Ein Geschenk für das Grüne Band
Jena, 9.12.2008
Passend zur Adventszeit erhält der BUND Thüringen ein ganz besonderes Weihnachtsgeschenk: Die Jenaer Firma mso jena Mikroschichtoptik GmbH verzichtete zu ihrem 10. Firmenjubiläum im September zugunsten des Projektes „Das Grüne Band“ auf Geschenke. Stattdessen spendeten Gäste und die Firma mso jena insgesamt 1500 € für den Erhalt des einzigartigen Biotopverbundes an der ehemaligen innerdeutschen Grenze.
Auf der heutigen Presseveranstaltung im Grünen Haus in Jena konnte Stefan Jakobs, Geschäftsführer der Firma dem BUND vor der neuen Ausstellung zum Grünen Band Europa, das Geschenk überreichen.
Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND, stellte das Projekt Grünes Band vor und erläuterte, wofür die Gelder eingesetzt werden sollen:
„ Wir werden die Mittel für Projekte in Modellregionen einsetzen. Hier können wir zeigen, wie man mit geeigneten Pflegemaßnahmen Lebensräume für seltene und gefährdete Arten erhält und Wanderkorridore für Tiere schafft. Im Tettautal im Thüringer Schiefergebirge können wir nun eine Feuchtwiese aufkaufen, die für den Wiesenknopf-Ameisenbläuling von besonderer Bedeutung ist. Im Südthüringer Grabfeld wollen wir wichtige Vernetzungsstrukturen schaffen und in der Werraaue sollen Auenlebensräume wiederhergestellt werden.
Die Spende der Jenaer Firma wird gemeinsam mit weiteren Fördermitteln für diese Projekte eingesetzt. Und wenn sich ein passender Termin findet, können die Spender im nächsten Jahr den Erfolg ihrer Maßnahmen besichtigen.“
Hintergrund
Das Grüne Band stellt als nicht oder nur extensiv genutzter Lebensraumverbund einen Rückzugsraum für viele seltene Arten, die durch zunehmende Zerschneidung der Landschaft und Nutzungsintensivierung bedroht sind. Ausgehend vom Grünen Band will der BUND in Modellregionen beispielhaft die verschiedenen Lebensräume erhalten und vernetzen, die für den Erhalt und Austausch der Arten in Europa wichtig sind.
Dabei kooperieren wir mit vielen Partnern in Deutschland und Europa. Seit dem ersten schon 1989 vom BUND initiierten Treffen ost- und westdeutscher Naturschützer hat sich fast im Schneeballsystem ein Netzwerk zum Schutz des Grünen Bandes entwickelt mit Partnern von Russland bis Griechenland.
In Thüringen stehen mit der kürzlich unterzeichneten Übertragung bundeseigener Grüne-Band-Flächen die Chancen für einen Erhalt des ökologischen Netzwerkes recht gut. Die Gefahr der vollständigen Zerstückelung des Grünen Bandes ist gebannt. Die nächsten Jahre werden der optimalen Ausgestaltung der Flächenpflege gewidmet sein. Der BUND Thüringen wird diese Umsetzung begleiten und parallel in den eigenen Modellregionen Maßnahmen umsetzen.