Landesverband Thüringen e.V.

Rückkehr des Luchses

Luchse waren einst großflächig in Deutschland verbreitet. Heute kommen sie nur noch in wenigen isolierten Gebieten vor. Wir wollen dem Luchs neue Lebensräume und Wege erschließen. Mit Computermodellen konnten wir zeigen, dass dem Thüringer Wald bei der Wiederausbreitung der Tiere eine Schlüsselrolle zukommt. Mit Ihrer Spende können wir jetzt die Akzeptanz der Menschen für eine Ansiedlung fördern.

Spenden für den Luchs

Der Luchs - Europas größte Raubkatze

Der Eurasische Luchs war einst großflächig in Deutschland verbreitet. Heute sind die Tiere aus den meisten Wäldern verschwunden. In Deutschland leben Luchse vor allem im Bayerischen Wald, dem Harz und seit kurzem im Pfälzerwald. Alle Luchsbestände sind durch Wiederansiedlungsprojekte entstanden. Aktuell streifen zwischen 125 und 135 erwachsene Luchse durch die Bundesrepublik. Neun davon konnten wir im Nordwesten Thüringens nachweisen. Mindestens vier der Tiere haben ein festes Revier ganz oder teilweise im Freistaat etabliert.

Dauerhaftes Überleben in Gefahr

Schlafender Luchs im  Hochwildschutzpark Hunsrück in Rheinböllen  (Anita Giermann)

Die Luchse breiten sich seit Jahrzehnten kaum aus, die wenigen Vorkommen sind voneinander isoliert. Der für das dauerhafte Überleben der Tiere notwendige Austausch zwischen den Populationen findet nicht statt. Es droht der fortschreitende Verlust genetischer Diversität. Zu viele Tiere werden auf Straßen überfahren, hinzu kommen Gefährdungen durch die Zerschneidung der Landschaft durch Verkehrswege, Siedlungen und ausgeräumte Agrarflächen. Auch illegale Tötungen und Krankheiten sind ein Problem.

So wirkt ihre Spende:

  • Um dem Luchs nachhaltig zu helfen, müssen seine Vorkommen miteinander vernetzt werden. Durch eine aktive Ansiedlung von Luchsen können neue Populationskerne begründet oder vorhandene Populationen unterstützt werden. Dem Thüringer Wald kommt hierbei eine Schlüsselrolle zu. Helfen Sie mit, dem Luchs eine dauerhafte Zukunft im Thüringer Wald zu sichern.
  • Für den Betrieb des Wildkatzendorfs Hütscheroda: Neben Wildkatzen- befindet sich hier auch ein großes Luchsfreigehege. Hier kann man mehr über die Tiere erfahren.

Wir unterstützend die Rückkehr des Luchses

Wir unterstützend die Rückkehr des Luchses

Bereits zwei Mal durften wir uns über Luchsnachwuchs im Wildkatzendorf Hütscheroda freuen. 2020 gebar Luchsin Kaja bereits ein Jungtier, 2021 konnten wir uns über drei kleine Luchse freuen.  (Gerhard Herold)

Die Luchse in Deutschland brauchen Unterstützung, um zu überleben. Mit unseren Modellprojekten schaffen wir die Basis für eine Wiederausbreitung der Tiere in Mitteldeutschland und schaffen Akzeptanz für eine mögliche Bestandsstützung. Das Luchsgehege im BUND Wildkatzendorf Hütscheroda vervollständigt die Akzeptanzkampagne für die Tiere und ermöglicht es mit den sonst so scheuen Tieren auf Tuchfühlung zu gehen. Eine interaktive Ausstellung hilft dabei, Vorbehalte gegenüber dem Luchs abzubauen.

Ebenso wie die Wildkatze steht auch der Luchs stellvertretend für viele andere Tierarten, die vom Engagement des BUND für die Wiedervernetzung und den Schutz der Wälder profitieren. So können wir den Tiere wieder das Wandern zwischen ihren sonst isolierten Vorkommen ermöglichen.

Mehr Informationen

Mehr Informationen zum Luchs erhalten Sie hier.

Ansprechpartner

Portrait Markus Port rund Luchsexperte BUND Thüringen

Dr. Markus Port

Projektkoordinator
E-Mail schreiben Tel.: 0551 3925636 Mobil: 0160 98011164

Spendenkonto:

IBAN: DE93 82 05 10 00 01 30 09 37 93
BIC: HELAD EF1 WEM
Sparkasse Mittelthüringen
Stichwort: Luchs

 (Siegfried Richter)
Luchsin mit ihren drei Jungen im Südharz Bereits 2019 gelangen Nachweise eines Luchsweibchens im Norden Thüringens welche im Südharz ihre Jungtiere zur Welt brachte und bereits aus Sachsen-Anhalt bekannt ist.
Modellvorhersage Ausbreitung Luchs 2048 mit Ansiedelung Eine Simulation zeigt die Wirkung gezielter Ansiedlung von Luchsen im Thüringer Wald. Die Wahrscheinlichkeit einer dauerhaften Besiedlung könnte bereits in 20 Jahren bei 100 Prozent liegen. (Modell der Uni Freiburg)