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Landesverband Thüringen e.V.

Kurs der ökologischen Erneuerung muss fortgesetzt werden – Anstrengungen beim Klima- und Naturschutz müssen verstärkt werden

28. Oktober 2019 | Klimawandel, Landwirtschaft, Lebensräume, Massentierhaltung, Wälder, Naturschutz, Nachhaltigkeit

Erfurt. Einen Tag nach der Landtagswahl fordert der BUND Thüringen die künftige Landesregierung auf, den Kurs der ökologischen Neuerung fortzusetzen. Dies beinhalte sowohl die Aufnahme des Prinzips der Nachhaltigkeit in die Thüringer Verfassung, einen „Masterplan Klimaschutz“ mit jährlich verbindlichen Reduktionszielen für Treibhausgase, einen Ausbau der „grünen Infrastruktur“ zum Schutz der Artenvielfalt, eine ökologisch bäuerliche Landwirtschaft sowie ein neues Waldkonzept mit Vorrang der Allgemeinwohlfunktion vor Gewinnmaximierung. Zudem dürfen ländliche Regionen nicht weiter von der städtischen Infrastruktur abgehängt werden, dafür bedürfe es den Ausbau und gleichzeitig eine kostenfreundliche Gestaltung des Öffentlichen Nahverkehrs.

„Die rot-rot-grüne Koalition hat zwar ihre Regierungsmehrheit verloren, Klimawandel und Artensterben lassen sich aber nicht einfach abwählen“, kommentierte Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen, das Ergebnis der gestrigen Landtagswahl. „Rot-Rot-Grün hat viel erreicht für den Umwelt- und Naturschutz in Thüringen. Eine neue Landesregierung muss den Kurs der ökologischen Erneuerung in Thüringen fortsetzen.“

Der BUND Thüringen fordert, Nachhaltigkeit zur Maxime des politischen Handelns zu machen, um die Interessen künftiger Generationen zu wahren. Dies beinhaltet unter anderem einen jährlich zu verabschiedenden Klimaschutzplan, der die maximalen Treibausgasemissionen und die daraus folgenden Maßnahmen festlegt. „Nur so können wir die Ziele des Pariser Klimaabkommens überhaupt noch erreichen“, mahnt Hoffmann. Verbindlichkeit ist auch beim Ausbau des Biotopverbundes gefragt, um den Verlust der biologischen Vielfalt in Thüringen zu begrenzen.

„Wir fordern alle demokratischen Parteien im künftigen Thüringer Landtag auf, Klima- und Naturschutz ins Zentrum politischen Handelns zu rücken und wirtschaftliche Interessen hinten an zu stellen. Nur so kann die Zukunft Thüringens enkeltauglich gestaltet werden“, erklärt Hoffmann.

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