Eisenach. Jedes Jahr zur Weihnachtszeit wächst der Müllberg unnötig an. Die Verpackungen der Weihnachtsgeschenke, so der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND), Landesverband Thüringen werden immer aufwendiger, da aluminiumbedampftes Papier, Kunststoffolien mit Metalleffekten, Farben und Lacke verwendet werden . Diese Materialien sind aber nicht wiederverwertbar. "Hierzu kommt durch die Verwendung von Lametta eine zusätzliche Bleibelastung", so Romy Seifert, Sprecherin des BUND Thüringen, in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung.
Daher fordert der BUND die Konsumenten zur Müllvermeidung bei den Weihnachtseinkäufen auf. Vorab ist eine Überlegung angebracht, ob das Geschenk überhaupt eingepackt werden muß. Wenn eine Verpackung nötig ist, so kann durchaus gebrauchtes, vorn Vorjahr vorhandenes Geschenkpapier noch nützlich sein. Die Bemalung von schlichtem Packpapier ist umweltfreundlich und mit viel persönlicher Kreativität verbunden. Wer trotzdem Papier kaufen muß, kann 100%iges Recyclingpapier im Handel erwerben.
Auch bei der Vorbereitung des Festes, besonders beim Kauf der kulinarischen Gaumenfreuden, sollte auf die Umweltverträglichkeit der Produkte geachtet werden. Mehrwegverpackungen, wie Pfandflaschen- und gläser sind eine ökologische Alternative zu Einweggläsern und Plastiktüten. Auf keinen Fall sollte der Weihnachtsbaum aus PVC sein, Nadelsprays und "Schnee aus der Dose" gekauft werden, da bei ihrer Herstellung und Verwendung Dioxine und andere Schadstoffe entstehen.
Holzschmuck, möglichst unlackiert, ist eine ökologische Alternative zu neumodischen Kugeln und Baumbehängen. Auch bei den Geschenken sollte an die Umwelt gedacht werden. So ersetzt der nachfüllbare Füller Wegwerf-Kulis, das Holzspielzeug Plastikautos oder Brettspiele den batteriebetriebenen "Gameboy".
"Mit Beachtung einiger dieser Hinweise kann das Weihnachtsfest mit weniger Müll gefeiert werden, ohne daß die Festtagsstimmung beeinträchtigt wird", so der BUND Thüringen abschließend.


