Landesverband Thüringen e.V.

Versalzung der Werra stoppen

Seit Jahrzehnten leitet das Bergbauunternehmen K+S große Mengen an Salzabwässern ungefiltert in die Werra ein. Auf großer Strecke ist die Werra bereits zu einem Salzwasserfluss geworden. Das Ökosystem wurde nahezu vollständig zerstört. Fische zeigen bereits massive Krankheitsbilder, viele Arten sind ausgestorben. Helfen Sie uns, die Versalzung der Werra zu stoppen und die vereinbarten Grenzwerte durchzusetzen.

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Die Werra - wertvoller Lebensraum

Flüsse sind Lebensadern unserer Landschaft. Die  Werra  ist  einer  der  vielfältigsten  und  wertvollsten  Lebensräume  in  der  Region.  Auf  seinem  knapp  300  Kilometer  langen  Weg  von den beiden Quellen im Thüringer Wald bis zum Zusammenfluss mit der Fulda prägt der Fluss die Landschaft. Gleichzeitig bietet gerade der naturnahe Fluss auch vielen seltenen Pflanzen und Tieren einen Lebensraum.

Guter ökologischer Zustand

Laut der Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) der Europäischen Union hat sich Deutschland verpflichtet, mit all seinen Gewässern – vom Grundwasser über die Flüsse und Seen bis hin zu den Küstengewässern – einen "guten Zustand" zu erreichen.

Das gilt auch für die Werra.
Nur so kann ein weitgehend natürliches Vorkommen von Pflanzen und Fischen in den Gewässern ermöglicht werden. Zudem gilt, dass der heutige Zustand unserer Gewässer (bis auf wenige, streng geregelte Ausnahmen) ab sofort nicht mehr verschlechtert werden darf. So die Theorie...

Versalzung belastet die Werra und ihr Ökosystem

Einleitung im Kalirevier 2006, heute verläuft sie kaum sichtbar unter der Wasseroberfläche Einleitung im Kalirevier 2006, heute verläuft sie kaum sichtbar unter der Wasseroberfläche.  (Flussbilder.de / Flussbilder.de)

In der Praxis sieht das anders aus ... Trotz der Bedeutung der Werra für Natur und Region und der Festlegungen in der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie leitet das Bergbauunternehmen K+S große Mengen an Salzabwässern in die Werra ein. Wegen des 100-jährigen industriellen Kalibergbaus gehört die Werra zu den am stärksten mit Salz belasteten Flüssen Europas. Auf großer Strecke ist die Werra kein Süßwasserfluss mehr, sondern ein Salzwasserfluss. Das Ökosystem wurde dadurch nahezu vollständig zerstört. Fische zeigen bereits massive Krankheitsbilder, viele Arten sind ausgestorben. Da Salz nicht abgebaut wird, sind Werra und Weser bis zur Mündung von den Salzfrachten betroffen. Wegen des hohen Salzgehaltes ist im Thüringer Bereich schon heute kein „guter ökologischer Zustand“ laut Wasserrahmenrichtlinie mehr erreichbar. Auch ein theoretisch mögliches „gutes ökologisches Potenzial“ liegt in weiter Ferne, ein Vertragsverletzungsverfahren der EU wird dagegen immer greifbarer.

Versalzung der Werra stoppen

Seit Jahrzehnten leitet das Bergbauunternehmen K+S große Mengen an Salzabwässern ungefiltert in die Werra ein. Auf großer Strecke ist die Werra bereits zu einem Salzwasserfluss geworden. Das Ökosystem wurde nahezu vollständig zerstört. Fische zeigen bereits massive Krankheitsbilder, viele Arten sind ausgestorben. Helfen Sie uns, die Versalzung der Werra zu stoppen und die vereinbarten Grenzwerte durchzusetzen.

Wir wollen die Werra wieder zu einem Süßwasserfluss machen!

Der BUND Thüringen setzt sich dafür ein, dass die Salzfracht in der Werra reduziert wird.

  • Wissenschaftliche Gutachten: Im Jahr 2009 konnten wir schwarz auf weiß nachweisen, dass die Salzbelastung hauptverantwortlich für den schlechten ökologischen Zustand der Werra ist. 
  • Naturschutzprojekt „Lebendige Werra“: Gemeinsam mit anderen Naturschutzverbänden und Stiftungen konnten wir Maßnahmen zum Erhalt der letzten intakten Lebensräume im Werratal auf den Weg bringen und die Menschen vor Ort für das Thema sensibilisieren.
  • Länderübergreifende Zusammenarbeit: Gemeinsam mit dem BUND Hessen und Niedersachsen koordinieren wir unsere Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und führen abgestimmte Lobbyarbeit durch. Die Politik setzt die Rahmenbedingungen für die Entsorgung salzhaltiger Abwässer durch K+S. Deshalb drängen wir darauf, dass die Grenzwerte für die Einleitung salzhaltiger Abwässer abgesenkt werden. Ziel ist es, dass die Werra langfristig wieder zu einem Süßwasserfluss wird.
  • Erste signifikante Reduktion der Salzabwässer: Mit jahrelanger gemeinsamer Lobbyarbeit konnten wir jetzt erreichen, dass die Umweltminister*innen der Anrainer-Länder die Grenzwerte für die Einleitung von Salzabwässern verbindlich reduzieren.
  • Unsere Aufgabe ist es jetzt, die Einhaltung der Grenzwerte durch K+S zu überwachen und sicherzustellen, dass das Unternehmen bei der Entsorgung seiner Produktionsabfälle nicht an anderer Stelle Umweltschäden in Kauf nimmt. Das gilt beispielsweise für die fachgerechte Abdeckung von Rückstandshalden für feste Produktionsabfälle sowie eine mögliche Einstapelung von Salzlauge in die Grube Springen.

Mehr Informationen zur Werra erhalten Sie hier.

Ansprechpartner

Thomas Wey


Wintergasse 8 98617 Meiningen E-Mail schreiben Tel.: 03693/ 42012

Spendenkonto:

IBAN: DE93 82 05 10 00 01 30 09 37 93
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Sparkasse Mittelthüringen
Stichwort: Werra

Einleitstelle salzhaltiger Abwässer von K&S bei Philippsthal Einleitstelle salzhaltiger Abwässer von K&S in die Werra bei Philippsthal.  (Thomas Wey)
Salzwasser stresst die Fische, greift das Schuppenkleid der Fische an und löst eine Vielzahl typischer Fischkrankheiten aus. Salzwasser stresst die Fische, greift das Schuppenkleid der Fische an und löst eine Vielzahl typischer Fischkrankheiten aus.  (Fischereigenossenschaft Münden)
Abraumhalde im Kalirevier Abraumhalde im Kalirevier  (Flussbilder.de / Flussbilder.de)
Werra am Altarm Leutersdorf Werra am Altarm Leutersdorf  (Thomas Wey / BUND KV Schmalkalden-Meiningen)