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Landesverband Thüringen e.V.

BUND Thüringen feiert 25 Jahre Ökologische Opposition

25. April 2015 | BUND, Naturschutz, TTIP / CETA

Landesversammlung spricht sich gegen TTIP aus

Erfurt. Der BUND Thüringen blickt auf 25 Jahre Ökologische Opposition zurück. Bei der Jubiläumsveranstaltung in der Erfurter Fachhochschule zog der Umweltverband gemeinsam mit Mitgliedern und Gästen eine stolze Bilanz ehrenamtlichen Engagements für Umwelt und Naturschutz in Thüringen.

„Wir haben das Grüne Band gerettet, Naturschutzgebiete und einen Nationalpark mit angeschoben und der Wildkatze einen Weg in neue Lebensräume geschaffen. Tausende Ehrenamtliche haben sich in große und kleine Bauplanungen vertieft. Sie haben Bäume gepflanzt und Biotope gepflegt. Mit Infostände, Aktionen und Demonstrationen machte der BUND Thüringen auf Umweltzerstörung, Klimawandel und die Gefährdung heimischer Arten und Landschaften aufmerksam“, blickt Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen zurück.

Die Versammlung der Thüringer BUND-Mitglieder rief dazu auf, nach den naturverschlingenden Großprojekten der 90er Jahre, jetzt die Gefahren geplanter Freihandelsabkommen wie TTIP und CETA in den Blick zu nehmen. „Diese Erde hat nur begrenzte Rohstoffe und man will uns mit dem Argument weiteren Wachstums die Katze im Sack verkaufen. Was wirklich drin steckt sind aber Demokratie-Abbau, Beschneidung der Bürgerbeteiligung und Deregulierung auf Kosten von Umwelt, Verbraucherschutz und Kultur.“ Der BUND Thüringen forderte deshalb die Landesregierung auf, sich gegen die Freihandelsabkommen TTIP und CETA einzusetzen.

Ron Hoffmann bedankte sich bei den Menschen, die am 18. Mai 1990 in den Räumen der Pädagogischen Hochschule in Erfurt den BUND Thüringen gründeten. Neben der Aufarbeitung der DDR-Umweltsünden stand von Beginn an das Ziel, eine ökologisch nachhaltige Entwicklung in ganz Deutschland einzuleiten.

Nicht immer seien die Forderungen des BUND Thüringen erfüllt worden. Die Auseinandersetzung gegen landschaftszerstörende Großprojekte wie die Thüringer Waldautobahn und die ICE-Trasse habe man verloren. Auch gegen das Pumpspeicherwerk Goldisthal und die Talsperre Leibis habe man sich erfolglos zur Wehr gesetzt. Dafür habe sich die Luft- und Wasserqualität in Thüringen seit der Wende oft spürbar verbessert. Die Sensibilität gegenüber industrieller Massentierhaltung sei gestiegen und der Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft wurde bisher erfolgreich verhindert.

Die Landesregierung fordert der BUND Thüringen auf, die ökologischen Versprechen des Koalitionsvertrags zügig umzusetzen. „Wir werden die Landesregierung an ihren eigenen Zielen messen und auch in Zukunft die Ökologische Opposition in Thüringen sein“, kündigte Hofmann an.

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