BUND Thüringen kritisiert unzureichenden Fracking-Beschluss des Landtags

13. Dezember 2012 | Flüsse & Gewässer

Der Thüringer Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisiert den gestern im Landtag gefassten Beschluss zum Thema Fracking als unzureichend.
„Beim Fracking kommt es nicht nur darauf an, was man von oben hinein presst, sondern auch auf das, was man aus großen Tiefen an die Oberfläche befördert“, so Dr. Burkhard Vogel, Landesgeschäftsführer des BUND Thüringen. „Das sogenannte Lagerstättenwasser kann bereits giftige Schwermetalle, gefährliche Kohlenwasserstoffe und sogar radioaktive Substanzen enthalten. Die Entsorgung dieser Abwässer ist ein unlösbares Problem“, so Vogel weiter.
Das nach dem Landtagsbeschluss weiterhin mögliche „saubere Fracking“ wird von denselben Umweltproblemen begleitet wie herkömmliches Fracking. Hierzu gehören u.a. der gigantische Wasserbedarf von bis zu fünf Millionen Liter Wasser pro Frack oder die Gefahr des Übertretens von Erdgas in Grundwasservorkommen durch die künstlich erzeugten Risse im Gestein.

 

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