Ökotipp:

Waschmaschine gut gefüllt?

Ein sich schon fast täglich wiederholender Vorgang: Die Waschmaschine wird angestellt. Ein gestiegenes Reinlichkeitsbedürfnis führte zu häufigerem Wäschewechsel und damit zu mehr verschmutzter(?!) Wäsche. Wäsche, die gewaschen sein will. Durch die Waschmaschine und bequem zu handhabende Vollwaschmittel hat Omas großer Waschtag an Schrecken verloren - zumindest, was den menschlichen Arbeitsaufwand angeht.

Einen Schrecken kann man aber bekommen, wenn man sich vergegenwärtigt, wie leichtfertig wir mit unserem Trinkwasser und Energie umgehen. Was kann man tun?

Unser Tipp:

  • Schon beim Kauf einer neuen Waschmaschine sollte man sich genau nach dem Energie- und Wasserbedarf der einzelnen Fabrikate erkundigen.
  • Waschmaschine nur gut gefüllt und nur die Mindestmenge an Waschmittel verwenden.
  • Verzicht auf Waschverstärker, Weichspüler und Kochwäsche bei normal verschmutzter Wäsche (Ausnahme Baby- und Krankenwäsche).

 

Mikrowelle - heiße Welle

Viele VerbraucherInnen halten den Mikrowellenherd offensichtlich für unersetzlich. In Imbissbuden und Schnellrestaurants ist er mittlerweile ein Standardgerät. In bundesdeutschen Haushalten scheint er es ebenfalls zu sein. Schließlich liegt man/frau damit ja voll im Trend von Zeitersparnis und Rationalisierung: Schneller leben, schneller wohnen, schneller essen.
Jährlich werden in Deutschland 2 Millionen Geräte gekauft, und die Hersteller streben amerikanische Verhältnisse an. Dort sind 75% der Haushalte Mikrowellen-gerüstet.

Wie funktioniert eigentlich ein Mikrowellenherd? Mikrowellen sind nicht im eigentlichen Sinne "heiße Wellen", sondern elektromagnetische Wellen wie Radiowellen, Licht, Röntgen- oder, radioaktive Strahlen. Ihre Frequenz und Wellenlänge sind so "eingestellt", daß sie die Wassermoleküle in Speisen in Schwingung versetzen. Durch die Reibung der Moleküle aneinander entsteht Wärme, die Speisen werden erhitzt. Und zwar erhitzen sie sich von innen nach außen. Aus diesem Grunde haben sich schon einige Menschen schwere Verbrennungen in Mund und Speiseröhre zugezogen. Gerade bei der Erwärmung von Babynahrung ist diese Eigenschaft der Mikrowelle zu beachten. Während nämlich das Glas oder die Flasche außen noch lauwarm sind, ist der Brei bzw. die Milch innen schon viel zu heiß.

Ein weiterer Nachteil des Mikrowellengerätes wird bei der Zubereitung vielfältiger Gerichte oder größerer Portionen auf unserer Stromrechnung sichtbar. Statt Strom zu sparen, wie es die Hersteller immer wieder versprechen, wird das Gerät bei längerer Betriebsdauer sogar zum "Stromfresser". Zum Garen von Reis und Körnern braucht die Mikrowelle zwar dieselbe Zeit wie der konventionelle Herd, aber 80 % mehr Energie. Von den Vorzügen des "Küchenwunders" ist bei größeren Mengen keine Spur.

 

Blitzende Edelstahlspülen

Nicht nur blitzende Edelstahlspülen, sondern auch funkelnde Armaturen werden häufig als schön empfunden. Es kommt jedoch schnell zur Oxidschichtbildung, wodurch der Edelstahl stumpf wird, und Kalkflecken aus dem Leitungswasser entstehen. So wird oft zu Edelstahlreinigern gegriffen, die reinigen und zudem auch vor Korrosion schützen sollen.

Edelstahlreiniger enthalten aber u.a. Tenside, die im Verdacht stehen, Hautallergien auszulösen. Zudem sind Tenside oft sehr langlebig, d.h. sie können sich in biologischen Systemen anreichern. Sie sind nicht nur für Fische gefährlich, da sie sich in die Kiemen setzten und die Sauerstoffaufnahme verhindern, sondern können sich über den Nahrungskreislauf auch auf den Menschen auswirken. Die außerdem oft in Reinigern enthaltenen Lösungsmittelmittel können zu Hautschäden und die Dämpfe zu Schädigungen der Schleimhaut, Atmungsorgane und des Nervensystems führen.

Produkte, die auch noch Desinfektionsmittel enthalten, kann man im Normalfall ersetzen. Doch dadurch muss nicht auf strahlende Spülen, Wasserhähne, Türklinken usw. verzichtet werden, denn es geht auch umweltfreundlicher und zudem preiswerter.

Tipp:
Wasserhähne aus Chrom, Nickelstahl können ebenso wie Türklinken aus eloxiertem Aluminium oder auch Herdflächen feucht abgewischt und nachpoliert werden. Festere Verschmutzungen können mit dem Schwamm beseitigt werden. Durch Verwendung umweltfreundlicher Scheuermittel, bei deren Wahl wir Ihnen gerne behilflich sind, erreicht man bei Edelstahl und Aluminium oft den selben Reinigungseffekt wie mit Spezialmitteln.

 

Örtchen ohne Chemikalien

Die Toilette und ihre Behausung ist selbstverständlich ein "Örtchen", das aus hygienischen und emotionalen Gründen ein großes Maß an Reinlichkeit verlangt. Das ist natürlich auch den Wasch- und Putzmittelherstellern bekannt. Die Palette entsprechender Produkte ist groß. Auch höchst bedenkliche WC-Beckensteine, die ohne jede Reinigungswirkung sind und lediglich für einen anderen Geruch sorgen, sind darunter. Neben überflüssigen Desinfektionsmitteln (es sei denn, eine Krankheit eines Haushaltsmitglieds erfordert sie), gibt es ein reichhaltiges Angebot an Sanitärreinigern, die das Wasser unterschiedlich stark belasten. Toilettenpapier gibt es strahlend weiß, geblümt oder auch feucht, nicht zu vergessen die stark giftigen, chemischen Rohrreiniger bei Verstopfungen.

Unser Tipp:
Wer einen Beitrag zum Umweltschutz leisten will, beschränkt sich auf ein Scheuerpulver, Essig(-essenz) gegen Kalkablagerungen, Spirale und Saugglocke gegen Verstopfungen, Recycling- Toilettenpapier und eine gute Raumbelüftung.

Ihr "Örtchen" wird nicht minder sauber und Ihr Gewissen bleibt rein !



BUND-Jahrbuch Bauen und Renovieren 2017

Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Jahresbericht 2015

Unser neuer Jahresbericht steht ab sofort zum Download zur Verfügung!

Der BUND Thüringen ist Teil des Bündnis für ein Thüringen der Demokratie, 
Vielfalt und Mitmenschlichkeit
.

Lesen Sie dazu den Brief unseres Landesvorsitzenden, Ron Hoffmann.

Suche