Lücken schließen

Mit über 1200 bedrohten Tier- und Pflanzenarten ist das Grüne Band ein wichtiges Refugium der biologischen Vielfalt. An ihm entlang können Fischotter, Wanstschrecke und Co. noch wandern und sich ausbreiten. Lokale und regionale Populationen werden so gestützt, der langfristige genetische Austausch ist gesichert.

Der BUND will diesen nationalen Biotopverbund mit seinen Landesverbänden in Sachsen-Anhalt und Thüringen stärken. An zwei bis drei Stellen, wo intensive Landnutzung das Grüne Band durchtrennt, planen wir Flächen zu kaufen und natürlicher zu gestalten. Unser Projekt »Lückenschluss Grünes Band« macht den Weg wieder frei für Fauna und Flora. Das Bundesamt für Naturschutz stellt dafür fünf Jahre lang Geld aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt bereit.

mittig Kolonnenweg als Grasstreifen, recht s und links davon Maisacker

 

Intensiv land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen beeinträchtigen das Grüne Band und bilden Lücken in Deutschlands einzigem länderübergreifenden Biotopverbund. Im fünfjährigen Projekt „Lückenschluss Grünes Band“ werden modellhaft voraussichtlich drei Bereiche naturnah umgestaltet und so die Lücken geschlossen.

mittig Kolonnenweg erkennbar, rechts und links umgeackerte Felder

Lebensräume verbinden

Damit nicht genug. Um unsere Artenvielfalt zu retten, benötigen wir ein bundesweites Netz von Lebensräumen. Das Grüne Band dient hier als zentrale Achse, von der aus dieses Netz geknüpft werden kann. Der BUND will Querverbindungen zu weiteren naturnahen Gebieten beiderseits des Grünen Bandes herausarbeiten.

Deutsche Teilung und Wiedervereinigung, das ist besonders für junge Menschen, die diese Zeit persönlich nicht erlebt haben, ferne Geschichte. Um die Erinnerung lebendig zu halten und Interesse für das gemeinsame Naturerbe zu wecken, setzt der BUND verstärkt auf neue Medien wie Facebook und YouTube. Vernetzung und Vielfalt, der Wunsch nach Freiheit und intakter Natur. Diese Botschaft des Grünen Bandes sollte auch junge Menschen ansprechen.

 

Grüne Grenze - geschützt durch extensive Nutzung

 

 

Das BfN stellt dafür fünf Jahre lang Mittel aus dem Bundesprogramm Biologische Vielfalt zur Verfügung.



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