Ökotipp:

Kompost ergibt besten Humus

Die organische, zersetzbare Masse, die das ganze Jahr in Küche und Garten üppig anfällt, braucht nicht als lästiger Abfall in den Mülleimer zu wandern, um die Deponien zu füllen. Da das Material größtenteils sehr wasserreich ist, ist es in Müllverbrennungsanlagen auch nicht gern gesehen. Es handelt sich um wertvollen Rohstoff, den Sie zu bester Gartenerde (Humus) veredeln können.

Tipp:
Produzieren Sie Ihre eigene Blumen- und Gartenerde. Kompostieren sie Küchenabfälle, Kaffeefilter, Eierschalen, Baumschnitt (gehäckselt), Grasschnitt, Laub und Schnittreste von Blumen und Zierpflanzen. Der Komposthaufen soll im Garten einen nicht zu sonnigen Standort haben, er muss ausreichend aber nicht zu feucht und gut durchlüftet sein. Die Durchlüftung gewährleistet die Humusbildung und verhindert übelriechende Fäulnis. Sie erreichen sie am besten durch Einbringen von zerkleinertem Baumschnitt. Im Sommer sollte er einmal umgesetzt werden, dadurch wird er gemischt und belüftet. Sie können den Komposthaufen in Form einer Miete anlegen (1,5 bis 2 Meter breit, 1,5 Meter hoch, beliebig lang) oder in einem kleineren Garten als Kompostlege z.B. mit Brettern oder Maschendraht, der von vier Pfählen gehalten wird. Der Kompost ist im Sommer nach etwa 4 bis 6 Monaten, im Winter nach 6 bis 9 Monaten reif. Weiterhin sind sog. Schnellkomposter zu haben, in denen es möglich ist in nur 6 bis 12 Wochen verwendbaren Humus zu erhalten. Um die Zersetzung günstig zu beeinflussen, können Sie auch noch Mist, Erde und geringe Mengen kohlensauren Kalk beimischen.
Viel Spaß bei der Verwirklichung dieses Tipps, die Regenwürmer und Ihre Blumen werden sich freuen!

 

Die Wurmkiste

Rund 40% unseres Müllaufkommens besteht aus organischen Abfällen, die ja bekanntlich kompostierbar sind, d.h. ein großer Teil des Mülls müsste eigentlich gar nicht teuer deponiert, verbrannt oder anderweitig entsorgt werden. Theoretisch in jedem Haushalt anwendbar ist eine Wurmkiste, für Menschen denen eine Gartenkompostierung nicht möglich ist, eine praktische, interessante und lehrreiche Möglichkeit, Umweltschutz im Kleinen zu verwirklichen.

In einer Wurmkiste können die täglichen Küchenabfälle, wie Obst - und Gemüseschalen, Kaffeefilter, verwelkte Blumen, aber auch Essensreste dem "natürlichen Kreislauf" zugeführt werden. So lässt sich die Abfallmenge eines Haushaltes deutlich verringern und somit die Umwelt etwas schonen.

Für den Bau einer Wurmkiste benötigt man eine mindestens 12mm dicke Grundplatte (40x60cm) mit ca.15 Löchern von 6-7mm Durchmesser. 2 Platten von je 20x60cm und 2 Plattenteile von jeweils 20x37,5cm bilden die Seiten, die dann mit der Bodenplatte einfach zu einer Kiste zusammengeleimt oder genagelt werden. Als Baumaterial eignen sich Spanplatten, Tannenholz u.ä., aber auch andere Behälter, wie Kisten, Wannen, Tonnen, Schachteln usw. können benutzt werden. Man muß nur für ausreichende Belüftung, Drainage und Dunkelheit sorgen. Der Boden der Kiste wird mit sandiger Erde 3cm hoch aufgefüllt, darüber eingeweichtes Zeitungspapier verteilt, dazwischen legt man das "Futter" und setzt die Würmer ein.
Warm (15-25°C), feucht und dunkel sollte es in der Kiste sein, damit sich die Würmer wohlfühlen, die "Abfälle" in gut riechenden Humus umwandeln und sich schließlich vermehren. Für den Anfang reichen 500-1000 Würmer, die man entweder im Komposthaufen in der Nachbarschaft, oder aber beim Wurmzüchter bekommt (Adressenliste erhältlich in BUND-Geschäftsstelle).
Bei Berücksichtigung aller o.g. Aspekte kann man nach ca. 3 Monaten "ernten", d.h. der fertige Wurmhumus kann z.b. als Blumenerde verwendet werden. Etwaiger "Überbestand" an Würmern kann im Garten ausgesetzt werden, oder an Freunde zum Anlegen einer eigenen Wurmkiste weitergegeben werden.

Weiterführende Literatur/Quellen:

KREUTER, MARIE-LUISE:
Der Biogarten; BLV Verlagsgesellschaft, München,1981, S. 51 ff

Nutzmüll e.V., Nernstweg 32-34, 22765 Hamburg, Tel. 040/394371
"Hamburger Wurmbank"

UMWELTBUNDESAMT:
"Die Kompostfibel", Bismarckplatz 1, 10625 Berlin



BUND-Jahrbuch Bauen und Renovieren 2017

Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Jahresbericht 2015

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Der BUND Thüringen ist Teil des Bündnis für ein Thüringen der Demokratie, 
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