Landesverband Thüringen e.V.

BUND enttäuscht über Ergebnis des Klimagipfels - Statt Verhandeln: Handeln vor Ort

07. April 1995 | Klimawandel, Energiewende

Eisenach. Enttäuschend und unverantwortlich, angesichts der akuten Klimaveränderungen sei das Ergebnis des Klimagipfels in Berlin, so der Landesverband Thüringen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) heute Nachmittag in einer Presseerklärung.

"Um kurzsichtig nationale Wirtschaftsinteressen durchzusetzen, wird unsere Zukunft verspielt", kritisiert Gudrun Flachmann, Sprecherin des BUND Thüringen. Die Klimabremsklötze, allen voran die USA, wollten eben lieber weiter verhandeln als handeln. Auf das Ziel einer Reduktion von CO2 um 20%, wie gefordert, habe sich die Konferenz nicht festlegen können. In Berlin habe man sich jetzt lediglich auf ein Verhandlungsmandat geeinigt. Damit haben sich die Staaten selbst den Auftrag erteilt, Reduktionsziele für Treibhausgase und Fristen für die nächste Konferenz zu erarbeiten. Diese Entscheidung bleibt weit hinter den Erwartungen zurück, so der BUND.

Der BUND Thüringen appelliert jetzt an alle Bürger und Bürgerinnen Thüringens, selbst aktiv für den Klimaschutz zu werden. Die Möglichkeiten dafür seien vielfältig. Für alle, die nicht Zuschauer der "großen" Politik sein und selbst etwas tun wollen, empfiehlt der BUND:

  • das Auto möglichst oft stehen zu lassen, und dafür Bus und Bahn oder mal das Fahrrad zu nutzen;
  • das Urlaubsziel so zu wählen, daß keine Flugreise notwendig ist;
  • Energie zu sparen; nur 1 Grad weniger Wärme in der Wohnung bringt 6% Energieeinsparung;
  • langlebige, reparable Produkte mit niedrigem Energieverbrauch zu kaufen;
  • Lebensmittel aus ökologischer Erzeugung und aus der näheren Umgebung zu bevorzugen;
  • die Förderangebote des Staates und des Landes Thüringen für energiesparende Technik und regenerative Energieerzeugung zu nutzen.

"Viele kleine Taten können in der Summe wirksame Ergebnisse bringen", so hofft Gudrun Flachmann. 

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