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Das Grüne Band: Grenzen trennen - Natur verbindet

Wo früher militärische Sperranlagen Familien, Freunde und Nachbarn trennten, wo Menschen starben, die diese Barrieren überwinden wollten und andere aus ihren angestammten Siedlungen umgesiedelt wurden, zieht sich heute mitten durch Deutschland ein einzigartiges Grünes Band.

Im Schatten der unmenschlichen deutsch-deutschen Grenze entwickelte sich eine Perlenkette wertvollster Biotope. Tiere und Pflanzen, die man in Deutschland kaum noch findet, fanden hier einen Rückzugsraum. Biologen aus dem Westen war bereits vor der Wende bekannt, dass  im Grenzstreifen insbesondere viele seltene Vögel zu finden waren.  Naturschützer aus Ost und West setzten sich direkt nach der Wende für den Schutz dieses Rückgrats eines einzigartigen ökologischen Netzwerkes ein.
Doch nach der Grenzöffnung wurde unter Betroffenen heiß diskutiert, ob man dieses Lebendige Denkmal erhalten oder jede Erinnerung an die Geschichte auslöschen sollte. Nach langen Diskussionen fanden sich schließlich Mehrheiten, diese Spur in der Landschaft zu erhalten und zum Rückgrat eines ökologischen Netzwerkes in Europa zu entwickeln.
Was als kleines Projekt an der ehemaligen bayerisch-thüringischen Grenze entstand, wird heute von vielen Partnern aus ganz Europa gemeinsam gestützt. Ein Grünes Band Europa verbindet nun nicht nur Naturräume, sondern auch lange voneinander getrennte Menschen miteinander.

 

Mehr Videos:

Vom Todesstreifen zur Lebensader - Das grüne Band (Doku)

Quelle: http://www.bund-thueringen.de/themen_und_projekte/das_gruene_band/