Urlaubsträume in Weiß - Ski Unheil?
Wer würde nicht willig bei Werbeworten wie: "Wedeln nach Weihnachten", "Himmlischer Skispaß von November bis Mai"?
Alljährlich strömen derart verlockt etwa 40 Millionen Wintersportler in die Alpen. Hinzu kommen 60 Millionen Tagesgäste.
Immer mehr Wälder werden für neue Parkplätze, Hotels, Skilifts und Pisten gerodet. Mit schöner Regelmäßigkeit melden die Medien Menschenopfer durch Lawinen, verschüttete Dörfer, infolge zu Tal gerutschter Erdmassen, Überschwemmungen, Schneekanonen, Kunst- schnee, Pistenwalzen und chemische Schneefestiger sorgen unab- hängig vom Wetter für Hochbetrieb. Folglich wird das Frühjahr verkürzt. Pflanzen bleibt nicht genug Zeit für's Wachstum. Der Massentourismus verwandelt Almwiesen in Schotterwüsten. Renatu- rierungsversuche scheitern, weil standortgerechte Arten ausgerottet worden sind, bevor ihre Samen gesammelt werden konnten. Dort, wo das Rotwild noch von Abfahrts- und Langläufern ungestört äst, entstehen Waldschäden durch Wildverbia, weil diese Restflächen zu klein sind.
Tipp:
Wer Frieden mit der Natur will, sollte dem Ski-Massentourismus den Krieg, erklären und lieber bei Gymnastik, Radeln, Schwimmen, Wandern oder Waldlauf Erholung suchen.
Weiterführende Literatur/Quellen:
GRIEßHAMMER: Ökoknigge, S.180-183
NATUR, 1/88, S.36ff
CHANCEN, 12/88, S.72f
Informationsmaterial:
BUNDargumente: Skisport, BUND-Bundesgeschäftsstelle,
Am Köllnischen Park 1
10171 Berlin
Tel. 030- 27 58 64 40
AK Freizeit, Sport und Tourismus, Dr.Helmut Scharf
Bussche Str. 8a
30938 Burgwedel