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Ökotipp:

Mikrowelle - heiße Welle

Viele VerbraucherInnen halten den Mikrowellenherd offensichtlich für unersetzlich. In Imbißbuden und Schnellrestaurants ist er mittlerweile ein Standartgerät. In bundesdeutschen Haushalten scheint er es ebenfalls zu sein. Schließlich liegt man/frau damit ja voll im Trend von Zeitersparnis und Rationalisierung: Schneller leben, schneller wohnen, schneller essen.
Jährlich werden in der BRD 2 Millionen Geräte gekauft, und die Hersteller streben amerikanische Verhältnisse an. Dort sind 75% der Haushalte Mikrowellen-gerüstet.
Wie funktioniert eigentlich ein Mikrowellenherd? Mikrowellen sind nicht im eigentlichen Sinne "heiße Wellen", sondern elektromagnetische Wellen wie Radiowellen, Licht, Röntgen- oder, radioaktive Strahlen. Ihre Frequenz und Wellenlänge sind so "eingestellt", daß sie die Wassermoleküle in Speisen in Schwingung versetzen. Durch die Reibung der Moleküle aneinander entsteht Wärme, die Speisen werden erhitzt. Und zwar erhitzen sie sich von innen nach außen. Aus diesem Grunde haben sich schon einige Menschen schwere Verbrennungen in Mund und Speiseröhre zugezogen. Gerade bei der Erwärmung von Babynahrung ist diese Eigenschaft der Mikrowelle zu beachten. Während nämlich das Glas oder die Flasche außen noch lauwarm sind, ist der Brei bzw. die Milch innen schon viel zu heiß.
Ein weiterer Nachteil des Mikrowellengerätes wird bei der Zubereitung vielfältiger Gerichte oder größerer Portionen auf unserer Stromrechnung sichtbar. Statt Strom zu sparen, wie es die Hersteller immer wieder versprechen, wird das Gerät bei längerer Betriebsdauer sogar zum "Stromfresser". Zum Garen von Reis und Körnern braucht die Mikrowelle zwar dieselbe Zeit wie der konventionelle Herd, aber 80 % mehr Energie. Von den Vorzügen des "Küchenwunders" ist bei größeren Mengen keine Spur.

Weitere Informationen erhalten Sie unter folgender Adresse:

"öko-Rat von A bis Z",
Horst Speichert

"1000 Tips zum gesunden Wohnen", Wulf-Dietrich Rose




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