BUND Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland


Müllverbrennung in Thüringen

Widerstand gegen MVA Zella-Mehlis

Das Thema Müllverbrennung beschäftigt den BUND Thüringen seit Jahren in den verschiedenen Regionen: Die umkämpfte MVA in Rudolstadt ist gebaut worden. In Erfurt war der langjährige Widerstand gegen den Bau einer Müllverbrennungsanlage nur begrenzt erfolgreich. Obwohl Alternativkonzepte vorlagen und Nutzer aus dem Umland absprangen, wurde der Bau einer Verbrennungsanlage mit vorgeschalteter Kompostierung genehmigt. In Zella-Mehlis (Kreis Schmalkalden-Meiningen) wurde ebenfalls trotz eines durch Spenden finanzierten BUND-Gutachtens mit dem Bau einer überdimensionierten Müllverbrennungsanlage begonnen. Ungünstige Standortbedingungen und die von Fachleuten aufgezeigten Mängel und Schwachstellen bei der Berechnung zur Luftschadstoffausbreitung lassen hier eine massive Verschlechterung der Lebensqualität befürchten. Der BUND fordert hochwertige Filtertechniken, um gesundheitliche Risiken zu mindern. 2006 begann auch im hessischen Heringen das dreitägige Erörterungsverfahren zum Bauantrag einer Müllverbrennungsanlage auf dem Werksgelände der Firma Kali+Salz. Der BUND Thüringen befürchtet einen erheblichen Anstieg der Schadstoffbelastungen, die bei dem vorherrschenden Südwestwind zum großen Teil die angrenzenden Thüringer Gemeinden und FFH- und Vogelschutzgebiete erreichen würde. Auch Kommunen und die Bürgerinitiative „Für ein lebenswertes Werratal“ leisten Widerstand gegen die Müllverbrennungsanlage.

Müllvermeidung statt Müllverbrennung

Dabei ist der wichtigste und politisch bisher nicht geförderte Schritt zur umweltfreundlichen Abfallpolitik die Reduktion des anfallenden Abfalls.

In Sömmerda hat der BUND Thüringen Klage gegen die Müllgebührensatzung des Landkreises eingereicht. Durch den übermäßig hohen Anteil an Festgebühren für die Müllentsorgung ist für die Bürger kein Anreiz zur Müllvermeidung gegeben.

Quelle: http://www.bund-thueringen.de/themen_und_projekte/weitere_themen/abfall/