Ökotipp:

Biolandtag

Wer kennt noch den Rheinischen Bohnapfel oder die Birnensorte "Gute Luise"? Dorf- und Stadtbewohner, ob in Schleswig-Holstein oder Bayern, kaufen heute in Geschäften, die längst riesigen Supermarktketten gehören. Und die kaufen dort ein,wo es billig ist. Statt der Obstsorten, die sich in Jahrhunderten an die regionalen Bedingungen angepasst haben, werden immer mehr Einheitssorten angeboten. Die Niedrigpreise und das von der Jahreszeit unabhängige Angebot in den Verbraucher"-Märkten haben einen hohen Preis. Die Verbraucher haben für die volkswirtschaftlichen Kosten der umweltschäden aus Produktion und Anwendung von Düngemitteln und Pestiziden als Steuerzahler aufzukommen sowie gesundheitliche Folgen der Lebensmittelrückstände und der schlechten Nahrungsmittelqualität zu tragen.

Unser Tipp:
Kaufen Sie direkt beim Bauern, im Bioladen, auf dem Wochenmarkt, in "Tante Emma Läden", in Metzgereien, Bäckereien und Gemüsegeschäften ein. Langfristig wird sich ein solches Einkaufsverhalten bezahlt machen; vor allem, wenn man auf Produkte achtet, die aus schadstoffarmem Anbau stammen, wie Bioland, Demeter, Naturland.

 

Ostereier und Naturschutz

Wenn die Eier - hübsch bemalt von Kinderhand oder gefärbt von den Eltern - auf den Tellern oder in den Nestern liegen, vergisst man leicht, woher diese Symbole für Fruchtbarkeit und Frühlingsanfang stammen. Tier- und Verbraucherschutzorganisationen rufen immer wieder dazu auf, keine Eier aus der Käfighaltung zu verwenden. Auch aus der Sicht des Umweltschutzes spricht viel dafür, das ganze Jahr über Eier aus Boden- oder Freilandhaltung zu bevorzugen. Alle Formen der Intensivtierhaltung sind nicht nur grausam und einer "Kulturnation" unwürdig, sondern schaffen z.T. enorme Umweltprobleme. Die weitgehende Automatisierung der Ställe und Käfige erfordert einen unglaublich hohen Energieeinsatz. Das Futter stammt häufig aus der dritten Welt oder wird zumindest über große Entfernungen hinweg transportiert - auch dabei wird Energie vergeudet. Da die Tiere nicht artgerecht gehalten werden, sind Krankheiten häufig. Um die "Ausfallrate" zu drücken, werden dem Futter Medikamente (Antibiotika etc.) beigemischt - Guten Appetit!
Doch damit nicht genug: die Ausscheidungen der Tiere sind häufig so mit Rückständen belastet, dass die Verwendung als Mist (oder Gülle) problematisch ist - womit auch noch Entsorgungsprobleme entstehen.

Tipp:
Bevorzugen Sie Eier aus artgerechter Haltung, aber nicht nur zu Ostern ...

Eier sind mit einer Zahlenfolge gekennzeichnet, dabei steht die erste Ziffer für die Haltungsart, danach kommt die Betriebskennziffer.

Die Klassifizierung erfolgt von 0 bis 3:

0: Ökologische Erzeugung1: Freilandhaltung2: Bodenhaltung3: KäfighaltungAlso: Kein Ei mit der 3!



BUND-Jahrbuch Bauen und Renovieren 2017

Direkt zum Online-Antrag, Foto: eyewire / fotolia.com

Jahresbericht 2015

Unser neuer Jahresbericht steht ab sofort zum Download zur Verfügung!

Der BUND Thüringen ist Teil des Bündnis für ein Thüringen der Demokratie, 
Vielfalt und Mitmenschlichkeit
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Lesen Sie dazu den Brief unseres Landesvorsitzenden, Ron Hoffmann.

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