken:
Indem Sie auf der Autobahn möglichst nur 120 km/h und auf der Landstraße nicht mehr als die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h fahren. Bei 100 statt 200 Stundenkilometern können Sie rund 20% Sprit einsparen.

Zu wenig Druck auf den Reifen oder ein abgefahrenes Profil bedeuten einen höheren Kraftstoffverbrauch, deshalb sollte beides regelmäßig überprüft und abgefahrene Reifen erneuert werden. Nutzen sie hierzu möglichst runderneuerte Reifen welche die Umwelt und den Geldbeutel schonen.

Kräftige Spritschlucker sind auch Dach- oder Heckgepäckträger: Der erste treibt den Kraftstoffverbrauch schon ohne Ladung um mehr als 25% in die Höhe. Deshalb nutzen sie ihn nur, wenn es unbedingt notwendig ist.

Durch ein zügiges Anfahren wird übrigens weniger Energie verbraucht, da früher in einen passenden Gang geschaltet werden kann. Danach sollte mit möglichst konstanter Geschwindigkeit weitergefahren werden, was auch den Motor schont.

An geschlossenen Bahnübergängen, im Stau (auch Berufsstau) und bei längeren Wartezeiten an Ampelanlagen den Motor nicht laufen lassen.

Viele Autofahrten sind kürzer als 2 km. Der kalte Motor verbraucht hier bis zu 40% mehr Kraftstoff als normal. Deshalb benutzen sie bei solchen kurzen Strecken lieber das Fahrrad oder gehen Sie einfach zu Fuß.

Im Winter sollten Sie erst die Scheiben vom Eis befreien und dann erst starten, nicht umgekehrt! Hier gilt auch gutes Sehen nützt und gutes Sehen schützt. Das frühere Warmlaufenlassen des Motors ist nicht nur überflüssig, sondern auch umweltschädlich und strafbar.

Unnötiges Hupen und lautes Spielen des Radios, besonders bei geöffneten Fenstern, erzeugen unnötigen Lärm. Vermeiden Sie deshalb auch lautes Zuschlagen von Wagentüren, Motorhauben und Kofferraumdeckeln.

Fahrgemeinschaften zum Arbeitsplatz lohnen sich in dreifacher Hinsicht: Sie schonen Auto, Benzinkasse und Umwelt.

Autos sollten öfters gewartet werden (ca. 2x im Jahr oder mehr) denn ein falsch eingestellter Vergaser sorgt z.B. ebenso für einen erhöhten Benzinverbrauch wie verdreckte Zündkerzen oder ein verschmutzter Luftfilter.

Auch ein defekter Auspuff oder Sportauspuff erzeugen die selben Probleme.

Einschlägige Autofahrerverbände können Sie in dieser Hinsicht weiterführend beraten!



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