Landesverband Thüringen e.V.

BUND Thüringen fordert neues Klimaschutzprogramm für Thüringen

21. April 2007 | BUND, Klimawandel

Erfurt. Der BUND Thüringen hat heute auf seiner diesjährigen Landesversammlung einen Leitantrag zum neues Klimaschutz verabschiedet. Darin fordert der BUND Thüringen ein neues Klimaschutzprogramm für den Freistaat. „Das gültige Klimaschutzziel der Landesregierung ist längst überholt“, erklärte Ron Hoffmann, Landesvorsitzender des BUND Thüringen vor der Mitgliederversammlung. „Thüringen braucht eine Klimapolitik, welche die klimaschädlichen Emissionen drastisch senkt.“

In dem von der Mitgliederversammlung einstimmig verabschiedeten Antrag fordert der BUND Thüringen u.a. die Reduzierung des Primärenergieverbrauches in Thüringen um mindestens 20% bis zum Jahr 2020. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Energiebereitstellung soll im selben Zeitraum auf mindestens 25% steigen. Außerdem werden in dem Antrag drastische Senkungen der CO2-Emissionen im Straßenverkehr u.a. durch ein Tempolimit auf Autobahnen gefordert.

Hoffmann kritisierte, dass die Landesregierung ihre Anstrengungen zum Klimaschutz schön rechne. Die erreichten Einsparungen bei den Treibhausgasemissionen bezogen auf das Basisjahr 1990 seien vor allem auf den Zusammenbruch der ostdeutschen Industrie zurück zu führen. Seit 1994 habe es nur noch geringfügige Forschritte in der Reduktion von Treibhausgasen gegeben. Beim Verkehr steige der Ausstoß klimaschädlicher Gase sogar weiter an.

Eine klare Absage erteilte die Mitgliederversammlung des BUND Thüringen auch an Forderungen nach Sonderkonditionen für die Ostdeutsche Industrie beim Emissionshandel. Deutschland gehöre zu den größten Emittenten von Treibhausgasen weltweit, machte Hoffmann deutlich. Sonderkonditionen im eigenen Land würden den Erfolg bei Verhandlungen zum Klimaschutz auf internationaler Ebene in Frage stellen. 

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