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Landesverband Thüringen e.V.

Schaffung und Optimierung von Lebensräumen für die Arten halboffener Landschaften im „Umfeld Landwirtschaft“ des Nationalparks Hainich

Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Regionen.

Das Projekt wird vom BUND Landesverband Thüringen e.V. durchgeführt und vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) im Rahmen des Programmes „Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft“ (ENL) aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) unterstützt.

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Überblick

Im unmittelbaren Umfeld des Nationalparks, welches zum Großteil landwirtschaftlich geprägt ist, sollen ausgewählte Flächen so gepflegt und entwickelt werden, dass sie von Vogelarten (Zielarten) des Halboffenlandes verstärkt als Habitat genutzt werden können. Insbesondere Streuobstwiesen und ehemalige Schaftriften sollen dafür hinsichtlich ihrer potentiellen Eignung kartiert werden. Aufbauend auf den Kartierungsergebnissen wird dann – in Kooperation mit Flächennutzern, Unteren Naturschutzbehörden und Landwirtschaftsämtern – ein Katalog sinnvoller Maßnahmen für die jeweiligen Flächen erstellt.

Hierzu zählen:

  • Ausbringen von Nisthilfen für Höhlenbrüter
  • Förderung der Nahrungsketten der Zielarten u.a. durch Schaffung von Klein- und Sonderstrukturen wie sonnenexponierten Reisighaufen, Lesesteinhaufen, Rohbodenflächen, Kleinstgewässern und „Insektenhotels“
  • Entfernung von übermäßigem Gehölzaufwuchs
  • Pflegeschnitte zum Erhalt der Obstbäume

Eine Umsetzung von Maßnahmen erfolgt im Rahmen des Projekts bis März 2020 auf dem ca. 50 Hektar großen Streuobstwiesenkomplex am „Bauernberg“ nördlich von Behringen, bevor sie in einem möglichen Folgeprojekt auch auf den übrigen kartierten Flächen umgesetzt werden können. Das Bauernberg-Areal besteht überwiegend aus hochstämmigen Obstbäumen mit einem Unterwuchs aus Halbtrockenrasen und mesophilem Grünland, sowie Wacholderheide und einigen Übergangsformen.

Zielarten sind verschiedene gefährdete und im Bestand rückläufige Vogelarten: Raubwürger, Neuntöter, Wendehals, Sperbergrasmücke, Grauspecht, Turteltaube, Heidelerche sowie Steinkauz. Diese Arten sind spezialisiert auf halboffene Landschaften als Brut- und/oder Nahrungshabitate. Weitere Nutznießer sind regelmäßige Zugvogelarten, die auf dem Bauernberg und im Nationalparkgebiet während der Vogelzugzeit rasten, z.B. Braunkehlchen, Schwarzkehlchen, Grauammer, Turteltaube, Wachtel und Wiesenpieper.

Euer Ansprechpartner

Lars Ludwig


Burggasse 10/11a 99947 Bad Langensalza E-Mail schreiben Tel.: 03603/882868

Poster zum Projekt

Fragen & Antworten zum Projekt

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Was ist das Förderprogramm für Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL)?

Das Land Thüringen fördert mit Unterstützung des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)die Erhaltung und Verbesserung des ländlichen Natur- und Kulturerbes sowie des Freizeit- und Erholungswertes ländlicher Räume. Das Vorhaben muss überwiegend den Zielen des Naturschutzes und der Landschaftspflege dienen. ELER-Vorhaben müssen in der Regel im ländlichen Raum Thüringens durchgeführt werden.

Was ist Halboffenland?

Halboffenland sind waldfreie, in aller Regel landwirtschaftlich genutzte Flächen. Beispiele hierfür sind Streuobst- oder Gehölzbestände wie Hecken, Baumreihen, Gebüsche und Kleinwälder.

Was sind Zielarten?

Eine Zielart ist eine Pflanzen- oder Tierart, welche bei Projekten & Vorhaben das Ziel der Maßnahme darstellen kann. Durch das Ausrichten der Maßnahmen auf die Ansprüche der Art in Bezug auf Lebensraum und Lebensbedingungen soll deren Ausbreitung gefördert und/oder die Art erhalten werden.  

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