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Landesverband Thüringen e.V.

BUND Thüringen begrüßt Klimagesetz und fordert eine Umsetzung in allen gesellschaftlichen Bereichen

14. Dezember 2018

Erfurt. Der BUND Thüringen begrüßt das heute vom Thüringer Landtag verabschiedete Klimagesetz. Gleichzeitig warnt der Verband davor, die gesetzlich festgelegten Spielräume bei den Reduktionszielen für CO2 auszunutzen. „Thüringen muss jetzt Gas geben. Der Hitzesommer hat einen Eindruck gegeben, wie bedrohlich die Klimakrise ist. Klimaschonende Lösungen müssen in allen gesellschaftlichen Bereichen wie Landwirtschaft, Verkehr und Wohnen umgesetzt werden“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen.

Der Umweltverband befürwortet, dass der Freistaat mit dem ersten Klimagesetz der neuen Bundesländer einen gesetzlichen Rahmen für den Klimaschutz in Thüringen setzt. „Wenn wir die Entscheidung von Paris ernst nehmen, müssen die im Gesetz festgeschriebenen, maximalen Reduktionsziele umgesetzt werden“, so Dr. Burkhard Vogel.  Gelingen kann das aus Sicht des Umweltverbandes nur, wenn erneuerbare Energien konsequent ausgebaut und alle Potenziale zur Energieeinsparung genutzt werden. „Dazu müssen die in der Klimaschutzstrategie aufgeführten Maßnahmen ambitioniert verwirklicht werden“, so Vogel.

Er ergänzt: „Wir brauchen eine Verkehrswende durch die Einführung eines flächendeckenden Thüringen Takts, der den öffentlichen Nahverkehr attraktiver macht.“ Eine Umsetzung des Klimagesetzes beinhaltet auch einen Paradigmenwechsel von der industriellen Massentierhaltung hin zu einer klimaschonenden Landwirtschaft.

Dabei tragen nur flächendeckende Lösungen effektiv zum Klimaschutz bei. „Kommunen in ganz Thüringen müssen auf eine CO2-neutrale Wärmeversorgung umstellen und der Gebäudebestand muss energetisch saniert werden“, so der Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. Ohne einen Ausbau der bereits bestehenden Förderprogramme ist das nicht möglich. „Energetisch sanierte Häuser und die Nutzung von Sonnenenergie auf Thüringens Dächern müssen zum Standard für den Schutz des Klimas im Freistaat werden“, so Dr. Burkhard Vogel.

  

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