BUND Thüringen fordert Bürger landesweit zur Beteiligung an der Aktion "In die Stadt - ohne mein Auto" auf

21. September 2000 | Mobilität, Klimawandel, Nachhaltigkeit

Erfurt. Der Bund für Umwelt und Naturschutz, Landesverband Thüringen e.V. (BUND Thüringen) fordert die Bürger in Thüringen dazu auf, sich am europaweiten autofreien Tag zu beteiligen. Das Motto des Tages "In die Stadt -ohne mein Auto" sei eine gute Gelegenheit, die eigenen Mobilitätsgewohnheiten zu überdenken.

Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen: "Die Bürger haben an diesem Tag die Möglichkeit, die Version von der autofreien Stadt Wirklichkeit werden zu lassen. Eine Stadt ohne Verkehrslärm, ohne Abgase, ohne den Stress des Autoverkehrs und mit Raum für die individuelle, autounabhängige Mobilität auf den Straßen ist ein Erlebnis der besonderen Art. Wer sich darauf bewusst einlässt, wird nicht mehr die Frage stellen, was wir tun müssen, um die zunehmenden Verkehrsströme in unseren Städten aufzunehmen. Er wird sich fragen, was wir tun müssen, um die Stadt als Lebensraum für den Menschen wieder zurück zu gewinnen."

Der BUND weist weiter darauf hin, dass gerade in den Städten das Auto längst nicht mehr Garant für uneingeschränkte Freiheit ist. Eine Untersuchung der Europäischen Kommission ergab im Gegenteil, dass europaweit der Straßenverkehr als größte Beeinträchtigung der Lebensqualität gesehen wird. Gleichzeitig hat sich der Verkehr nach Angaben des BUND auch zum Klimakiller Nr. 1 entwickelt. Während in allen klimarelevanten Handlungsfeldern in den letzten Jahren eine Reduktion der Emissionen erreicht werden konnte, haben sich seit 1990 die CO2-Emissonen im Verkehrsbereich um 11 Prozent erhöht.

"Wir brauchen eine ökologische Steuerreform, wenn wir den drohenden Verkehrsinfarkt verhindern wollen", erklärte Vogel. "Der dadurch geförderte Umstieg auf eine ökologische Mobilität wäre ein Gewinn nicht nur für den Umweltschutz sondern auch für die Lebensqualität in unseren Städten."  

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