20 Jahre Biosphärenreservat Rhön: BUND fordert eine deutliche Stärkung der Zusammenarbeit über die Grenzen der Bundesländer hinweg

26. August 2011 | BUND, Lebensräume

Die Landesverbände Hessen, Thüringen und Bayern des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordern anlässlich der Festveranstaltung der drei am Biosphärenreservat Rhön beteiligten Bundesländer am 26.08.2011 eine deutlich stärkere Zusammenarbeit über die Landesgrenzen hinweg. BUND-Bundesvorsitzender Prof. Hubert Weiger: „Wir wünschen uns einen neuen Schub für den  gemeinsamen Biosphärenreservats-Gedanken und mehr Rücksicht auf die sensible Naturausstattung des Biosphärenreservates Rhön.“
Zum 20 jährigen Geburtstag des Biosphärenreservates schlägt der BUND neue Projekte, die dem Charakter der Modellregion entsprechen, den Verzicht auf weitere Eingriffe in die Landschaft und eine Straffung der organisatorischen Strukturen vor. Die heutigen Entscheidungsstrukturen sind unübersichtlich und ineffektiv. Sie bestehen aus drei Biosphärenreservats-Verwaltungsstellen der Bundesländer Hessen, Thüringen und Bayern sowie einer kommunalpolitisch bestimmten „ARGE Rhön“, deren Vorsitz und Geschäftsstelle alle zwei Jahre wechselt.

Forderungen und Projektvorschläge des BUND sind:

  • länderübergreifende „Modellregion für Energieffizienz Rhön“
  • länderübergreifende Modellregion "Schluss mit dem Flächenverbrauch"
  • länderübergreifendes Modellprojekt "Imagekampagne Rotkerniges Buchenholz aus der Rhön"
  • länderübergreifende, gesetzliche Initiative zur Schaffung einer "Gentechnikfreie Zone Biosphärenreservat Rhön"
  • Verzicht auf den Straßenneubau B87n von Fulda nach Meiningen
  • Vervollständigung der Kernzonen einschließlich der anschließenden Ausweisung als Naturschutzgebiete
  • Schaffung einer gemeinsamen, länderübergreifenden Verwaltung nach dem Vorbild des länderübergreifenden Nationalparks Harz
  • Schaffung einer gemeinsamen, länderübergreifenden "Rhönagentur" als organisatorisches Dach zur Entwicklung und Vermarktung gemeinsamer, länderübergreifender Ideen und Konzepte für und im Biosphärenreservat Rhön
  • Schaffung einer gemeinsamen, länderübergreifenden Tourismusorganisation und gemeinsamen Vermarktung der Urlaubsregion
  • Aufstockung der Haushaltsmittel für das gemeinsame Handeln der Länder, Kreise und Kommunen im und für das Biosphärenreservat Rhön 

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