Wälder als Lebensinseln

Wälder nahmen in Deutschland ursprünglich den größten Teil der Fläche ein. Typische Waldbewohner wie die Wildkatze sind heutzutage jedoch hochgradig gefährdet. Ursache dafür ist die zunehmende Zerschneidung und Verinselung ihres Lebensraumes. Für den Schutz dieser Arten ist deshalb die wirkungsvolle Vernetzung der verbliebenen Waldlebensräume von zentraler Bedeutung.



Das Schicksal der Wildkatzen steht stellvertretend für viele andere Tierarten in unseren Wäldern: Noch vor 150 Jahren waren Wildkatzen in Deutschland weit verbreitet. Seitdem haben die Bestände kontinuierlich abgenommen. Heute leben deutschlandweit nur noch ca. 2000 Wildkatzen in teilweise stark voneinander isolierten Vorkommen. Eine Vernetzung der noch vorhandenen Waldlebensräume würde den dort lebenden Arten wieder eine Chance geben.

Die Wildkatze benötigt großflächig störungsarme Waldlebensräume. Kleine Lichtungen, im Wald verborgene Wiesen und Waldränder mit reichen Heckenstrukturen sind wichtige Elemente ihres Lebensraumes. Bei intensiver forstlicher Bewirtschaftung mit niedrigen Umtriebszeiten und hohem Erschließungsgrad ist eine geeignete Habitatqualität nicht mehr gegeben. Andererseits bleiben viele potentiell geeignete Lebensräume unbesiedelt. Ursache hierfür sind neben Verkehrstrassen ausgeräumte Agrarlandschaften. Die Untersuchungen des BUND Thüringen zeigen, dass schon ausgeräumte Landschaftsstreifen von wenigen hundert Metern Breite die Katzen daran hindern, in andere Reviere zu wechseln.

Fest steht: Ohne eine Vernetzung ihrer Restlebensräume und die Möglichkeit zur Ausbreitung haben die Katzen keine Chance. Die Populationen sind zu klein und zu stark isoliert, um den Wildkatzen langfristig das Überleben zu ermöglichen.



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