Landesverband Thüringen e.V.

BUND Thüringen startet landesweite Kampagne zum Klima-Schutz

22. Oktober 1993 | Naturschutz, Lebensräume

Eisenach. Mit einer Pressekonferenz in Erfurt hat der BUND Thüringen heute eine landesweite Kampagne zum Klimaschutz gestartet. Da trotz der zunehmenden Gefahr globaler Klimaveränderungen international und national in Sachen Klimaschutz außer schönen Worten weitgehend Funkstille herrsche, müsse nun auf kommunaler Ebene die Initiative ergriffen werden, so der Vorsitzende des BUND Thüringen, Ralf-Uwe Beck.

Durch eine Mitgliedschaft in dem Verein "Klima-Bündnis der europäischen Städte mit indigenen Völkern der Regenwälder zum Erhalt der Erdatmosphäre (Klima-Bündnis/Alianza deI Clima e. V.)" sollen sich die Städte und Gemeinden Thüringens verpflichten, durch Reduzierung ihres Energieverbrauchs insbesondere den Ausstoß des Klimaschädlings Kohlendioxid (C02) zu senken.

Gleichzeitig sollen Völker der "dritten Welt", die durch die weltweiten Umweltzerstörungen in ihrer Existenz bedroht sind, unterstützt werden. Konkret sichern die Mitglieder des Klimabündnisses zu, durch ein Bündel von Maßnahmen den Kohlendioxid-Ausstoß bis zum Jahre 2010 zu halbieren und später schrittweise weiter zu senken. Außerdem versprechen sie, alles zu unternehmen, um jegliche Verwendung und Produktion der klimaschädlichen und ozonzerstörenden Fluorchlor-Kohlenwasserstoffe (FCKW) zu stoppen. Die Unterzeichner sehen sich zudem als Partner der Indianervölker Amazoniens bei den gemeinsamen Bemühungen um die Erhaltung des Regenwaldes.
Die Städte verpflichten sich daher zu einem Verzicht auf Tropenholz sowie zur Unterstützung eines ökologisch ausgerichteten Regenwaldprojektes. Dem 1989 in Frankfurt/Main initiierten "Klimabündnis" sind bisher 362 Städte und Gemeinden aus ganz Europa beigetreten.

Die Orts-und Kreisverbände des BUND Thüringen werden in den nächsten Wochen die kommunalen Parlamente auffordern, entsprechende Beschlüsse für einen Antrag auf Mitgliedschaft im Verein "Klima-Bündnis" zu fassen. Der BUND-Vorsitzende Beck zeigte sich zuversichtlich, daß sich viele thüringische Städte und Gemeinden dazu bewegen lassen, sich dieser "globalen Umweltpartnerschaft" anzuschließen und damit in der Bundesrepublik und besonders den neuen Ländern "ein Zeichen für den Klimaschutz" zu setzen. 

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