Neue Energie für Thüringen

Antiatomdemo am 28.5.11 in Erfurt

Mittlerweile ist die Notwendigkeit des Atomausstiegs sogar bei Schwarz-Gelb angekommen, die letztes Jahr noch aus dem Atomausstiegskonsens ausgestiegen sind. Über das Wann und Wie und mögliche Schlupflöcher für die Energiekonzerne wird aber trefflich diskutiert. Der BUND Thüringen will jedoch eine klare und konsequente Energiewende auf der Basis Energiesparen, Energieeffizienz und Förderung von erneuerbaren Energien, Speichertechnologien und Kraftwerkekopplung. Unser Thüringer Konzept für die Energiewende finden Sie im Leitantrag unserer Landesversammlung 2011 und im Positionspapier des Landesarbeitskreis, beschlossen im April 2014.

Das Maßnahmenkonzept des Bundesverbands finden Sie hier.

Wie aber soll die Energiezukunft aussehen?

Effizienz ist die Voraussetzung

Die erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung können den Kohle- und Atomstrom nur vollständig ersetzen, wenn der Stromverbrauch insgesamt sinkt. Das ist kein Wunschtraum. Zahlreiche Studien zeigen, dass der Energieverbrauch bis zum Jahr 2050 halbiert werden kann.

Erneuerbare Energien weiter ausbauen

Dank des Erneuerbare Energien Gesetzes (EEG) produzieren Wind, Wasser, Sonne und Biomasse heute schon 12 Prozent des Stroms. In den letzten Jahren erlebte die Branche einen Boom. Alleine die Kapazitäten der Windräder sind jedes Jahr um 20 Prozent gewachsen. Bis 2020 können und müssen die erneuerbaren Energien mindestens 30 Prozent zur Stromerzeugung beitragen. Die deutschen Atomkraftwerke können dann problemlos durch erneuerbare Energien ersetzt werden. Wichtig ist für den BUND, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energie ökologisch verträglich erfolgt.
Die Naturstiftung David des BUND Thüringen zeigt, wie Sonnenenergie z.B. von Vereinen sinnvoll genutzt werden kann.

Kraft-Wärme-Kopplung fördern

Die höchsten Effizienzgewinne bei der Strom- und Wärmeerzeugung lassen sich durch den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung erzielen. In diesen Kraftwerken wird gleichzeitig Strom und Wärme für Gebäudeheizungen oder Industrieprozesse gewonnen. Das mögliche KWK-Potenzial zeigt ein Blick über die Grenzen: Der Anteil der KWK an der Stromerzeugung beträgt in Deutschland elf Prozent, in den Niederlanden und Finnland liegt er bei nahezu 40 Prozent und in Dänemark schon bei 50 Prozent. Dieser Ausbau lässt sich relativ schnell durchführen.

Gaskraftwerke als Übergangslösung

Da viele Kohlekraftwerke über 40 Jahre alt sind und schnellstens stillgelegt werden müssen, bleibt noch eine kleine Lücke, die erst in zehn, zwanzig Jahren von den erneuerbaren Energien und der KWK gefüllt werden kann. Für diese Übergangszeit sind auch Gaskraftwerke akzeptabel. Gaskraftwerke verursachen je Kilowattstunde Strom rund 350 Gramm CO2 – das ist weniger als die Hälfte der Emissionen von Steinkohlekraftwerken. Unter dem Strich brauchen wir nicht mehr Erdgas. Denn der Erdgasbedarf für die Gebäudeheizung verringert sich, wenn die Häuser besser gedämmt werden.

Ihr eigener Beitrag?

Schauen Sie doch mal in unsere Ökotipps (Service), was Sie für unser Klima tun können.

Wollen Sie mehr wissen?

Besuchen Sie unseren LAK Klima&Energie.



Twitter / Facebook / Diaspora / Newsletter

  • Twitter-Logo
  • Facebook-Logo
  • Diaspora-Logo
  • Newsletter-Button

Ihre Spende hilft.

Suche