Eisenach. Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Thüringen, begrüßt die Bereitschaft der Thüringer SPD-Landtagsfraktion, beim Sparkurs der Landesregierung anstelle der Einsparungen im Sozialbereich auch die Investitions- und Folgekosten für die Talsperre Leibis einzubeziehen.
Der BUND steht dem Projekt „Talsperre Leibis“ wie schon in der Vergangenheit strikt ablehnend gegenüber. Nach wie vor sei angesichts der leeren Staatskasse die Finanzierung der Talsperre nicht abgesichert. Allein der Bau der Staumauer verschlinge rund 200 Millionen Mark. Die Folgekosten für die Verbraucher seien unvorhersehbar. Unklar sei nach wie vor, ob das aufgestaute Wasser jemals gebraucht würde.
Die SPD müsse nun ihren Worten auch Taten folgen lassen und gegenüber dem Koalitionspartner klar machen, daß sie den Weiterbau der Talsperre Leibis nicht mehr mitträgt.
Es sei jetzt endlich an der Zeit und eine gute Gelegenheit, so der BUND, beim Sparen ernst zu machen und dabei dieses ökologisch und wirtschaftlich unsinnige Großprojekt aus DDR-Zeit von der Liste der Investitionen zu streichen.


