Alle Jahre wieder: 26. April - Tschernobyl!
Tschernobyl war nicht die erste und nicht die einzige Katastrophe in der friedlichen Nutzung der Atomenergie. Es gab vorher Harrisburg und Windscale-Sellafield. Und es gab und gibt die vielen kleinen Katastrophen im Normalbetrieb von Obrigheim, Saint Laurent, Browns Ferry, Schwetschenko, Greifswald, Lucens, Brunsbüttel, Biblis, Temelin und anderen Atomkraftwerken.
Eins ist allerdings seit Tschernobyl anders geworden. Wir wissen nun: Die Risiken der Atomenergie treffen uns alle unmittelbar und für lange Zeit.
Strom ist eine teure, hochveredelte Energieform, die zwar bequem und vielseitig einsetzbar ist, jedoch unter Inkaufnahme von hohen Energieverlusten hergestellt und verteilt wird. Nur knapp ein Drittel der in den Wärmekraftwerken eingesetzten Primärenergie erreicht in Form von elektrischer Energie den Verbraucher; über zwei Drittel gehen bei der Kraftwerkskühlung als Wärmemüll und durch Leitungsverluste verloren und belasten die Umwelt. Mit Strom muß also ganz besonders haushälterisch umgegangen werden. Dies gilt sowohl für den privaten Haushalt als auch für Geschäftshäuser, Läden, Betriebe, Behörden und Universitäten.
Unser Tipp:
Wenden Sie deshalb überall dort keine elektrische Energie an, wo es nicht nötig ist: bei der Raumheizung beispielsweise bedeutet Einsparung keinen Komfortverzicht. Doch leichtfertiger Umgang mit Energie, der häufig auf Unwissenheit beruht, sollte unter allen Umständen vermieden werden. informieren Sie sich !
Weiterführende Literatur/Quellen:
BUNDfakten: Tschernobyl-und die Folgen;
Bestelladresse: Im Rheingarten 7, 53225 Bonn 3
BUNDfakten: Radioaktive Niedrigstrahlung; Bestelladresse: s. o.
BUNDfakten: Energie besser nutzen statt atomares Restrisiko;
Bestelladresse: s.o.
Bürgerinformation Marburg 25/1988.
Stromsparen im Haushalt.
Bestelladresse: Universitätsstadt Marburg, Umweltamt, Barfüsserstr. 50, 35037 Marburg
Energiesparkommission der Philipps-Universität:
Aufruf zum Energiesparen am Arbeitsplatz Uni; Bestelladresse:
Präsident der Philipps-Universität, Energiesparkommission, Biegenstr. 10, 35037 Marburg