Spurensuche Gartenschläfer
In vielen Regionen ist der Gartenschläfer bereits ausgestorben. Warum ist das so?
Der Gartenschläfer (Eliomys quercinus) ist in Thüringen vom Aussterben bedroht - ohne gezielte Schutzmaßnahmen droht er, wie bereits in Sachsen, zu verschwinden.
Das bundesweite Projekt "Spurensuche Gartenschläfer" (2018 - 2024) lieferte Ergebnisse zur Biologie, dem Verhalten und der Gefährdung der Art und konnte Schutzmaßnahmen entwickeln, die dem Bilch in Deutschland - in seinen unterschiedlichen Lebensräumen - helfen und seine Bestände stabilisieren.
In den Mittelgebirgen, wo der Gartenschläfer noch ursprünglich als Waldart vorkommt, kann es sein, dass die Rückgänge ohne Bestandsstützungen nicht mehr aufzuhalten sind.
Der BUND Thüringen wurde deswegen auf verschiedensten Ebenen aktiv:
Das hier im Rahmen des Förderprogramms zur Entwicklung von Natur und Landschaft laufende Projekt folgt den Schwerpunkten der Interimsfinanzierung und soll nun die verbleibende Lücke bis zum Projektstart der BfN-geförderten „Mission Gartenschläfer“ schließen und die Durchführung von Maßnahmen vom 01.10.2025 bis 31.05.2027 ermöglichen.
Maßnahmenschwerpunkte des beantragten Projektes sind:
Alle durchgeführten Maßnahmen behalten eine potenzielle Bestandsstützung der Art durch Ausbringungen von Gartenschläfern im Thüringer Wald im Blick. So dienen die umzusetzenden Schutzmaßnahmen einer Stabilisierung der Kernpopulation im Thüringer Schiefergebirge. Aus dieser könnten trächtige Weibchen entnommen, in Gefangenschaft zur Reproduktion gelangen und die Jungtiere im Thüringer Wald wieder ausgesetzt werden.
Die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit soll gerade in der potenziellen Ausbringungsregion "Thüringer Wald" darauf ausgerichtet sein, den Bekanntheitsgrad des Gartenschläfers weiter zu steigern, umzusetzende Schutzmaßnahmen zu flankieren/ deren Akzeptanz zu steigern, Interessenskonflikten vorzubeugen sowie die Nutzung der Online-Meldestelle zu bewerben.
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