Landesverband Thüringen e.V.

Artenvielfalt und Stadtklima fördern - BUNDjugend: Erfurter Stadtrat könnte mit Novelle der Begrünungssatzung Artenvielfalt und Stadtklima schützen

10. November 2020 | Naturschutz

 (BUNDjungend Thüringen)

Erfurt. In seiner Sitzung am 11. November entscheidet der Erfurter Stadtrat über eine Änderung der Begrünungssatzung. Die BUNDjugend Thüringen fordert alle Fraktionen auf, Schotter- und Kiesflächen nicht mehr als „Gärten“ durchgehen zu lassen.

„Stadtgrün bietet nicht nur einen Rückzugsraum für Insekten wie Bienen und Schmetterlinge, es spendet den Erfurterinnen und Erfurtern auch Schatten und bewahrt insbesondere unsere Jüngsten und Ältesten vor Hitze im Sommer“, erklärt Johanna Heckert, Sprecherin der BUNDjugend Thüringen. „Deshalb begrüßen wir den Antrag der Mehrwertstadt und fordern die Stadträtinnen und Stadträte aller Fraktionen auf, diesen zu unterstützen.“

In der Begrünungssatzung von 1995 ist für Erfurt geregelt, dass Grünflächen "gärtnerisch anzulegen" sind. Der Antrag der Mehrwertstadt-Fraktion zielt jetzt darauf ab, die Satzung durch eine nähere Definition des Worts „gärtnerisch“ zu ergänzen.

Zur Verbesserung des Stadtklimas haben in diesem Jahr verschiedene Bundesländer, wie Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg sowie einzelne Städte und Kommunen, beispielsweise Leipzig, ein Verbot von Schotter- und Kiesgärten beschlossen. Heckert: „Jetzt muss Erfurt nachziehen! Wir erwarten, dass in der novellierten Begrünungssatzung schnell Klarheit geschaffen wird. Schotter- und Kiesflächen dürfen in Zukunft nicht mehr als Gärten anerkannt werden. Gerade vor dem Hintergrund des akuten Artenschwundes und steigender Temperaturen brauchen wir Gärten, die ihren Namen auch verdienen."


Kontakt:
Sophia Schröter, Mitglied der BUNDjugend in Erfurt
sophiaschroeter(at)arcor.de
0151/505 668 81


Hintergrund:
Die BUNDjugend Thüringen ist die Jugendorganisation des BUND Thüringen. Ihre Mitglieder organisieren Proteste gegen den Klimawandel, Massentierhaltung und Atomenergie. Sie veranstalten konsumkritische Stadtrundgänge, Filmabende und Vorträge zu diversen umweltrelevanten Themen. Zudem beschäftigen sie sich mit pestizidfreien Kommunen, „Gärten des Grauens“ und dem Thema gesunde und klimafreundliche Ernährung.

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