Ralf-Uwe Beck, Eisenach
Umwelt- und Bürgerrechtler im Schutz der Kirche – Sprecher Mehr Demokratie, Ehrenvorsitzender des BUND Thüringen
In diesem Projekt begeben wir uns 2026 auf Spurensuche in unsere Vergangenheit: Mit Archivrecherchen und Interviews mit Zeitzeug*innen vollziehen wir nach, wie aus grenzüberschreitenden Kontakten unserer Aktiven vor 1989 nicht nur der BUND Thüringen, sondern auch das Grüne Band entstand. In spannenden Veranstaltungen treffen junge Aktive von heute auf die von damals. Denn mit dem Mauerfall waren Probleme im Natur- und Umweltschutz nicht vorbei, und auch die Demokratie und Bürgerrechte verlangen ein dauerhaftes Engagement.
Hintergrund: Bereits in den 1970er Jahren entdeckte der junge Ornithologe Kai Frobel, dass die seltenen Braunkehlchen ausgerechnet im Todesstreifen einen Rückzugsraum gefunden hatten. Von der Stasi überwacht tauschte er sich mit einem Sonneberger Gleichgesinnten aus, so wie es auch Umwelt- und Bürgerrechtler*innen der DDR um Ralf-Uwe Beck mit Aktiven des BUND Hessen taten. Bereits einen Monat nach dem Mauerfall lud Kai Frobel Naturschützer aus Ost und West zum gesamtdeutschen Treffen. Es wurde die Geburtsstunde des Grünen Bandes. Das Spannende: Die damaligen Akteur*innen sind noch heute im Einsatz für Natur, Umwelt und Bürgerrechte.
Von geheimen Kontakten vor der Wende zur gemeinsamen Arbeit am Grünen Band
Die Geschichte der Zusammenarbeit von Natur-, Umwelt- und Bürgerrechtsbewegten in Ost und West – von den 1970er Jahren bis heute.
Junge Aktive der BUNDjugend haben acht Naturschützer und Umwelt- und Bürgerrechtler befragt, die sich seit den 70er und 80er Jahren des letzten Jahrhunderts bis heute engagieren und teils bereits vor der Wende grenzüberschreitend zusammengearbeitet haben. Aus diesen Kontakten entstanden 1989 das Grüne Band und 1990 der BUND Thüringen. Aber das Engagement endete nicht mit der Wiedervereinigung.
Die Zeitzeug*innen erzählen, warum sie sich über Jahrzehnte hinweg und in zwei Systemen engagierten, wie sich die Problemstellungen und Themenfelder verändert haben und welche Botschaften sie den heutigen Aktiven mitgeben würden.
Umwelt- und Bürgerrechtler im Schutz der Kirche – Sprecher Mehr Demokratie, Ehrenvorsitzender des BUND Thüringen
Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland, Organisator grenzüberschreitender Austausch
Junger Naturforscher in der DDR, Gründungsmitglied und langjähriger Vorsitzender des BUND Thüringen
Systemkritische Jugendliche in der DDR, nach 1989 engagiert für Umwelt und Frauenrechte
Jugendlicher Entdecker der Artenvielfalt im Todesstreifen, Initiator Grünes Band
Teil der kirchlichen Umweltbewegung der DDR, langjähriger Aktiver im BUND Wartburgkreis, Initiator Grenzwanderweg im Wartburgkreis
Zeitzeuge August 1989 in Leipzig, aktiv beim BUND Schmalkalden-Meiningen für das Grüne Band und den ehemaligen Grenzfluss Werra
Seit sechsundzwanzig Jahren kümmere ich mich für den BUND um das Grüne Band Thüringen, sichere Flächen, organisiere Naturschutzmaßnahmen, führe Menschen ans Grüne Band und setze mich vor Ort und bei Entscheidungsträgern für den Schutz des Grünen Bandes ein. Von Anfang an fiel mir das besondere Engagement derjenigen ein, die sich seit den 70er Jahren auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze für Naturschutz, Umwelt- und Bürgerrechte eingesetzt
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