Landesverband Thüringen e.V.

Schaffung und Optimierung von Lebensräumen für die Arten halboffener Landschaften im „Umfeld Landwirtschaft“ des Nationalparks Hainich

Das Folgeprojekt wird vom BUND Landesverband Thüringen e.V. durchgeführt und vom Thüringer Ministerium für Umwelt, Energie und Naturschutz (TMUEN) im Rahmen des Programmes „Förderung von Vorhaben zur Entwicklung von Natur und Landschaft“ (ENL) aus Mitteln des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) unterstützt.

Jahresbericht 2019

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Überblick

Im unmittelbaren Umfeld des Nationalparks, welches zum Großteil landwirtschaftlich geprägt ist, sollen ausgewählte Flächen so gepflegt und entwickelt werden, dass sie von Vogelarten (Zielarten) des Halboffenlandes verstärkt als Habitat genutzt werden können. Insbesondere Streuobstwiesen und ehemalige Schaftriften sollen dafür hinsichtlich ihrer potentiellen Eignung kartiert werden. Aufbauend auf den Kartierungsergebnissen wird dann – in Kooperation mit Flächennutzern, Unteren Naturschutzbehörden und Landwirtschaftsämtern – ein Katalog sinnvoller Maßnahmen für die jeweiligen Flächen erstellt.

Hierzu zählen:

  • Ausbringen von Nisthilfen für Höhlenbrüter
  • Förderung der Nahrungsketten der Zielarten u.a. durch Schaffung von Klein- und Sonderstrukturen wie sonnenexponierten Reisighaufen, Lesesteinhaufen, Rohbodenflächen, Kleinstgewässern und „Insektenhotels“
  • Entfernung von übermäßigem Gehölzaufwuchs
  • Pflegeschnitte zum Erhalt der Obstbäume

Vorgängerprojekt

Im Vorgängerprojekt (bis Juli 2020) wurde der Zustand der Streuobstwiesen und die Vorkommen der Zielarten in den Projektflächen genau kartiert, und Kontakte zu Flächeneigentümern und Landnutzenden etabliert. Auf der mit über 50 ha größten Projektfläche am Bauernberg nördlich von Behringen wurden bereits größere Maßnahmen exemplarisch umgesetzt. Dazu gehörten unter anderem die Auflichtung von knapp 9 ha Wacholderheide und eines Streuobstbereichs halbstämmiger Pflaumen sowie das Ausbringen von Nistkästen für den Wendehals.

Folgeprojekt

Im Folgeprojekt (Juli 2020 bis Oktober 2021) steht die Umsetzung weiterer großer Maßnahmen im Fokus. Hier sollen insbesondere Pflege- und Erhaltungsschnitte an über 3.500 zumeist stark vernachlässigten Obstbäumen durchgeführt werden. Weitere verbuschte Wacholderheide- und Streuobstflächen werden aufgelichtet. Zahlreiche weitere Nistkästen sollen auf möglichst vielen Flächen ausgebracht werden, da diese auf dem Bauernberg bereits gut vom Wendehals angenommen wurden.

Hier investieren Europa und der Freistaat Thüringen in die ländlichen Gebiete.

 

 

Euer Ansprechpartner

Lars Ludwig


Burggasse 10/11a 99947 Bad Langensalza E-Mail schreiben Tel.: 03603/882868

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Fragen & Antworten zum Projekt

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Was ist das Förderprogramm für Entwicklung von Natur und Landschaft (ENL)?

Das Land Thüringen fördert mit Unterstützung des Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE)die Erhaltung und Verbesserung des ländlichen Natur- und Kulturerbes sowie des Freizeit- und Erholungswertes ländlicher Räume. Das Vorhaben muss überwiegend den Zielen des Naturschutzes und der Landschaftspflege dienen. ELER-Vorhaben müssen in der Regel im ländlichen Raum Thüringens durchgeführt werden.

Was ist Halboffenland?

Halboffenland sind waldfreie, in aller Regel landwirtschaftlich genutzte Flächen. Beispiele hierfür sind Streuobst- oder Gehölzbestände wie Hecken, Baumreihen, Gebüsche und Kleinwälder.

Was sind Zielarten?

Eine Zielart ist eine Pflanzen- oder Tierart, welche bei Projekten & Vorhaben das Ziel der Maßnahme darstellen kann. Durch das Ausrichten der Maßnahmen auf die Ansprüche der Art in Bezug auf Lebensraum und Lebensbedingungen soll deren Ausbreitung gefördert und/oder die Art erhalten werden.  

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