29. Januar 2007

Umweltverbände und Bürgerinitiativen gemeinsam gegen die Rhöntrasse

Umweltverbände und Bürgerinitiativen wollen gemeinsam gegen die geplante Rhöntrasse von Fulda nach Meiningen vorgehen. Das ist das Ergebnis einer Zusammenkunft, zu der die Arbeitsgruppe Naturschutz des Landkreises Fulda am vergangenen Wochenende im hessischen Tann eingeladen hatte. Sowohl Vertreter der beiden großen Naturschutzverbände NABU und BUND, als auch der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und der Bürgerinitiativen aus beiden Bundesländern sprachen sich gegen das geplante Straßenbauprojekt aus.

Mit Informationsveranstaltungen in den Dörfern entlang der geplanten Bundesstrasse will man die Bevölkerung auf die anstehenden Raumordnungsverfahren vorbereiten. In diesem ersten Planungsschritt wird erstmals offiziell eine bestimmte Trasse bekannt gegeben. „Meistens wachen die Leute erst dann auf, wenn sie genau wissen, wo die Autos rollen sollen und es wächst der Widerstand.“, lautet die Erfahrung von Thomas Wey, Projektkoordinator beim BUND Thüringen.
Die Umweltverbände und Initiativen wollen bei der Ausarbeitung ihrer Stellungnahmen zu den Planungen eng zusammenarbeiten. Auch die von dem Straßenbauprojekt unmittelbar Betroffenen sollen bei Einwendungen beraten werden.

Bisher habe man versucht, der Bevölkerung eine „normale“ Bundestrasse mit 2 Spuren und einer dritten Spur zum Überholen an Steigungen schmackhaft zu machen, erklärte Wey. Inzwischen sei für die gesamte Strecke von Fulda bis Meiningen mit Ausnahme der Hochrhönquerung ein dreispuriger Ausbau vorgesehen.

Nach Ansicht von Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen lässt man damit so langsam die Katze aus dem Sack: „Nicht die Erschließung der Rhön sondern eine autobahnähnliche Transitstrecke zwischen den Autobahnen A 7 und A 71 ist das Ziel dieses Straßenbauprojektes.“


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