Nordhausen. Im Zuge der Erneuerung der Brücke über den Karrenbach im Ort Harzungen, plant das Nordthüringer Straßenbauamt auch eine Verbreiterung der Brücke und eine damit verbundene Erhöhung ihrer Belastbarkeit durch den Schwerverkehr.
Diese Planung lehnt der BUND in der vorgelegten Form strikt ab. Viele der Gründe, die eine Verbreiterung erforderlich machen, können vom BUND nicht nachvollzogen werden.
So soll es laut den Planungen zu einer „Infrastrukturverbesserung“ in diesem Bereich kommen, da mit einer Erhöhung der Leistungsfähigkeit der L 1037 dem angeblich erwarteten höheren Verkehrsaufkommen, auch des Schwerlastverkehrs, Rechnung getragen werden soll. Das Gegenteil sollte der Fall sein. Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung wären hier die geeigneteren Instrumente, denn der ganze Verkehr (wiederum Schwerlast) muss auch den Luftkurort Neustadt passieren.
Mit einem „Entgegenkommen“ an den Schwerlastverkehr würde gerade diese, auf touristische Entwicklung ausgerichtete Region, schweren Schaden nehmen!
Die Erhöhung der Brückenbelastbarkeit ist zudem ein wichtiger Faktor für die von der Gipsindustrie favorisierte, sogenannte „Abfahrtsroute A“ des angestrebten Gipsabbaus am Winkelberg. Der BUND ruft daher die Stadt und den Landkreis Nordhausen, die sich mehrfach gegen den Gipsabbau am Winkelberg ausgesprochen haben, auf, hier dringend zu intervenieren. Es darf nicht passieren, das quasi durch die „Hintertür“ dem Abbau des Winkelberges Tür und Tor geöffnet werden.
Eine erneuerte Brücke muss sich lohnen und da stände die Gipsindustrie bereit, mit dem Argument, die Brücke sei nur wirtschaftlich, wenn man am Winkelberg Gipsabbau betreiben könne.
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