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Landesverband Thüringen e.V.

Folgeprojekt mit Erweiterung auf weitere Amphibienarten 2016 - 2019

Weil wir die erfolgreiche Arbeit aus dem Vorgängerprojekt fortsetzen wollen, haben wir im Frühjahr 2016 einen Antrag zur Finanzierung weiterer Maßnahmen aus dem ENL-Programm in den Jahren 2017 bis 2019 gestellt. Dieser wurde am 23.11.2016 bewilligt.

Das ist geplant

Projektgebiete und Gesamtnachweise der Geburtshelferkröte in Thüringen 1952 -2016 Projektgebiete und Gesamtnachweise der Geburtshelferkröte in Thüringen 1952 -2016  (P. Kümpel und K. Wolf / Thüringer Landesanstaltung für Umwelt und Geologie )

In fünf Projektgebieten in ganz Thüringen sollen an 21 Standorten insgesamt 31 Tümpel und 14 Teiche saniert und bis zu 18 Gewässer neu angelegt werden. Es sind Investitionen in Höhe von fast 300.000,- Euro geplant.

Als Projektgebiete für sinnvolle Maßnahmen wurden die Teichgebiete bei Ebeleben (KYF) und Neustadt/ Orla (SOK), das Werratal bei Meiningen (SM) und der Krahnberg bei Gotha (GTH) ermittelt. Im westlichen Thüringer Wald sollen  Maßnahmen zur Unterstützung der Geburtshelferkröte durchgeführt werden. 

Wegen der dramatischen Bestandseinbrüche bei der Geburtshelferkröte wurde diese Art mit einem Maßnahmeschwerpunkt im Thüringer Wald neu in das Projekt aufgenommen. Im Übrigen profitieren auch andere Amphibienarten wie der Kammmolch, Libellen und seltene Wasserpflanzen von der Sanierung und Neuanlage von Kleingewässern 

Schnelle Erfolge - auch mal anders, als gedacht

Erstaunlich schnelle Erfolge kann das Laubfrosch-Projekt des BUND Thüringen vermelden! Erst im Februar diesen Jahres waren neue Teiche auf dem Krahnberg bei Gotha und in der Nähe von Trusetal im Thüringer Wald gegraben worden.

Anlässlich einer Exkursion der Fachrichtung Forstwirtschaft der TU Dresden Mitte September konnten wir die Besiedlung des Teiches auf dem Krahnberg mit Armleuchteralgen feststellen. Im Wasser fanden sich außerdem noch nicht vollständig entwickelte Larven des Bergmolches, was sicher mit der extremen Trockenheit im Frühjahr zu tun hat. Erst mit den ergiebigen Regenfällen des Sommers war der Teich ausreichend mit Wasser gefüllt, so dass die Molche ablaichen konnten. Zur großen Freude der Exkursionsteilnehmer hüpfte ihnen auch ein jugendlicher Laubfrosch vor die Füße, der aus einem der vom BUND 2014 gegrabenen Teiche stammen dürfte.

In Trusetal wurde auf einem ehemaligen Haldengelände ein neues Gewässer angelegt, um der hier noch heimischen Geburtshelferkröte neue Lebensräume bieten zu können. Was sich aus den zahlreichen Larven, die im Frühjahr beobachtet werden konnten, entwickelte, waren allerdings Kreuzkröten.

„Das hätte in dieser Höhenlage keiner der Amphibienexperten vermutet.“ gibt Projektleiter Tom Wey das Erstaunen der Fachwelt wieder.

Trotzdem natürlich ein schöner Erfolg des Projektes und ein Beweis dafür, wie sinnvoll das Anlegen und Sanieren von Laichgewässern ist. 

Förderung

Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes

Das Projekt wird über die Förderinitiative Ländliche Entwicklung in Thüringen (FILET), Programm zur Förderung von Maßnahmen zur Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL) gefördert. Die Fördermittel werden von der Thüringer Aufbaubank gewährt. Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.  

Tümpel für den Laubfrosch

Thomas Wey

Projektleiter
Wintergasse 8 98617 Meiningen E-Mail schreiben Tel.: 03693/ 42012

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