Ökotipp:

Haarsträubende Tatsachen

"Natürliche Festigung", "seidigen Glanz" und "duftige Fülle" verheißt uns die Werbung für Haarsprays. Offenbar mit Erfolg: jede zweite Frau und jeder 16. Mann benutzen diese chemischen Haarkleber regelmäßig, damit nur ja kein Haar aus der Reihe tanze!

Ins Gerede gekommen sind die Sprays schon vor einiger Zeit wegen ihres Gehalts an Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW's), die als Treibgas zugesetzt werden. Das es auch ohne diese Umweltgifte geht, die den lebenswichtigen Ozonmantel der Erde zerstören, beweisen die Pumpzerstäuber oder Sprays mit ungefährlichen Treibgasen, die den "Blauen Engel" tragen.

Bei Haarsprays jedoch handelt es sich um einen Nebel der ganz besonderen Art. Sie enthalten als Lösemittel Dichlormethan (auch Methylenchlorid genannt), das man bei der Verwendung des Sprays zwangsläufig einatmet. Seit Juli 1986 ist dieses Lösungsmittel in die amtliche Liste der Stoffe "mit begründetem Verdacht auf krebserregendes Potential" aufgenommen. In Tests wurden bis zu 22 Prozent dieses Stoffes in Haarsprays gefunden; erlaubt sind nach der Kosmetikverordnung sogar bis zu 35 Prozent!

Aber damit nicht genug, Kunststoffe geben dem Haar "elastischen Halt" und bringen "Spannkraft" ins Haar. Auch diese Stoffe werden beim Sprühen fein verteilt und gelangen ungehindert in die Atemwege. Bei häufigem Gebrauch führen sie zu chronischen Atemwegserkrankungen. Besonders gefährdet sind Frisörinnen und Frisöre.

Unser Tipp:
- Dieser haarsträubenden Tatsache können Sie nur entgegen treten, indem Sie in Zukunft Haarsprays u. ä. in den Regalen stehen lassen. Jedenfalls solange, bis dichlormethanfreie Sprays eindeutig gekennzeichnet sind.

- Sagen Sie bei Ihrem nächsten Frieurbesuch deutlich, dass Sie kein Haarspray wünschen. Vielleicht dankt es Ihnen Ihr Friseur, denn Sie schonen damit auch seine Gesundheit.



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