Durch die weitere Nutzung dieser Webseite erklären Sie sich mit der hier beschriebenen Verwendung von Cookies durch den BUND einverstanden. An dieser Stelle können Sie auch der Verwendung von Cookies widersprechen bzw. eine erteilte Einwilligung widerrufen. Der Einsatz von Cookies erfolgt, um Ihre Nutzung unserer Webseiten zu analysieren und unser Angebot zu personalisieren.

Landesverband Thüringen e.V.

Abraumhalde im Kalirevier

Die Halden sind ökologische Ewigkeitslasten. Da sie dem Wetter ausgesetzt sind, fließen mit den Niederschlägen gelöste Salze ab. Jedes Jahr werden die Halden so um ca. 10 cm niedriger. Bei einer Höhe von 250 m dauert es eine Ewigkeit, nämlich rund 2.500 Jahre bis eine Halde aufgelöst ist.

Halden produzieren mehr Salzabwasser als der Kaliabbau

Trotzdem sollen sich das Haldenvolumen und damit auch die Haldenabwassermenge bis zum Ende des Kalibergbaus im Jahr 2060 noch einmal verdoppeln. Im Jahr 2015 flossen ca. 2 Mio. Kubikmeter Salzabwasser aus den Halden, 2060 werden es nach den Planungen voraussichtlich 4 Mio. Kubikmeter/Jahr sein.

Die ökologischen Folgen des Kalibergbaus sind eine schwere Hypothek für die Zukunft und künftige Generationen. Je nach Größe der Halde wird es mehr als 2.000 Jahre dauern, bis endlich kein Salzabwasser mehr aus den Halden

Das Haldenabwasser wird seit einigen Jahren teilweise  gefasst und über Rohrleitungen in die Werra entsorgt. Was nicht gefasst werden kann, sickert in den Boden, versalzt das Grundwasser und gelangt nach langer Zeit mit dem Grundwasserstrom in die Werra.  

Schwermetallfreisetzungen unter den Haldenkörpern

Da die alten Haldenbereiche keine Basisabdichtung besitzen, sickert täglich Salzwasser in den Boden. Es zerstört dort die Tonminerale und setzt so Schwermetalle frei, die zusammen mit dem salzigen Abwasser das Grundwasser verschmutzen.  

Trugschluss Haldenabdeckung

K+S erprobt seit vielen Jahren erfolglos Verfahren zur Haldenabdeckung und Haldenbegrünung. Diese Erfahrungen widersprechen der Planung hierdurch die Sickerwassermengen zu verringern. Gerade die Großhalden im hessisch-thüringischen Kalirevier sind für eine Abdeckung mit Erde zu steil und zu groß. Die nötigen Erdmassen stehen nicht zur Verfügung.

So erfolgt die Haldenabdeckung bisher mit Bauschutt, Bodenaushub, Salzschlackeresten, Kraftwerksaschen und auf ostdeutschen Deponien auch mit diversen sonstigen Industrie-Abfällen. Von diesen Abfallstoffen gehen z.T. erhebliche zusätzliche Belastungen aus.

Würde die Haldenabdeckung und -begrünung tatsächlich gelingen, würden die Probleme nicht gelöst, sondern nur noch weiter in die Zukunft verlagert. Die vom Niederschlag verursachten Auflösungsprozesse lassen sich nicht stoppen. Abgedeckte Salzhalden lösen sich nur langsamer auf. Wird eine 100 m hohe Halde zur Hälfte bedeckt, dann dauert ihre Auflösung nicht 1.000, sondern ca. 2.000 Jahre.

Ein sofortiger Haldenabbau ist notwendig

Der nicht verwertbare Abraum muss wieder in die ausgebeuteten Stollen eingebracht werden. Diese Vorgehensweise nennt man „Versatz“. Bis 1967 bestand eine gesetzliche Versatzpflicht. Erst danach war die dauerhafte Ablagerung des Abraums auf Halden zulässig. Der Versatz schützt die Umgebung des Bergwerks vor einem Absinken der Oberfläche. 

Ansprechpartner

Thomas Wey

Kreisverband Schmalkalden-Meiningen
Wintergasse 8 98617 Meiningen E-Mail schreiben Tel.: 03693/42012

BUND-Bestellkorb