Rückblick 2025

Im Jahr 2025 engagierte sich der BUND Hildburghausen erneut vielfältig für den Schutz von Natur und Landschaft in der Region. 

Besondere Aufmerksamkeit erhielt weiterhin die „Hirschkäferwiege“ in Römhild (siehe unten). Durch Pflege, Information und Öffentlichkeitsarbeit – wie einer Wanderung zum Hirschkäferbiotop im Juni – trägt der Kreisverband dazu bei, diesen wichtigen Lebensraum langfristig zu sichern und das Bewusstsein für den Schutz heimischer Insekten zu stärken. 

Auch Umweltbildung und Naturerlebnis spielten eine zentrale Rolle. Mit Exkursionen wie der traditionellen Wanderung auf den Gleichberg zur Sonnenwende zusammen mit den Steinsburgfreunden e. V. und Informationsangeboten brachte der Kreisverband interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Natur der Region näher und vermittelte Wissen über ökologische Zusammenhänge. Gleichzeitig boten gemeinsame Aktionen Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung engagierter Naturschützerinnen und Naturschützer.


Hirschkäferwiege Römhild

Hirschkäferwiege in Römhild Hirschkäferwiege in Römhild  (BUND Thüringen / BUND Thüringen)

An der ehemaligen innerdeutschen Grenze profitiert eine Vielzahl von Arten vom Verzicht auf menschliche Eingriffe - dazu gehört auch der Hirschkäfer. Damit das so bleibt, betreut Horst Worliczek vom BUND Hildburghausen eine sogenannte Hirschkäferwiege. Ursprünglich ein Umweltbildungsprojekt mit der Regelschule Römhild, haben sich die Eichenhölzer zu einem Anlaufpunkt für Naturliebende aus der ganzen Region entwickelt. Das sich zersetzende Holz bietet die optimale Nahrungsgrundlage für die Larven der Hirschkäfer. Die Wiege wird regelmäßig freigestellt und Hohlräume einmal pro Jahr mit Eichenspänen aufgefüllt. Unterstützt wird das Projekt neben ortsansässigen Firmen und Vereinen auch von der NATURstiftung David.

Lebenstürme für das Grabfeld

Auf einer Fläche bei Eiserich, nördlich der Ortslage Haina im Landkreis Hildburghausen, die beste Bedingungen für Kleintiere und die Insektenwelt bietet, wurde Thüringens erster Lebensturm aufgestellt.
Was den Lebensturm von einem normalen Insektenhotel unterscheidet? Wie es der Name bereits andeutet, ist er wesentlich höher und bietet vom Boden bis zum Dach nicht nur der Insektenvielfalt, sondern auch vielen anderen Tierarten, z.B. Reptilien, Schnecken, Kleinsäuger und Co. ein Zuhause. Dabei können und sollen das Grundgerüst und sein Innenleben vielgestaltig sein, wobei kein Turm dem anderen gleicht.

Horst Worliczek vom BUND Hildburghausen setzte die Idee um. Die BUNDjugend Thüringen förderte die Aktion.

Ortsverband Römhild

Ansprechpartner: Horst Worliczek
Alte Hindfelder Straße 4a
98631 Römhild
Fon: 036948- 80 8 66
bund.roemhild(at)bund.net  

Hirschkäfer (Lucanus cervus) © Sebastian Gabler
Gefördert mit Mitteln der Naturstiftung David.

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