"Guten Rutsch ins neue Jahr!" So lautet allerorts und alljährlich das Motto zum Jahreswechsel, der ganz gewiß feuchtfröhlich mit viel Wein und Sekt gefeiert wird.
Wenn bei einer Feier wie der Silvesterfeier die Sektkorken knallen oder zum Abendessen eine Flasche Wein auf dem Tisch steht, fällt nicht nur Altglas als Recycling-Rohstoff an: Auch die Flaschenkorken lassen sich nach Angaben des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) weiterverwerten – zu hochwertigem Baumaterial im ökologischen Hausbau.
Etwa 1,3 Milliarden Korken ploppen jährlich – nicht nur zu Silvester – in Deutschland aus Wein-und Sektflaschen. Die Kork-Stöpsel sind zu klein für die Wertstoff-Tonne, zu schade für den Hausmüll und unbrauchbar für den Kompost, da sie nicht verrotten. Bioläden, Kirchengemeinden oder Umweltgruppen sammeln die Korken und geben sie an Recycling-Unternehmen weiter, die die Rinden-Stöpsel zu Kork-Granulat zermahlen.
Als loses Granulat in Wänden, Decken und Böden schützt die Rinde gegen Lärm und Kälte, oder sie wird mit Lehm und Stroh zu umweltfreundlichen Leichtlehm-Steinen gepreßt. Außerdem reguliert der Baustoff Kork die Luftfeuchtigkeit, weil er durchlässig für Wasserdampf ist. Das Material fault nicht und bleibt frei von Schädlingsbefall. Das Einweg-Produkt Flaschenkorken wird zum idealen Dämmstoff für den ökologischen Hausbau, spart Energie und schafft ein gesundes Wohnklima, urteilt der BUND.
Ausführlich Auskunft zum Thema Kork kann beispielsweise das Thüringische Umweltzentrum Eisenach e.V. unter Telefon 036911203853 geben. Dort wird auch Kork in größeren Mengen gesammelt.
Ansonsten empfiehlt der BUND Thüringen den Bürgern in den Landkreisen und kreisfreien Städten des Freistaates, bei Ihren zuständigen Umweltämtern oder Ämtern für Abfallwirtschaft nach der nächsten Korksammelstelle zu fragen.


