BUND fordert artgerechte Tierhaltung und Produktion gesunder Lebensmittel

Schweineglück

In Thüringen fristen tausende von Tieren in der Landwirtschaft ein trauriges Dasein. Rund 780 000 Schweine und 1,8 Mio. Legehennen werden in Thüringen gehalten. Mehr als die Hälfte der Legehennen hat in den Legebatterien nicht mehr als 1 DIN A 4 Seite Platz pro Huhn. Knapp ein Drittel der Mastschweine konzentriert sich auf 5 Betriebe mit jeweils mehr als 10.000 Schweinen.

Die Tiere werden hier in dunklen stinkenden Ställen mit wenig Platz gehalten. Sie liegen auf blanken Spaltenböden, statt auf Stroh und werden mit Antibiotika gedopt. Trotz der Überkapazitäten bei Schweinefleisch in Deutschland sind jetzt weitere Schweinefabriken dieser Art in Thüringen geplant: 23.000 Schweine in Alkersleben, 15.000 Schweine in Immenrode, 4.500 Schweine in Altenburg und 80.000 Schweine in Allstedt an der Landesgrenze zu Sachsen-Anhalt.

In Zeiten knapper werdender Ressourcen, größerer Transportkosten und gestiegener Gesundheitsprobleme sprechen viele Argumente für eine Produktion tierisch erzeugter Lebensmittel, die möglichst wenige Schadstoffe enthalten, regional vermarktet werden können und die Umwelt schonen bzw. sogar zu einer Erhaltung der Kulturlandschaft beitragen.

Industrielle Tierproduktion ist hiervon das genaue Gegenteil: Flüssige und gasförmige Emissionen sind besonders hoch, Transportwege bis zur Vermarktung lang und die erzeugten Lebensmittel von minderer Qualität bzw. durch hohen Einsatz von Medikamenten sogar gesundheitsschädlich.

Diese Erkenntnis hat sich in Thüringen noch nicht durchgesetzt. Schweinefabriken boomen. Während es in den vergangenen Jahren eher ruhig war, nimmt die Zahl der Anlagen in jüngster Zeit wieder zu. Thüringen hat bereits knapp 780.000 Schweine überwiegend in großen Anlagen, Tendenz steigend.

Weiter Informationen: 

23.09.16 PM BUND Thüringen: Massentierhaltung ist Tierquälerei

Fleischatlas 2016 - Daten und Fakten über Tiere als Nahrungsmittel



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